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Tel Aviv Reisebericht

Eingangs sollte dann doch erwähnt werden, dass ein 1 THING TO DO in unserem Tel Aviv Reisebericht vergebens gesucht werden kann. Zum Benennen eines einzigen unvergesslichen Reisemoments fühle ich mich dieses Mal nicht in der Lage. Es sei denn die Stadt als solche ist genau dieses Erlebnis, welches sich in unsere Erinnerungen eingebrannt hat. Ein Streifzug durch Tel Aviv. Geschrieben von John.

Tel Aviv Reisebericht

In unserem Tel Aviv Reisebericht nehmen wir dich mit auf einen Streifzug durch die israelische Mittelmeermetropole.

Tel Aviv Reisebericht: Planung mit Hürden

Unser Urlaub in Israel im Herbst 2014 war von Beginn an mit einer gewissen Aufregung verbunden, da es nur wenige Wochen vor der Reise zu Bombardierungen zwischen Israel und dem Gaza-Streifen kam. So war bis kurz vorher gar nicht genau klar, ob wir denn nun nach Israel fliegen würden oder nicht. Offensichtlich flogen wir, denn sonst hättest du hier gerade nicht unseren Tel Aviv Reisebericht vor der Nase.

Trotz Rundreise durch Israel mit Stopps in Jerusalem, in der Judäischen Wüste sowie in Eilat am Golf von Akaba hatten wir unser Hauptquartier in Tel Aviv aufgeschlagen. Genauer gesagt in einem klitzekleinen Schlafkämmerlein über dem Carmel Market (oder Shuk Ha’Carmel), dem größten Markt Tel Avivs.

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Homebase in unserem Tel Aviv Reisebericht: Der Eingang zu unserem „Loft“ direkt hinter den Ständen des Carmel Market.

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Ausblick von unserer kleinen Terrasse, auf der uns jeden Morgen die Bauarbeiter mit Bohrmaschinen begrüßten. Was hier nicht alles über den Dächern versteckt wird!

Tel Aviv: Unterkunft am Carmel Market

Ein bunter Basar, der keine Wünsche unbefriedigt lässt. Frisches Obst und Gemüse sind hier genauso erhältlich wie exotische Gewürze, die einen überhaupt erst realisieren lassen, dass man sich im Orient befindet. Der enge Markt mit seinen vielen Farben und Gerüchen hat einen unglaublichen Charme. Uns diente er vor allem als Frühstücksbuffet, und so gab es das ein oder andere Mal günstige Backwaren, Humus und Granatapfel von dort.

Unser Airbnb-Apartment konnte man zwar nicht unbedingt in die Kategorie „luxuriös“ einordnen, doch das wilde Treiben auf dem Markt, in welches man beim Verlassen der Haustür mitten hinein geriet, sowie die Nähe zum Strand entschädigten absolut.

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Hier gibt es gefühlt wirklich alles: Der Carmel Market in Tel Aviv.

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Frühstück! Humus, Granatapfelkerne und jede Menge Kohlenhydrate.

Am Strand von Tel Aviv

Womit ich auch schon beim nächsten Punkt wäre: Dem Strand. Welche hippe Metropole bietet schon direkt nebenan einen Strand? Und mit direkt meine ich nicht, dass man mit der Bahn erst mal 20 oder gar 30 Minuten vom Zentrum hinaus fahren muss, sondern dass sich der Strand quasi direkt in der Stadt befindet. Oder anders: Er ist (zumindest in der warmen Jahreszeit) gewissermaßen die Stadt.

Mal eben im Meer abkühlen und mit den Wellen auf und ab springen, ein leckeres Eis schlabbern, ein bisschen Sonnen, an den Strandduschen das Salz abspülen und zurück zum Schlendern in die City. In Tel Aviv ist das gar kein Problem.

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Miami Beach? Ach nee: Tel Aviv Beach!

Tel Aviv Reisebericht: Sonnenuntergang am Strand

Hinzu kommt noch, dass der Strand in Richtung Westen zeigt, was nichts Geringeres bedeutet, als dass die Sonne hier direkt im Meer versinkt. Und so lässt sich der Abend entspannt beim Sonnenuntergang, 25 Grad Celsius und einem leckeren Cocktail in der Hand ausklingen.

Wem die Strandbars zu teuer oder zu langweilig sind, der kann sich natürlich auch in einem der zahlreichen Supermärkte etwas zu trinken kaufen und sich einfach so an die Promenade setzen. Hierfür empfiehlt sich der nördlichere Strandabschnitt, da es hier mehrere schöne Sitzmöglichkeiten gibt.

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Mit einem kühlen Bierchen in der Hand lässt sich der Sonnenuntergang in Tel Aviv naturgemäß am besten verfolgen.

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So romantisch: Die Sonne versinkt im Mittelmeer.

Jaffa: Der älteste Hafen der Welt

Wer genug vom Bauhausstil und dem Rest der modernen Architektur Tel Avivs hat und eine Altstadt sucht, der kommt um einen Ausflug nach Jaffa wohl nicht herum. Jaffa ist quasi der arabische Teil Tel Avivs und mit seiner über 5.000 Jahre alten Geschichte auch die Ur-Siedlung der Weltstadt.

Neben historischen Gebäuden findet sich hier vor allem auch der alte Hafen. Einige behaupten sogar, es sei der älteste Hafen der Welt. So findet dieser Ort unter anderem auch in der griechischen Mythologie und in der Bibel Erwähnung. Heute laden hier vor allem Cafés und Künstlerateliers zu einem gemütlichen Bummel ein.

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Der Hafen von Jaffa ist wahrscheinlich einer der ältesten der Welt.

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Ein uriges Gässchen in Jaffa, dem arabischen Viertel von Tel Aviv.

Tel Aviv, die Stadt die niemals schläft?

Nach Einbruch der Dunkelheit kann man sich dann zum Abendessen an fast jeder Ecke frische Falafel mit – na klar – Humus gönnen, bevor es dann in die Bars und Clubs der Stadt geht. Besonders prädestiniert dafür sollen die Stadtteile Florentin oder Neve Tzedek sein, quasi als Inbegriff dieser Stadt, die vermeintlich niemals schläft.

Während unserer Zeit in Tel Aviv jedoch schnarchte die Metropole gemessen an diesen Vorschusslorbeeren laut vor sich hin. Merke: Wer vor allem auch zum Feiern herkommt, sollte bei seiner Reiseplanung die jüdischen Feiertage sowie den Sabbat von Freitag- bis Samstagabend beachten. Ansonsten kann es – wie in unserem bedauerlichen Fall – schon mal vorkommen, dass nicht allzu viel geht. Oder man findet Tel Aviv so wie wir zum jüdischen Neujahrsfest Rosch ha-Shana eben im Dornröschenschlaf wieder.

Lesetipp: In unseren Tel Aviv Geheimtipps erfährst du neben Insidertipps einer Einheimischen auch weshalb zum jüdischen Neujahrsfest in Tel Aviv so scheinbar gar nichts zu gehen scheint.

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Bars im Hipsterstyle im „Szenekiez“ Neve Tzedek. 

Tel Aviv? Closed!

Israel feiert das jüdische Neujahrsfest mit zweieinhalb Feiertagen, an denen zum Beispiel weder Busse noch Bahnen verkehren. Hinzu kam während unserer Reise, dass auf die Feiertage direkt der Sabbat folgte, sodass wir insgesamt knapp vier Tage in einer schlummernden Stadt verbrachten.

Der Carmel Market? Geschlossen. Die Bars in Florentin? Nicht geöffnet oder wie leer gefegt. Romantische Restaurants in Wassernähe? Die wenigen guten, die offen sind, platzen aus allen Nähten. Öffentliche Verkehrsmittel, um irgendwo doch noch ein bisschen Feierstimmung zu entdecken? Fahren nicht! Ausnahme: Arabische Sammeltaxen, denn die feiern bekanntlich keine jüdischen Feste.

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Der Carmel Markt zum Jüdischen Neujahrsfest. Leere Stände und mehr Kakerlaken unterwegs als Besucher.

Verliebt in Tel Aviv

Und doch ist es genau das, was Tel Aviv so einzigartig macht. Es ist vor allem dieser Spagat zwischen Ost und West, zwischen Religion und Liberalismus. Selbst als Berliner waren wir von dieser Diversität unglaublich begeistert.

Hinzu kommt, dass die Stadt echt jung und kreativ wirkt und die Stimmung wirklich gelassen ist – oder sein soll. Das finden wir hoffentlich bei unserer nächsten Einkehr in Tel Aviv heraus. Dann hoffentlich auch mit einem 1 THING TO DO im Gepäck zurück nach Berlin.

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Die Skyline von Tel Aviv am kilometerlangen Sandstrand der Stadt.

Ein 1 THING TO DO für Silvester in Tel Aviv entdeckten wir übrigens im Rahmen unserer zweiten Reise nach Israel. Auf einen weiteren jener besonderen Reisemomente stießen wir außerdem in unserem Jerusalem Reisebericht. Einen Ausflug ab Tel Aviv – am besten mit dem Zug – lohnt übrigens auch Haifa, wo wir unter anderem die malerischen Gärten der Bahai aufsuchten. Wir wünschen viel Spaß beim Stöbern!

Reisen um zu reisen!
John & Marc

Nach unserem Tel Aviv Reisebericht hast du erst recht Lust, das Miami des Nahen Ostens zu entdecken? Dann freuen wir uns über deinen Pin auf Pinterest.

Tel Aviv Reisebericht

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Comments:

  • 23. April 2017

    Geil ,wirklich nur geil. Euer Bericht, Euer Blog … und Tel Aviv steht sowas von auf meiner Liste. Ich will dahin!

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  • Eva

    23. Juni 2016

    „…sich der Strand quasi direkt in der Stadt befindet. Oder anders: Er ist gewissermaßen die Stadt.“ Damit habt ihr recht. das kenne ich sonst eigentlich nur von Rio. Selbst in Barcelona oder Sydney gibt es zwar Strand genug aber es spielt sich nicht das Leben dort gleichermaßen ab wie in Tel Aviv.

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  • 1. März 2016

    Wir waren lustigerweise auch im Herbst (eigentlich im Winter) 2014 in Tel Aviv 🙂 Und wir haben es geliebt!! So eine tolle Stadt 🙂 Da möchte ich am liebsten wieder gleich ins Flugzeug steigen…
    Liebe Grüße,
    Kathi

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  • 29. Februar 2016

    Hi,
    euer Bericht über Tel Aviv macht echt Lust, diese Stadt – und diesen Strand – einmal zu erleben. Auf den Mix zwischen orientalischem Flair, freiem und lockerem Leben, verschiedenen Religionen und Kulturen und natürlich spannender Kunst und Architektur bin ich mega gespannt. Im April geht es los! Hoffentlich bleibt die Sicherheitslage mindestens so ruhig wie momentan.
    Viele Grüße aus Hamburg, Marianne

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  • 21. Februar 2016

    Das liest sich richtig toll. Und die Flüge ab Berlin sind sogar recht günstig.
    Vor allem die Sonnenuntergangsfotos sind richtig, richtig schön. Ich hoffe wirklich, dass sich die Sicherheitslage in der Gegend so weit bald mal so weit beruhigt, dass ich auch meine bessere Hälfte überzeugen kann 😉

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  • 18. Februar 2016

    cool, ich will unbedingt mal nach Tel Aviv und nach Israel allgemein
    ich finde auch man sollte keine Angst davor haben dorthin zu reisen, es gibt dort so viel interessantes zu sehen
    lg

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    • Manfred

      22. Juni 2016

      Ich las mal folgendes. Es war wieder zu einer Zeit, dass Bomben fielen und Raketen flogen. Trotzdem besuchte der Schreiber Israel. Er wurde am Flughafen vom Polizisten (?) gefragt, warum er in diesen Zeiten Israel besuchen wollte. Und er antwortete: Freunde halten in guten und in schlechten Tagen zusammen. Der Polizist ging mit Tränen in den Augen weg…

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  • 18. Februar 2016

    tel aviv muss wirklich eine beeindruckende stadt sein. die sonneuntergangsstrandbilder sind traumhaft schön.

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