Sofia Reisebericht

Unser Sofia-Reisebericht geht der Frage nach: Kann die bulgarische Hauptstadt Berlin? Denn auf der Suche nach der nächsten Hype-Stadt fällt hier und da auch der Name Sofia. Als Berliner betrachten wir Sofia in unserem Reisebericht entsprechend mit anderen Augen. Ob Bulgariens Kapitale dem Vergleich mit der Spreemetropole standhalten kann? Geschrieben von Marc.

Sofia: „A schas Stadt“?

Berlin polarisiert: Die einen – natürlich auch viele Berliner:innen selbst – hypen die ach so kreative Techno-Metropole und Startup-Kapitale seit Jahren. Und werden es wohl auch immer tun. Die anderen können Berlin wenig abgewinnen. Laut, dreckig, hässlich: Für diese Einschätzung musst du nicht einmal aus Hamburg oder München kommen.

In den Gesprächen, die wir bislang über Sofia führten, gab es dagegen bisher nur eine Meinung über die Stadt. Nur zwei Beispiele: Unserem Hostelbetreiber in ↠ Belgrad fiel fast die Kinnlade runter, als wir meinten, dass unser nächstes Ziel Sofia sei. Das Nachtleben dort sei fade, und die girls noch mehr. Was uns allerdings glücklicherweise herzlich egal ist. Und einem bayerischen Backpacker in ↠ Skopje fiel zu Sofia nur ein: „DES is a schas Stadt!“ – Nicht allzu gute Voraussetzungen also für unseren Sofia-Reisebericht.

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Eines der beliebtesten Fotomotive in Sofia ist da Chupa-Chups-Gebäude im Stadtzentrum.

Sofia-Reiseberichte: Eine Stadt im Aufbruch

Schauen wir uns in den Weiten des Internets um, stoßen wir durchaus auch auf andere Meinungen. Im Juni 2015 stellte etwa die ↠ dpa die Frage, wohin die Hipster:innen wohl als Nächstes ziehen würden. Auch der Name Sofia fällt. Schon ein Jahr zuvor veröffentlichte ebenfalls die dpa eine Kurznotiz zur ↠ „Szene-Metropole“ Sofia.

Auch Katrin von ↠ viel unterwegs spricht von Sofia als spannendem und überraschendem Geheimtipp, bezieht sich dabei auch auf die Streetart in Zar-Schischman-Straße. Kami von ↠ mywanderlust.pl titelt schon in der Überschrift: „The city that can be a new Berlin!“ – Natürlich finden auch regelmäßige Startup-Weeks in Sofia statt. Der ↠ Deutschlandfunk spricht gar vom „Silicon Valley der Frauen“. Also doch alles ganz hip und cool?

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Hipper, cooler, Sofia? Wir nehmen dich mit auf Reise in die bulgarische Hauptstadt.

Sofia, die große Unbekannte

Grund genug, uns endlich eine eigene Meinung über Sofia zu bilden. Auch wenn unser erster Besuch in der 1,2 Millionen Einwohner:innen zählenden Metropole ein reines Zufallsprodukt war: Auf unserer ersten ↠ Balkan-Reise konnten wir Sofia nämlich nur deshalb besuchen, weil wir auf unserem Weg von ↠ Krakau nach ↠ Thessaloníki selbst als Langsamreisende ziemlich schnell vorankamen.

Dementsprechend konnten wir nach Budapest und Belgrad eine weitere Stadt auf dem Balkan ansteuern. Eine, die wir zuvor nicht auf dem Zettel hatten. Da Sofia praktischerweise im Zug sowohl von Belgrad als auch von unserer nächsten anvisierten Station Skopje aus erreichbar ist, fiel die Wahl eben auf die größte Stadt Bulgariens, über die wir bis dato rein gar nichts wussten. Doch das sollte sich nun ändern.

Sofia Reisebericht
Wenn du des Kyrillischen mächtig bist, bist du in Sofia klar im Vorteil.

Am „Frauenmarkt“ von Sofia

Sofia erreichten wir folglich mit dem ↠ Nachtzug ab Belgrad, und zwar am frühen Morgen. Wie mittlerweile schon üblich buchten wir uns dank WiFi in einem amerikanischen Fast-Food-Restaurant im Hauptbahnhof ein Zimmer zwischen Hauptbahnhof und Stadtzentrum.

Von unserer Unterkunft fielen wir quasi direkt in den Schenski Pazar, der sich inmitten eines eher authentisch wirkenden Sofia befindet. Auf dem „Frauenmarkt“ auf dem Stefan-Stambolow-Boulevard kannst du wochentags Obst, Gemüse, Käse, Wurst, orientalisches Gebäck sowie Textilien einkaufen. Ursprünglich wurden die Stände allesamt von Frauen betrieben, während du heute natürlich auch Männer unter den Verkäufer:innen antriffst.

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Der „Frauenmarkt“ Schenski Pasar, hier festgehalten an einem ruhigeren Sonntag.
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Die Gegend rund um den „Frauenmarkt“ kommt und fast schon ein bisschen urig und hip daher. Aber auch nur fast.

Sofia, wo ist das Wasser?

Zwei Dinge fielen uns in Sofia sofort auf: Zum einen fehlt der Stadt im Zentrum ein richtiges „Gewässer“ – nach Krakau, Belgrad und vor allem natürlich ↠ Budapest ein Novum auf unserer Reise. Das mag etwas dümmlich klingen, doch ohne gemächlich dahinfließendes Wasser fehlte uns in Sofia etwas: Flüsse laden zum Flanieren und abendlichen Chillen ein, bieten oft wunderbare Stadtpanoramen. Über etwas Vergleichbares verfügt Sofia nicht. Aber gut, muss es ja auch nicht.

Zum anderen ist Sofia die einzige europäische Hauptstadt, die in unmittelbarer Nähe eines Gebirgsmassivs von über 2.000 Metern Höhe liegt. Angestachelt von unserer abenteuerlichen ↠ Wanderung in der Hohen Tatra einige Tage zuvor schnappten wir uns daher ein – übrigens sehr günstiges – Taxi und ließen uns zum Simeonowo-Lift am Stadtrand fahren, wo es schließlich hoch hinaus gehen sollte.

Mehr über unseren Ausflug ins ↠ Witoscha-Gebirge bei Sofia erfährst du in einem eigenen Artikel.

Witoscha-Gebirge Sofia
Der Simeonowo-Lift am Stadtrand von Sofia bringt dich in die luftigen Höhen des Witoscha-Gebirges.

Sofias Dreieck der Toleranz

Vom Witoscha aus machten wir uns schließlich per Lift und abermals im Taxi auf den Weg zum Wahrzeichen von Bulgariens Sofias, der ↠ Alexander-Newski-Kathedrale, an der wir unsere Erkundungen starteten. Die 1912 fertiggestellte bulgarisch-orthodoxe Kirche ist Sitz des bulgarischen Patriarchen und in der Tat sehenswert – gerade auch wegen ihres bescheidenen, mystisch anmutenden Inneren.

Interessant: In unmittelbarer Nähe befinden sich mit der ↠ Banja-Baschi-Moschee sowie der ↠ Sofioter Synagoge im sogenannten „Dreieck der Toleranz“ zwei weitere Gotteshäuser anderer Religionen, die die abwechslungsreiche Geschichte Sofias zwischen Orient und Okzident widerspiegeln.

Markthalle und Witoscha-Boulevard

Nach einem beinahe zu prall gefüllten „Schafskäse-Kassler-Wrap“ aus der quirligen Zentralen Markthalle nebenan – die eher für den alltäglichen Lebensmitteleinkauf lohnt – begaben wir uns in die in diversen Blogs und Reiseführern als lebendig und hip angepriesenen Gegenden von Sofia. Eines vorneweg: Allzu lebendig und vor allem hip ging es – zumindest während unseres ersten Aufenthalts – nirgendwo in Sofia zu.

Ein Bummel auf dem ↠ Witoscha-Boulevard mit Blick auf das gleichnamige Gebirge am Horizont hat sicher seinen Reiz. Auch sind die Restaurants und Bars stets gut gefüllt. Gerade am Abend macht es Spaß, dem Treiben auf einem Barhocker sitzend zuzuschauen. Doch es fehlt dem Boulevard zumindest oberflächlich an Charme und Esprit, was auch an den immer gleichen italienischen Restaurants liegt. Kurzum: Der Witoscha-Boulevard ist eine dieser Flaniermeilen, die man schon hundertmal gesehen zu haben glaubt.

Zar-Schischman-Straße: Hip kann jeder

Anschließend versuchten wir unser Glück in der angeblich so hippen Zar-Schischman-Straße. Auf einigen Internetseiten beinahe als Streetart-Mekka angepriesen, geriet dieses Stadtgebiet auf unserem Sofia-Besuch eher zum Ärgernis. Auch wenn die Nachfrage nach solchen Orten ungebremst scheint: Es kann doch nicht Aufgabe und Intention von Reise-Webseiten sein, jeden „Kiez“ mit einem Hauch von Streetart als alternatives Szeneviertel darzustellen?

Natürlich: Es gibt sie, die besprühten Tore und Rolladen. Es gibt sie, die bemalten Stromkästen. Es gibt sicherlich auch das eine oder andere schicke vegane Lokal am Puls der Zeit. Aber macht das alleine schon einen Szenekiez, eine Szenestadt aus? Wenn das so einfach wäre, dann könnte ich auch mein Heimatdorf in Sachsen hier als Trend-Metropole darstellen. Inklusive hippem Ritt auf der Kuh Erna und trölf Absackern in der urigen Dorfkneipe. Vegan gibt es da auch, wenn die Wirtin Salzstangen und Erdnüsse rausstellt. Alles eine Frage der Verpackung.

Sofia, wir verabschieden uns

Von nun an machten wir beide uns nur noch darüber lustig, dass Sofia einigen als nächstes Berlin gilt. Belgrad – und selbst das touristische Budapest – konnten in diesem Vergleich bei Weitem besser mithalten. Wenn denn ein Wettstreit dieser Art überhaupt Sinn macht. Am Ende hat schließlich jede Stadt ihre eigenen Eigenheiten und Geheimnisse. Berlin ist genauso wenig out wie New York oder London es jemals sein werden. Und Sofia hat es vielleicht auch gar nicht nötig, dem nachzueifern.

Selbstverständlich gibt es immer mehrere Meinungen, wenn es um Städtereiseziele geht. Zu Sofia gibt es sie auch, selbst wenn beispielsweise die Wahlhamburger Anita und Ronny von ↠ milchblau unsere Einschätzung zur Zar-Schischman-Straße teilen. Natürlich haben wir bei Weitem nicht Alles von Sofia gesehen, haben nicht in der Stadt gelebt, um final zu urteilen. Dennoch: Alles, was in Berlin inzwischen als Szenekiez gilt oder jemals gegolten hat, versprüht für uns mehr alternativen Flair als die bulgarische Hauptstadt.

Sofia Reisebericht
Streetart in Sofia: Allzu viel Liebesgefühle entwickelten wir während unseres Ausflugs in die bulgarische Hauptstadt allerdings nicht.

Das Fazit zum Sofia-Reisebericht: Mach dir dein eigenes Bild von Bulgariens Kapitale, und achte nicht zu sehr darauf, was im Netz geschrieben wird. In unserem Falle haben uns die Beschreibungen anderer eher daran gehindert, ein eigenes Bild von Sofia zu bekommen. Der Vergleich mit Berlin war in unseren Köpfen zu präsent. Konntest du Sofia bereits besichtigen? Dann teile uns gerne deine Meinung über die Stadt in den Kommentaren mit.

Reisen um zu reisen!
John & Marc

Sofia Reisebericht

Comments:

  • Valentin

    22/09/2019

    Danke für diesen guten Bericht, der sich tatsächlich mit meinem Erleben der Stadt gedeckt hat. Mir gelang es auch nicht, so recht „warm“ zu werden innerhalb der Tage, die ich hier verbracht habe. Das Nationale Historische Museum fand ich aber ganz toll und man kann sicher tolle Ausflüge von Sofia machen – etwa zum Kloster Rila. (Dieses Mal hat das zeitlich bei mir nicht hin gehauen)

    Was ich nicht so ganz nachvollziehen kann, sind die ganzen Kommentare hier, die sich beschweren, dass ein Blog hier offensichtlich ein ehrliches, persönliches Bild vermittelt. Das ist meinem Verständnis nach eigentlich genau der Zweck eines Blogs – zumindest eines guten. Wenn ich Friede-Freude-alles-ist-super will, kann ich ja Reisereklame lesen 😉

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  • Calian

    09/03/2019

    Wie schade, dass dieser Bericht einer der einzigen ist, die man im Internet über Sofia findet. Wer die Stadt unbedingt mit Berlin vergleichen will, kann nur scheitern. In meinen vier Tagen in der bulgarischen Hauptstadt habe ich mich in diese widersprüchliche, spannende Stadt verliebt. Ich kann jedem raten, sich von diesem voreingenommenen und einseitigen Blick auf Sofia nicht beeinflussen zu lassen und der Stadt eine Chance zu geben. Mich hat sie verzaubert.

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    • Buffi14

      10/03/2019

      Genau meine Meinung : ich bin total begeistert von der wunderbaren Stadt mit den entspannt, freundlichen Menschen, vielen Parks und sehr alter Kultur. Wer Sofía noch nicht erlebt hat, hat etwas verpasst.
      Schade, dass euer Reisebericht so negativ ist. Wer möchte schon überall Berlin wiederfinden. Das wör mir zu langweilig, wenn jede Stadt wie Berlin sein sollte. Ich möchte neues entdecken. Wer die Berge sieht, kann auf einen Fluss verzichten😂.

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  • Gotham

    27/02/2019

    Ein wirklich hochnäsiger und arroganter Blick auf Sofia. Letztlich konnte ich diesen Bericht spätestens ab dem Moment nicht mehr ernst nehmen, als die Autoren Berlin über London gestellt haben…hahaha…C´mon, guys…really?? Fahrt besser nicht nach NYC…Euer Berlin-Bild könnte nachhaltig Schaden nehmen. Zugezogene „Berliner“ wollen der Welt erklären, wie wahnsinnig cool Berlin und sie selbst sind und das auf Kosten einer Stadt, die historisch und aufgrund der Lage nicht im Ansatz mit Berlin zu vergleichen ist.
    Berlin ist ne coole und tolle Stadt, trotz dem ganzen Hipster-Volk und nicht wegen denen. Aber alleine dieser Bericht macht mir Sofia noch sympathischer und bestätigt das Klischee des zugewanderten „Berlin-Hipsters“. Aber in Eurem sächsischen Kuhdorf seid ihr bestimmt ne große Nummer…muahahaha

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  • Heiner

    18/12/2018

    Mit Verlaub, liebe Leute, aber ich habe euch stark im Verdacht, mit ausgeprägtem Tunnelblick unterwegs zu sein. Ich stimme schon zu, Sofia ist so wenig wie Budapest oder auch Tirana eine Stadt, die in diesem Sinne mit dem mithalten kann, was gerne als „hip“ bezeichnet wird. Aber: Ist das ein Kriterium? Sucht ihr nach Kreuzkölln in Bulgarien? Habt ihr irgendwas von Land und Leuten und deren Geschichten mitbekommen? Von den Konflikten, die das Land seit fast 30 Jahren prägen?

    Allein wenn ihr vom „Schafskäse-Kassler-Wrap“ erzählt, wo es sich vermutlich um Baniza/Börek handelt, wird deutlich, aus welcher Perspektive hier geschrieben wird. Wenn es nicht den eigenen, sehr fragwürdigen Konsum- und Convenience-Mustern entspricht, dann ist es falsch. Euer Text legt nahe, ihr wärt nach Sofia gereist, um die Stadt auf ihre Ähnlichkeit zu Berlin zu überprüfen.

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  • 10/08/2018

    Ihr habt einfach nicht den bulgarischen Vibe gespürt, denke ich. :–( Grundsätzlich mag ich auch auf Reisen Hipster–Infrastruktur, aber in der Form, wie sie in Berlin zu erleben ist, ist es vielleicht auch schon „too much“ (diese genervt–arrogante Attitüde). Als regelmäßiger Berlin–Besucher glaube ich auch nicht, dass Berlin dem Vergleich zu zeitlosen Metropolen wie New York oder London (auch nur annähernd) standhält.

    Bulgarien bietet eine fantastische Küche für sehr kleines Geld, sehr nette Leute, vielleicht keine Masse an 08/15–Sights, dafür aber etwas (noch!) Eigenes.

    Die Frage ist, ob das Reisen dem Zwecke dient, im Prinzip nur das immer Gleiche zu sehen (ein Bisschen wie z.B. bei „Off the Path“, wo der Content zwar hübsch ist, sich aber stets zu 100% exakt „On the path“ bewegt, bzw. „On the highway“ ;–)).

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  • Dave

    22/12/2016

    Dieser „Reisebericht“ wirkt auf mich leider arrogant. Ich kenne Sofia sehr gut und ein so kurzer und offensichtlich sehr oberflächlicher Abstecher wird dieser Stadt absolut nicht gerecht. Wie einer der Kommentatoren bereits geschrieben hat offenbart sich Sofias Reiz erst auf den zweiten Blick. Dafür gibt es aber umso mehr zu entdecken (wenn man es denn auch wirklich möchte und einen Blick dafür hat), und die Stadt ist lange nicht so ausgelutscht wie die ewig gleichen Städtedestinationen, die jeder Pseudoreiseblogger meint durchkauen zu müssen. Und dass der Stadt ein fliessendes Gewässer fehlt hätte man bei entsprechender Recherche vorab wissen können.

    1ThingToDo? Und Tschüss!

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  • Manu

    01/09/2016

    Ich bin im Oktober das erste Mal in Sofia und zwar für ein Wochenende. Bin schon sehr gespannt!

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  • Ramonzki

    05/01/2016

    Sofia präsentiert ihre Schönheit leider bzw. zum Glück nicht auf dem silbernen Tablett, sie lässt sich entdecken (vorausgesetzt man bringt ein bisschen Zeit mit) und überlässt ihre Schönheit unabhängig irgendwelcher „Hipsein“-Zwängen ganz dem Auge des Betrachters – und genau das macht sie meiner Meinung nach letztendlich so aufregend und irgendwie auch wieder „hip“. 🙂

    Falls es euch doch nochmal nach Sofia verschlagen sollte, schaut euch die heißen Quellen mitten in der Stadt an. (eine Brunnenanlage mit heißem Wasser frisch aus den Bergen, viele Sofioter füllen sich da sogar ihre Trinkkanister auf), Boyana Church (Weltkulturerbe, bisschen außerhalb der Stadt, mit wunderschöner Deckenbemalung), die Sophienkirche mit Museum (veranschaulicht gut die wechselvolle Geschichte der Stadt), fährt mit der Straßenbahn Linie 10 ein Stück durch den Stadtwald oder beobachtet die Skater, Zeichner und Spaziergänger auf dem Platz vor der Uni. Zum übernachten empfiehlt sich für Backpacker das Hostel Mostel oder der Art Club. (letzteres ist gleichzeitig ne Bar und hat am Abend häufig gute Konzerte). Außerdem zum Weggehen abends „The Apartment“ oder die Hambara-Bar. Für die kulturschockmutigen gerne auch „STudentski Grad“ (das Studentenviertel) – stellt euch auf viele fette Fake-Goldkettchen ein und schaut euch zur Vorbereitung vielleicht noch ein YouTube Video zu „Chalga“ (Bulgarische Popmusik) an. Mit ein bisschen Toleranz gegenüber billig Bling Bling Kultur, kann man da sehr witzige Abende verbringen. 🙂 Gediegen Kuchenessen lässt sich’s gut in der Vila Rosiche, ansonsten einfach mal am Straßenrand ne Pizza mit Ketchup und Mayo kosten. (klingt ekliger als es ist :P)

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  • 04/11/2015

    jaja, hip kann jeder – so kommt es einem tatsächlich vor. lädt nicht unbedingt zu einem besuch ein 😀

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  • 04/11/2015

    Hach, herrlich geschrieben! Vor allem der Abschnitt „Hip kann Jeder“ 🙂

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  • Sven Illert

    03/11/2015

    Bei dem Satz mit den Erdnüssen und den Salzstangen musste ich herzhaft lachen! Ansonsten Teile ich die Meinung über das Hipster-, Street-Art-Möchtegern-Gehabe, schöner Artikel!

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  • 03/11/2015

    Mal wieder sehr interessant eure Einblick in eine weitere Stadt, in der ich noch nie war – wenigstens kannte ich hier den Namen 😉 Habe sehr gelacht über eure Zeilen bzgl. Hip-Sein. Ich finde auch, daß da weit mehr dazu gehört als ein paar Kästen mit Graffiti zu besprühen.. Liebe Grüsse, Heike

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  • ReiseSpeisen

    03/11/2015

    Ich habe zwei Monate in Sofia gewohnt und stimme zu, eine hippe Szenestadt ist es nicht. Ich denke aber, es steckt viel Potenzial drin und es gibt auch jetzt sehr coole Orte (die ich leider erst sehr spät entdeckt habe). Bin gespannt, ob und was aus der Stadt wird. Danke für den Artikel! 🙂

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    • ReiseSpeisen

      07/11/2015

      Im Studentenviertel war ich nur an einem Abend und kann leider nicht viel dazu sagen. Imbiss-Buden ohne Ende und ein 24-h-Supermarkt direkt neben den Party-Locations, Das hat bei langen Nächten durchaus Vorteile. Ansonsten ist das definitiv keine Traum-Wohngegend.

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  • 03/11/2015

    Decathlon- und Nescafé-Werbung auf der Berghütte. Tja. Schön euer Satz mit den Erdnüssen!

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