Hohe Tatra Wandern: Panikattacke am Rysy

Eine Wanderung in der Hohen Tatra war als Zwischenstation auf unserem Trip von Krakau nach Thessaloníki fest in unseren Köpfen verankert. Nach einem entspannten Wochenende in Polens heimlicher Hauptstadt sollte im kleinsten Hochgebirge der Welt etwas Action folgen. Wobei „etwas“ im Falle des folgenden Hohe Tatra Reiseberichts untertrieben ist. Denn beim Wandern in der Hohen Tatra stießen wir rund um den Rysy an unsere persönlichen Grenzen. Geschrieben von John.

Hohe Tatra Wandern Rysy

Wandern Hohe Tatra: Auf dem Weg zum 2.503 Meter hohen Rysy ging es für uns mit Sack und Pack in luftige Höhen.

Hohe Tatra Wandern: Den Rysy als Ziel

Unser Reisebericht aus der Hohen Tatra beginnt in Zakopane. Nach dreistündiger Fahrt mit dem Bus aus Krakau und einer gefühlten Komplett-Durchquerung des 30.000 Einwohner zählenden Städtchens zu Fuß gelangen wir ans südliche Ende von Zakopane. Ländliche Häuschen prägen das Bild. Unsere Privatpension grenzt direkt an eine kleine Viehweide, an welche wiederum schon die Hänge der Hohen Tatra anschließen.

Angekommen stellen wir allerdings fest, dass die polnische Familie gar nicht mit uns rechnete. Offensichtlich war uns bei der Buchung ein Fehler unterlaufen. Wir versuchen uns gegenseitig in einer polnisch-englisch-deutschen Hand-und Fußsprache die Situation zu erklären, ohne dass die beiden Frauen wirklich gut Englisch oder Deutsch und wir wiederum kaum ein Wort Polnisch sprechen.

Hohe Tatra Wandern Rysy

Vorm Wandern in der Hohen Tatra nächtigen wir in dieser Straße. Im Hintergrund werden die ersten Gipfel sichtbar, der Rysy wiederum versteckt sich noch.

Ein Versehen in Zakopane

Schließlich einigen wir uns alle darauf, dass das Ganze hier scheinbar ein Versehen ist. Wir können aber spontan bei der „Babuschka“ im Vorderhaus übernachten – und im Grunde sind wir nach all den Diskussionen einfach nur dankbar, einen Schlafplatz zu bekommen. Nach gutem Essen in einer Gaststube in der Nachbarschaft geht es zeitig ins Bett. Denn am nächsten Tag wartet die Besteigung des Rysy, seinerseits höchster Berg Polens, auf uns.

Der Wecker klingelt schließlich um acht Uhr in der Früh. Nach morgendlicher Hygiene sowie einer kurzen Betrachtung des tollen Bergpanoramas verabschieden wir uns von unserer Gastgeberin und begeben uns in Richtung Innenstadt. Auf dem Weg ins Zentrum von Zakopane suchen wir zuerst einen Supermarkt, in dem wir uns mit genügend Trinken und Proviant zum Wandern in der Hohen Tatra eindecken.

Zakopane Wandern Hohe Tatra

Polnische Nationalküche: Ein Teller voller schmackhafter Pierogi mit Schmand.

Auf zum Rysy: Menschen über Menschen

In der Hoffnung, einen Bus zum Palenica Białczańska zu finden, einem Parkplatz nicht weit entfernt von den ersten Gipfeln der Hohen Tatra, erreichen wir den Stadtkern. Der Parkplatz soll den Startpunkt unseres Abenteuers rund um den Rysy markieren. Zu unserer Überraschung fährt vom Bahnhof aus alle paar Minuten ein Kleinbus zu eben diesem Parkplatz – und so ist zumindest die erste Hürde gen Rysy schnell gemeistert.

Bezahlt wird die Busfahrt bei der Ankunft, mit zehn Złoty pro Person – also etwa 2,40 Euro – ist sie durchaus erschwinglich. Am Parkplatz angekommen, macht sich der Fünf-Minuten-Takt des Busverkehrs allerdings schnell bemerkbar: Offensichtlich scheint der Ausflug zum Morskie Oko (auf Deutsch „Meerauge“) am Fuße des Rysy ein sehr beliebtes Ziel zu sein. Und so kommen in uns erste Bedenken auf, ob das Wandern in der Hohen Tatra eine ähnlich massentouristische Angelegenheit werden sollte.

Hohe Tatra Wandern Rysy

Die ersten Gipfel der Hohen Tatra zeigen sich bereits in unmittelbarer Nähe des besagten Parkplatzes.

Etappenziel 1: Morskie Oko

Am Parkplatz befindet sich auch der „Eingang“ zum Nationalpark Hohe Tatra, sodass unser eigentlicher Reisebericht über das Wandern in der Hohen Tatra nun beginnen kann. Der Eintritt in den Nationalpark kostet zu unserer Überraschung etwas Eintritt. Wenig ärmer folgen wir dem Pilgerstrom in Richtung Morskie Oko.

Vor Ort angekommen, erwartet uns ein wunderschönes Panorama aus dem türkisblau gefärbten Bergsee, den Gipfeln der Hohen Tatra und einer überwältigenden alpinen Flora. Am Morskie Oko befindet sich auch eine Hütte, in welcher wir eine aufputschende Cola trinken, bevor der anstrengendere Part der Wanderung zum Rysy beginnt – und wir die ganz großen Menschenmassen hinter uns lassen.

Morskie Oko Hohe Tatra

Das erste Ziel unserer Wanderung in der Hohen Tatra: der Bergsee Morskie Oko.

Hohe Tatra Wandern Rysy

Der Morskie Oko vom Czarny Staw pod Rysami aus gesehen, dem zweiten Bergsee zu Fuße des Rysy.

Etappenziel 2: Czarny Staw pod Rysami

Einmal um den halben See gelaufen folgt nun ein kurzer, aber intensiver Anstieg zum Czarny Staw pod Rysami (auf Deutsch etwa „Schwarzer Teich am Rysy“), einem weiteren Bergsee. Auch diesen Marsch muten sich noch relativ viele Wanderer zu. Dennoch begleiten uns nun deutlich weniger Wanderfreunde als am Anfang, was angesichts des zunehmenden Schwierigkeitsgrades kaum verwundert.

Nach dieser ersten größeren Anstrengung entscheiden wir uns für eine neuerliche Stärkung. Die Aussicht ist schon jetzt grandios. Während des Verweilens am Schwarzen Teich beobachten wir die einzelnen Gipfel und suchen nach dem Weg zur Spitze des Rysy. Zum letzten Mal fordert uns das Massiv von unten auf es zu bezwingen. Es beginnt die für uns beide bis dato anstrengendste Wanderung unseres Lebens.

Hohe Tatra Czarny Staw pod Rysmy

Ein Infinity-Pool? Blick auf den Czarny Staw pod Rysami, unser zweiter Bergsee beim Wandern in der Hohen Tatra.

Hohe Tatra Wandern Rysy

Es blieben noch drei Stunden und zwanzig Minuten, bis wir schließlich den Gipfel des Rysy erreichen sollten.

Hohe Tatra Wandern Rysy

Farbenspiel am Czarny Staw pod Rysmi: Vor dem langen, letzen Anstieg in Richtung Rysy hielten wir hier noch einmal Rast.

Etappenziel 3: Auf ins Nichts rund um den Rysy

Der Weg ist steinig – sehr steinig – und schwer – sehr schwer. Im Grunde laufen wir fast die komplette Zeit über ein Geröllfeld, wobei „laufen“ doch sehr euphemistisch ausgedrückt ist. Der Anstieg hinauf zum Rysy gestaltet sich von nun an sehr steil. Andauernd müssen wir eine Pause einlegen, um durchzuatmen.

Auf rund 2.000 Metern Höhe erreichen wir schließlich ein kleines Plateau am Fuße des Rysy. Und als ob der etwa fünfstündige Marsch bisher nicht schon genug anstrengende Stellen aufwies, kommen wir nun zum wohl härtesten Part der Route: Immer wieder sind die vorhandenen Ketten nötig, um uns über die steiler und steiler werdenden Felsen zu ziehen. Teilweise mit dem Abgrund im Nacken nähern wir uns dabei allmählich der dichten Wolkendecke.

Hohe Tatra Wandern Rysy

Zur Besteigung des Rysy sind mitunter Sicherungsketten nötig. Diese stellen jedoch meistens keine allzu große Herausforderung dar.

Hohe Tatra Wandern Rysy

Stück für stück nähern wir uns der Wolkendecke rund um den Rysy in der Hohen Tatra.

Wandern Hohe Tatra: Auf dem Gipfel des Rysy

Es wird spürbar kälter und einsamer um uns. Trotz erheblicher Transpiration empfinden wir es ab jetzt für klüger, unsere Jacken an zu lassen. Und so befeuchten uns von innen unsere Körper und von außen der Wolkendunst. Einer der letzten uns entgegenkommenden Bergsteiger, ein Pole etwa in unserem Alter, gibt auf Nachfrage, wie weit es denn noch sei, die erlösende Antwort: „One hundred metres!“ – Gemeint sind natürlich die Höhenmeter. Doch ob der extremen Steigung wird uns klar: Der Gipfel naht. Mit letzter Motivation und letzten Kräften klettern wir dem Ziel entgegen.

Nach kurzer Zeit erreichen wir den ersten Gipfel des Rysy. Mittlerweile ist es 18 Uhr. Die Wolke, in der wir fest hängen, verbietet jegliche Sicht, die über zehn Meter hinausgeht. Die Atmosphäre ist gespenstig. Vorher lasen wir im Internet, dass der Gipfel des Rysy stets gut besucht sei. Doch nun sind wir ganz allein auf 2.473 Metern Höhe, umgeben von einem grauen Schleier und einer selten erlebten, unfassbaren Stille. Kurze Zeit später kommen ein („Rysy-erfahrener“) Vater und seine sehr, sehr junge Tochter hinzu. Das Mädchen ist vielleicht zwischen sechs und acht Jahren alt und verdient unseren größten Respekt, diese Tour mitzumachen.

Hohe Tatra Wandern Rysy

Der Abgrund ins Nichts: Wandern in der Hohen Tatra von seiner gruseligen Seite.

Wandern Rysy: Eine wahre Grenzerfahrung

Kurz vor dem Ziel erleben wir den wohl brenzligsten Moment beim Wandern in der Hohen Tatra: Der Wechsel vom kleineren Südostgipfel auf den höchsten Gipfel des Rysy verlangt die Überquerung eines super schmalen Passes, an dem es auf der rechten Seite direkt in den Abgrund geht, während auf der linken Seite ein Felsen mit Ketten zum Festhalten die einzige Option zur Überquerung dieses Passes bietet.

Der Vater und das Mädchen sind nun vor uns. Doch plötzlich jedoch fing das Mädchen an zu weinen, was ich in genau diesem Moment mehr als verstehen kann. Auch mit mir gehen de Gefühle in diesem Moment durch, doch nach wenigen Minuten erreichen wir endlich den mit 2.503 Höhenmetern höchsten Gipfel des Rysy. Und stehen somit gleichzeitig auf der polnisch-slowakischen Grenze.

Hohe Tatra Wandern Rysy

Der Gipfel des Rysy auf 2.503 Metern: Eine unwirkliche Umgebung.

Hohe Tatra Rysy Gipfel

Ein ziemlich ungewöhnlicher Grenzübergang: Auf dem Gipfel des Rysy verließen wir Polen in Richtung Slowakei.

Und plötzlich kein Weg

Der Vater verschwindet mit seiner Tochter schon nach wenigen Augenblicken wieder, was angesichts des unfassbar ekligen Wetters in Kombination mit dieser menschenfeindlichen Umgebung und der voran geschrittenen Uhrzeit allzu verständlich ist. Beide gehen jedoch den Weg zurück, über den auch wir den Rysy bestiegen hatten und steigen somit wieder über die polnische Seite herab. Ob sie noch im Hellen wieder am Morskie Oko ankommen?

Wir hingegen wollen „hinüber“ in die Slowakei: Unser Ziel ist die Schutzhütte Chata pod Rysmi, welche sich relativ nah am Gipfel befinden soll. Das Problem: Aufgrund des Nebels sehen wir auf der anderen Seite der Spitze keinen Weg und auch keine Wegmarkierungen mehr. Was in mir wiederum eine Panikattacke mittelgroßen Ausmaßes auslöst.

Hohe Tatra Wandern Rysy

Wie du siehst, ist unsere Wanderung in der Hohen Tatra nicht gerade von sommerlichem Wetter geprägt.

Hohe Tatra Wandern Rysy

Nebel und Geröll am Rysy – aber wo ist der Weg nach unten?

Kurz vor dem Zusammenbruch

Es ist kalt, es ist nass, es ist spät – und wir befinden uns auf einem 2.503 Meter hohen Berg, umgeben vom Abgrund. Kurz vor dem nervlichen Zusammenbruch schafft es Marc jedoch, mich noch einmal zu beruhigen: „Wir haben doch noch gar nicht richtig gesucht!“ – Letztlich finden wir beide doch noch den richtigen Weg. Irgendwie. Nach etwa 40-minütigem Abstieg taucht dann aus dem grauen Schleier die besagte Schutzhütte auf.

In diesem Moment sind wir beide einfach nur noch froh, an unserem Ziel angekommen zu sein. Nach der letzten, gespenstig anmutenden Stunde, betreten wir mit völlig durchnässten Haaren und kalten, tauben Händen diese wundervolle warme Stube, in der es so herrlich nach Kamin riecht. Nichts Besseres hätte uns in jenem Moment passieren können. Im Nu kippen wir beide jeweils eine Tasse heißen Glühwein in uns hinein.

Chata pod Rysymi Hohe Tatra

Auf 2.250 Höhenmetern erreichen wir endlich die Hütte Chata pod Rysmi.

Halušky und Glühwein

Zuvor bekamen wir glücklicherweise das letzte freie Doppelstockbett im Schlafraum zugewiesen. Nach dem Glühwein wird uns zum Abendessen Halušky serviert, eine slowakische Form von Spätzle. Bei gemütlichem Kerzenlicht – unweit des Rysy gibt es keinen Strom – notieren wir in ein kleines Büchlein unsere ersten Erlebnisse beim Wandern in der Hohen Tatra.

Anschließend wollen wir eigentlich nur noch ins Bett, doch vorher auch noch mal auf den Topf. Da es auch kein fließendes Wasser auf 2.250 Metern Höhe gibt, bedeutet das: Raus auf das etwa hundert Meter entfernte Holz-Toilettenhäuschen! Nebel und Dunkelheit sorgen allerdings dafür, dass wir das Häuschen nirgends sehen können – und somit zu Wildpinklern mutieren. Angesichts der Tatsache, dass auch im Toilettenhäuschen alles einfach nur durch ein Loch nach unten plumpst – ja, am nächsten Morgen fanden wir es schließlich – sollte dies jedoch kein größeres Verbrechen darstellen.

Halusky Chata pod Rysmi

Halušky, die perfekte Stärkung nach diesen Anstrengungen! Hier serviert in der Chata pod Rysmi.

Hohe Tatra Wandern: Auf nach Štrbské Pleso

Gegen halb neun geht es für uns ins Bett. Man wird eben nicht jünger! Doch statt des erwarteten, babygleichen Schlafes wird die Nacht aufgrund geschlossener Fenster und stickiger, warmer Luft in einem Raum mit 18 Menschen gar nicht mal so angenehm. Da helfen selbst Glühwein und eine Hand voll Baldrianpillen wenig.

Sei’s drum: Nach der anstrengenden Besteigung des Rysy sollen wir auch diese Lapalien überleben. Am nächsten Morgen erwachen wir schließlich gegen halb sieben und verlassen die Hütte nach einem kleinen Frühstück, um uns bergabwärts auf den Weg in Richtung Štrbské Pleso zu machen. Auch der Abstieg hat landschaftlich noch einmal einiges zu bieten, ist in der Intensität des Weges jedoch sehr viel einfacher als der gestrige Aufstieg.

Hohe Tatra Chata pod Rysmi

Die Chata pod Rysmi am nächsten Morgen. Unseren Abstieg begannen wir in den frühen Morgenstunden.

Hohe Tatra Wandern Slowakei

Nach einem steinernen Meer endlich wieder Grünes. Wir hatten es uns verdient!

Hohe Tatra Slowakei Wandern

Grandiose Aussicht am Flüsschen Poprad. Generell entschädigte die Natur der Hohen Tatra für alle Mühen.

Ahoj, Slowakei!

Gerade zu Beginn des Absteigs haben wir zwar noch den Eindruck, wir wären irgendwo auf Grönland unterwegs. Doch mit abnehmender Höhenmeterzahl wird die Vegetation wieder üppiger. Im weiteren Verlauf der Wanderung kommen uns einige Lastenträger entgegen, die unglaublich voll bepackt alles Mögliche zur Hütte bringen, damit Abenteuerfreunde wie wir dort oben überhaupt Essen und Unterschlupf finden können.

Quasi im Vorbeigehen lernen wir auf diesem Weg unser erstes slowakisches Wort: Fast jeder entgegenkommende Wanderer begrüßt uns mit „Ahoj!“ (zu Deutsch: „Hallo!“). Nach circa vier Stunden kommen wir in Štrbské Pleso an – und beenden damit unseren Reisebericht aus der Hohen Tatra. Von der slowakischen Kleinstadt aus geht es für uns mit dem Zug weiter über Poprad und Košice im Osten der Slowakei, bevor wir schließlich in Budapest Einkehr halten.

Zu unserem

Zurück in die Zivilisation: Mit nur einem Klick gelangst du weiter zu unserem Reisebericht aus Košice.

Hohe Tatra Wandern: Unser 1 THING TO DO

Was? Eine Wanderung in der Hohen Tatra von Polen in die Slowakei inklusive Besteigung des Rysy.
Wo? Mit dem Kleinbus von Zakopane in Richtung Parkplatz und Eingang zum Nationalpark Hohe Tatra. Von hier aus zu Fuß hinauf zum Morskie Oko, zum Rysy und schließlich zur Begrhütte Chata pod Rysmi.  Der Abstieg folgt in Richtung Štrbské Pleso, von wo aus es – je nach Planung – mit dem Zug weiter nach Poprad geht.
Wie viel? Proviant, Busfahrt zum Palenica Białczańska, Eintritt in den Nationalpark, Essen und Unterkunft in der Chata pod Rysmi sowie und die Zugfahrt von Štrbské Pleso nach Poprad belaufen sich insgesamt circa 40 bis 50 Euro pro Person.
Warum? Eine Kombination aus unglaublich schöner Natur und das Erfahren eigener Grenzen machen diese Wanderung in der Hohen Tatra unvergesslich.

Du bist auf der Suche nach weiteren Orten für Abenteuer Europa? Dann empfehlen wir dir unser Projekt #GoEast, mit dem wir dich auf einen Trip durch die eher unbekannten Reiseziele in Osteuropa nehmen. Wanderfreunde finden dort unter anderem auch Berichte über unsere Abenteuer im montenegrinischen Durmitor-Nationalpark sowie in Kazbegi, Georgien – in beiden Ländern ging es für uns noch höher hinaus als rund um den Rysy.

Reisen um zu reisen!
John & Marc

Nach unserem Bericht zum Wandern in der Hohen Tatra möchtest auch du am Rysy deine Grenzen austesten? Dann freuen wir uns über deinen Pin auf Pinterest.

Hohe Tatra Wandern Rysy

32 Gedanken zu “Hohe Tatra Wandern: Panikattacke am Rysy”

  1. Dirk says:

    Vielen Dank für Euren Bericht!
    Ich habe hin und wieder mit Höhenangst zu kämpfen, zumindest, wenn es links und rechts steil bergab geht und es bis dahin nur 1-2 Meter sind.
    Denkt Ihr, dass man mit einer solchen Mentalität dennoch den Rysy hochgehen kann?
    Oder anders gefragt: War es mehr der Nebel und das steile „Bergauf“, das Euch zu schaffen gemacht hat, oder war es, dass es an den Seiten steil hinunter ging (oder beides 🙂 )?

    1. 1 THING TO DO says:

      Hallo Dirk,

      danke für deinen Kommentar! Die Wanderung liegt ja nun schon ein paar Jahre zurück und wir haben inzwischen vor allem in Georgien Wanderungen erlebt, die noch viel mehr Abenteuer beinhalteten. Daher ist alles relativ. Die Höhenangst war am Rysy unsererseits nichts das Problem, da wir dank Nebel bzw. Wolken nicht sehen konnten, wie steil es bergab ging. Daher können wir hierzu leider keine wirklich zuverlässige Aussage treffen. Das Bergauf war insbesondere in der Retrospektive unproblematisch, zumal wir mit unseren Zwölf-Kilo-Rucksäcken unterwegs waren.

      Wenn du von polnischer Seite den Rysy besteigst, dann gibt es kurz vor dem Gipfel aber definitiv eine Stelle, wo der Weg sehr, sehr schmal wird – allerdings bist du dort mit Ketten gesichert. Wie steil es bergab geht – keine Ahnung. Im Zweifel ist die Besteigung von slowakischer Seite aus weniger problematisch, was die Höhenangstgefahr betrifft. Dafür hast du von dort aus nicht die Sicht auf die beiden Seen.

      Fazit: Wenn du einigermaßen wandererfahren bist, dann sollte die Besteigung des Rysy in Sachen Höhenangst kein Problem darstellen.

      Liebe Grüße
      John & Marc

  2. Anna Franzen says:

    Hi Jungs,
    ihr seid ja verrückt, was eine Tour ihr da gemacht habt! 🙂 Aber dieses über sich hinauswachsen und eigene Grenzen überschreiten ist schon toll oder?

    Ganz lieben Dank für die Verlinkung zu meinem Zakopane-Beitrag. Ich kann jetzt nur vom Winter sprechen, aber die Stadt ist schon ein Träumchen! 🙂 Cool, dass ihr auch in Poprad und Kosice ward, vor allem Kosice hat mir total gefallen. Ich habe die Ostslowakei glücklicherweise dank eines Einheimischen kennengelernt und das war sehr schön!

    Eure Abenteuer lese ich wirklich sehr gerne, weiter so!
    Liebe Grüße
    Anna immer unterwegs

    1. 1 THING TO DO says:

      Danke dir, liebe Anna! 🙂 Es war natürlich eine wundervolle Erfahrung, an die wir ständig zurückdenken. Seitdem ist jede Wanderung ein Klacks gewesen (zumal wir mit 20 Kilo auf den Rücken wanderten), aber mal sehen, was da noch kommt… Liebe Grüße!

      1. akrauss20 says:

        Hey Jungs, echt coole Tour, die ihr da gemacht habt! Ich liebe die Hohe Tatra und war 2014 in Zakopane. Damals sind wir allerdings nur zum Czarny Staw pod Rysamy (aus Richtung Zakopane) gekommen. Jetzt im August, und da freue ich mich auch schon tierisch drauf, besteigen wir den Rysy , allerdings von der slowakischen Seite aus (hin sowie auch zurück). Ich hoffe wettertechnisch werden wir Glück haben, sodass wir die supergeile Aussicht auf das Morskie Oko lang und gut genießen können! Euren Block habe ich ebend erst entdeckt und werde noch ein wenig stöbern…
        macht’s gut!
        Ania

        1. 1 THING TO DO says:

          Danke dir, liebe Ania! Dann wünschen wir euch schon einmal eine schöne Zeit und bestes Wanderwetter! In der Nebelsuppe haben wir ja auf dem Gipfel rein gar nichts gesehen, aber dafür habt ihr vielleicht Glück. 🙂 Liebe Grüße!

  3. goldeneslichtimzimmer says:

    Das wäre nichts für mich. Ihr hättet mich an dem „Infinity-Pool“ zurücklassen können! 🙂 Aber ich bin begeistert, dass Ihr das gemacht habt! Respekt!

    1. 1 THING TO DO says:

      Haha, ja, normalerweise hätten wir dort auch umkehren sollen, da sich ein Wetterumschwung anbahnte, aber wir wollten eben rauf zur Hütte. 😉

  4. eltribi says:

    Sieht super aus 😀
    hat man den bei den Ketten keine Angst zu fallen?

    1. 1 THING TO DO says:

      Selbst wenn man Angst bekäme, muss man sich bewusst sein, dass es ohnehin kein zurück gibt. 🙂 Aber sie sind schon eine super Hilfe…

  5. Alexandra says:

    Toller Bericht und es hört sich wirklich nach einem lohnenswerten Wanderziel an.

    VG
    Alexandra

    1. 1 THING TO DO says:

      Danke dir und ja… können wir wärmstens empfehlen.

      Liebe Grüße!

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  7. Trackback: Outdoor Ziele in Europa – Die besten Tipps für Aktiv-Reisende - a daily travel matea daily travel mate
  8. Manu says:

    Wow, das sieht ja traumhaft aus! Da muss ich auch unbedingt mal hin!

    1. 1 THING TO DO says:

      Können wir nur empfehlen! Die Hohe Tatra im Allgemeinen verfügt auch über eine ganz gute Infrastruktur, da ist für jeden was dabei.

  9. The Tastemonials says:

    Toller Reisebericht, bei dem ich richtig mitfieberte, wie’s weitergeht. Zum Glück ist alles gut ausgegangen sonst müßte ich künftig womöglich auf eure spannenden Posts verzichten 😉 Liebe Grüsse, Heike

    1. 1 THING TO DO says:

      Danke dir und ein schönes Wochenende! 🙂

  10. Nat Worldwild says:

    Meine Güte.. ich hab ja regelrecht mitgezittert! Bei mir wäre es vermutlich nicht bei einer kleineren Panikattacke geblieben. 😉 Toll geschrieben! Was für ein Erlebnis!
    Liebe Grüße,
    Nathalie

    1. 1 THING TO DO says:

      Ich dachte tatsächlich auch kurz: „So, das war’s jetzt!“ Aber Marc blieb Gott sei Dank ganz cool in dieser dieser Situation und führte uns souverän zur Hütte. 🙂

  11. ilona says:

    ach ja, das erinnert mich an meinen Bericht über die Besteigung des Schneeberges, des höchsten Berges von Niederösterreich 😀
    Da dachten wir auch: Hurra, wir steigen auf einen Berg – und das ganze war doch wirklich anstrengend, ich entdeckte unterwegs, dass Höhen mich hysterisch werden lassen und beim Abstieg kamen wir in ein Gewitter.

    Aber hinterher ist man doch so unendlich stolz, was? 😉

    1. 1 THING TO DO says:

      Auf jeden Fall! Schon auf dem Gipfel ist man stolz, aber dann folgt ja meist der unangenehmere Abstieg. 😉

  12. markus ries says:

    Dass ich eure Berichte immer verschlinge brauch ich ja nicht mehr zu schreiben 😉 Abgesehen von der immer wieder schönen Art und Weise wie ihr schreibt… Diesmal finde ich das Foto vom „Morskie Oko“ besonders schön. Wie sich da Sonne und Wind auf der Wasseroberfläche treffen…

    1. 1 THING TO DO says:

      Danke dir! Da hatten wir auch echt Glück mit dem Licht. Ohne schöne Natur kein schönes Foto. 🙂 Liebe Grüße!

  13. suzy says:

    Was für ein spannender Reisebericht, danke! Die Situation im Nebel stelle ich mir sehr angsteinflößend vor, ich glaube da hätte ich kapituliert. Aber mit meiner Höhenangst hätte ich es wohl gar nicht soweit geschafft 🙂 Toll, dass Ihr durchgehalten habt!

    1. 1 THING TO DO says:

      Der Nebel hatte ja auch etwas Gutes: Man hat die Höhe nicht mehr ganz so krass wahrgenommen. 😀 Danke für’s Lob!

  14. prettynormalgirl says:

    Klingt echt wahnsinnig toll, aber ich kann mir auch vorstellen das so dichter Nebel so weit oben echt angsteinflößend ist! Trotzdem so ne Wanderung muss ich auch umbedingt mal machen 🙂
    Liebe Grüße
    Zoe von lifeofaprettynormalgirl.wordpress.com

    1. 1 THING TO DO says:

      Am Ende ist es gar nicht so schlimm, man muss nur Ruhe bewahren und den inneren Schweinehund austricksen. 😉 Liebe Grüße!

  15. Paleica says:

    also der erste teil des anstiegs gefällt mir richtig gut, wunderschön mit dem bergpanorama, alles ein traum! der weg nach oben hätte mir vermutlich einfach zuviel abverlangt ^.^ schön, dass ihr es heil geschafft habt!

    1. 1 THING TO DO says:

      Teil Zwei war dann bei allem Abenteuer auch ein bisschen „Augen zu und durch!“ – wir hatten ja auch dazu praktischerweise unsere Rucksäcke die ganze Zeit auf. 😉

  16. zeilentiger says:

    So dichter Nebel ist fies, und die stickige Hüttenluft mag ich auch nicht. Davon abgesehen: Stark! Da will ich auch hin!

    1. 1 THING TO DO says:

      Trotz ziemlicher Strapazen auch auf jeden Fall einen Ausflug wert! Die Landschaft ist einfach unbeschreiblich und macht alles wett. 😉

      1. zeilentiger says:

        Das glaube ich. Die Fotos sehen super aus. Gut, dass ihr euer Abenteuer heil überstanden habt. 😉

Wir freuen uns auf deine Gedanken zum Artikel!

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