Vajolet-Türme: Kletter-Eldorado in den Dolomiten

Gefühlt standen die Vajolet-Türme schon ewig auf Katharinas Wander-Wunschliste. Doch Zeit und Gelegenheit zur Erkundung der weltbekannten Dolomiten-Giganten waren während ihrer letzten Urlaube in Südtirol irgendwie immer zu knapp. Leider! Doch in diesem Sommer sollte es endlich so weit sein. Das Wetter war durchwachsen an jenem Juli-Tag. Der lohnenswerte Ausblick auf die sechs Türme entschädigte aber für alles. Ein Reisemoment von Katharina.

Vajolet-Türme Dolomiten

Die charakteristischen Vajolet-Türme sind Teil der Rosengartengruppe in den Dolomiten.

Die Vajolet-Türme im sagenumwobenen Rosengarten

Eingebettet im riesigen Rosengartenmassiv liegen die Vajolet-Türme, wie spitze Zacken ragen sie gen Himmel. Ihr Motiv gehört neben Schlern und Drei Zinnen zu den bekanntesten Dolomitenformationen. Wegen ihrer fast senkrechten Schroffheit sind sie ein wahres Klettereldorado und ziehen Sportkletterer weit über Südtirols Grenzen hinaus an.

Zu ihren Füßen thront auf einer Höhe von 2.621 Metern die Gartlhütte. Unser Ziel für diesen zum Glück sehr sonnigen Tag ist also klar. Meine Beine sind noch schwer von meiner Halbmarathon-Teilnahme am Vortag, doch was tut man nicht alles für einen gigantischen Dolomitenausblick.

Vajolet-Türme Dolomiten

Bis auf eine Höhe von 2.821 Metern erstrecken sich die Vajolet-Türme gen Himmel.

Durchs Vajolet-Tal und hinauf in die felsige Scharte

Aufsteigen wollen wir an diesem Tag durch das malerische Vajolet-Tal. Schon auf dem Weg zu unserem ersten Etappenziel, der Rifugio Gardeccia, bekommen wir eine Vorahnung, wie schön und atemberaubend unser heutiges Ziel werden würde. Auf diesen ersten Metern können wir immer wieder traumhafte Ausblicke auf den Rosengarten erhaschen. Schnell lassen wir die Rifugio Gardeccia hinter uns. Nun wartet das wunderschöne Vajolet-Tal auf uns. Links und rechts von uns ragen die ganze Zeit über schönste Gipfelspitzen auf, wir können uns kaum sattsehen.

Nach kurzer Pause auf der Preuss-Hütte, der kleinen Schwester der weltbekannten Vajolet-Hütte, geht es für uns auch direkt weiter. Gestärkt von Pasta und Strudel liegt nun der letzte und steilste Aufstieg durch die Scharte vor uns. Von unten sieht der Abschnitt abenteuerlicher aus als er tatsächlich ist, die heiklen Stellen sind zum Glück durch Seile gesichert. Auf den letzten Metern können wir schon die ersten Blicke auf die Türme erhaschen und erahnen, wie atemberaubend schön es oben sein muss. Begleitet werden wir an diesem Tag von zahlreichen Zurufen der Kletterer, die sich oben in den Türmen aufhalten. Hier und da kriege ich sie sogar direkt vor die Linse.

Vajolet-Türme Dolomiten

Die Schutzhütte Refugio Gardeccia im Herzen der Rosengartengruppe zählt insgesamt 43 Betten.

Vajolet-Türme Dolomiten

Tradition seit über 100 Jahren: Die Refugio Gardeccia wurde bereits Anfang des 20. Jahrhunderts errichtet.

Endlich oben angekommen

Oben an der Gartlhütte auf 2.621 Metern angekommen, bin ich völlig beeindruckt angesichts dieser schönen Szenerie. Zwar fehlt an diesem Juli-Tag der berühmte kleine See, im Sommer ist er häufig ausgetrocknet. Doch schön ist es auch so. Da sich in den letzten Stunden immer mehr Wolken vor die Sonne geschoben haben, bete ich insgeheim, dass sich die Wolken doch endlich verziehen mögen. Schließlich möchte ich freien und ungetrübten Blick auf die Türme genießen.

Doch schnell stelle ich fest, dass auch der Wechsel zwischen Sonne und Wolken einen ganz besonderen Charme hat. Einmal umgedreht und die Kamera aus dem Rucksack gegriffen, sieht die Umgebung schon wieder ganz anders aus. Nachdem wir noch ein wenig weiter nach oben wandern, um einen besser Blick auf Hütte und Türme zu bekommen, reißt es endlich auf. Die Sonne hat sich durchgesetzt – Petrus hat mein Flehen erhört.

Vajolet-Türme Dolomiten

Blick auf die Garthüttl zu Fuße der Vajolet-Türme.

Vajolet-Türme Dolomiten

Delagoturm, Stabelerturm und Winklerturm scheinen an der Gartlhütte zum Greifen nah.

Zum Abschluss sei erwähnt, dass ich unbedingt empfehle, rund um die Gartlhütte ein Päuschen einzulegen. Denn viel näher kommst du den Vajolet-Türmen nicht mehr, es sei du begibst dich in die Vertikale. Auch wir legten noch eine kurze Rast ein. Als schließlich alle Fotos gemacht waren, hieß es für uns wieder ab ins Tal. Du willst mehr erfahren über diese Wanderung? Dann schau doch mal auf meinem Blog Move Nature Shine vorbei, dort findest du auch viele weitere Fotos und eine genaue Wegbeschreibung.

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2 Gedanken zu “Vajolet-Türme: Kletter-Eldorado in den Dolomiten”

  1. Dorie says:

    Wow, dieser Berglandschaft ist doch immer wieder sehr beeindruckend 🙂 Ich sollte auch bald mal wieder in die Berge!
    Liebe Grüße
    Dorie von http://www.thedorie.com

    1. 1 THING TO DO says:

      Ein paar Tage in den Bergen sind nie eine schlechte Idee. 🙂

      Liebe Grüße zurück!
      John & Marc

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