Sary Mogul: Wie mir in Kirgisistan die Lust am Reisen verging

In Sary Mogul, gelegen im Süden von Kirgisistan, verlor ich zum ersten Mal in meinem Leben die Lust am Reisen. Dabei ist Sary Mogul einer jener Orte in Kirgisistan, die schöner kaum gelegen sein könnten. Eine Reisegeschichte über unfreiwillige Kostproben zum Opferfest, ein Yak auf dem Weg zur Schlachtung und das Gefühl, wirklich gereist zu sein. Geschrieben von Marc.

Sary Mogul Kirgisistan
Sary Mogul liegt im kirgisischen Alai-Tal unweit der Grenze nach Tadschikistan.

Volles Haus in Sary Mogul

Plötzlich bin ich Teil der Dorfgemeinschaft von Sary Mogul. Anlässlich des muslimischen Opferfestes ist das Guest House proppenvoll. Nachbarn und Familie wurden geladen, um das ↠ Opferfest gemeinsam zu begehen, das jeweils zum Höhepunkt der ↠ Haddsch gefeiert wird. Mein Gastgeber ist der einzige im Dorf, der bereits nach Mekka gepilgert ist. Deshalb wird ihm die Ehre zu Teil, das Gebet zu sprechen.

Geopfert wurde ein Schaf. Ein großer Teller geht rum, mit dem jeweils eine Scheibe Schafsleber und Schafsfett als Häppchen gereicht werden. Ich hasse Leber seit Kindheitstagen. Über meine Einstellung zu gekochtem Fett habe ich ehrlich gesagt noch nicht einmal nachgedacht. Entsprechend wenig beherzt greife ich zu. Vielmehr bin ich froh, das glitschige Fett schnell hinterzuschlucken. Es schmeckt weniger schlimm als erwartet. Vielleicht können wir uns aber doch darauf einigen, dass es bei diesem einem Ma(h)l bleibt.

Sary Mogul Kirgisistan
Der Hauptgang des Abends – Fett und Leber habe ich leider nicht festhalten können.
Sary Mogul Kirgisistan
Schauplatz des gemeinschaftlichen Abendmahls in Sary Mogul.

Sary Mogul: Zwischen Giganten

Der nächste Teller ist im Anmarsch. Ich bin gespannt, was das Geschmackserlebnis von eben noch übertreffen kann. Es geht ans gekochte Fleisch. Als ich an der Reihe bin, habe ich Glück und kralle mir jenes Stück, das am ehesten nach Steak aussieht. Dazu gibt es typisch kirgisisches Brot, das ich offen gesagt nicht mehr sehen kann, seit ich am Songköl zum ersten Mal Stutenmilch probierte. Seitdem schmeckt jede Teigware so, als wäre sie direkt aus dem Euter gefallen. Glücklicherweise stehen auch hier in Sary Mogul die üblichen Marmeladengläser bereit, um den Geschmack zu übertynchen.

Es ist spät am Abend und ich möchte die Gelegenheit nutzen, den Sonnenuntergang in Sary Mogul aufzusaugen. Nachdem alle Gäste verabschiedet sind, spaziere ich ein paar Hundert Meter nach Süden, wo sich der 7.134 Meter hohe ↠ Pik Lenin an der Grenze nach Tadschikistan inzwischen hinter Wolken versteckt. Die Sonne wiederum senkt sich hinter dem nördlich gelegenen Alai-Gebirge gen Horizont. Eingeschlossen zwischen zwei Gebirgsketten, bemerke ich bei aller Schönheit der Panoramen allmählich, dass mir das abendliche Mahl nicht allzu gut bekommt. Rückzug. Ich schaffe es gerade noch rechtzeitig.

Sary Mogul Kirgisistan
Am folgenden Abend sah die Abendbrottafel etwas gewöhnlicher aus.
Sary Mogul Kirgisistan
Abendstimmung in Sary Mogul mit Blick auf die Giganten des Pamir.

Ankunft in Sary Mogul

Sary Mogul ist ein kleiner Weiler im Alai-Tal, gelegen auf knapp 3.000 Metern Höhe. Seine Einwohner leben vorwiegend von Viehwirtschaft. Inzwischen gibt es auch ein paar wenige Unterkünfte für all jene Reisende, die von Sary Mogul aus insbesondere in Richtung Pamir und Pik Lenin aufbrechen. Ein kleiner Kiosk hält die nötigsten Lebensmittel und Getränke bereit. Der nächstgelegene größere Ort ist Sarytasch, knapp 1.500 Einwohner groß und – wie auch Sary Mogul – einst angelegt worden, um die Straßen in dieser abgelegenen Region warten und sichern zu können.

Entsprechend funktional wirken die Häuser entlang der Pisten von Sary Mogul, die nach Norden und Süden von der erst seit 2012 asphaltierten A 372 abzweigen. Dazwischen weht Getreide im Wind, grasen Schafe und Esel. Das Leben in Sary Mogul scheint einfach und – gemessen an den klimatischen Bedingungen – zugleich schwierig zu sein. Touristen verirren sich bislang nur selten hierhin. Mit entsprechend neugierigen Augen wurde ich willkommen geheißen. Auf meinem Weg zum Guest House säuselte mir beinahe von jedem Grundstück aus ein „Hello!“ oder „Where you from?“ in die Ohren.

Wandern bei Sary Mogul

Am folgenden Morgen bietet mein Gastgeber an, mich zu seinem Jurtencamp in der Nähe des Basislagers für den Aufstieg zum Pik Lenin zu fahren. Ich lehne dankend ab, möchte die Umgebung auf zwei Beinen, ganz langsam erkunden. Auch wenn ich weiß, dass die Wanderung auf den ersten 20 Kilometern durch karge Steppe führt. Manchmal jedoch ist es genau dieses Nichts, das mein Interesse auf sich zieht.

Das Ziel meiner Reise nach Sary Mogul ist es, meinen ersten 7.000er zu sehen. Vermutlich habe ich Pik Lenin schon gestern Abend erblickt – doch wer weiß schon, wie hoch der Pamir hinter all den Wolken noch aufsteigt? Auf meiner Wanderung von Sary Mogul zum Tulparköl, einem Bergsee auf etwa 3.450 Metern Höhe, erreiche ich das Ziel mehrfach. Auch wenn Pik Lenin ausgerechnet dann die meisten Wolken um sich schart, als ich ihm am nächsten stehe.

Sary Mogul Kirgisistan
Siehst du ihn? Insbesondere am Morgen stehen die Chancen im Sommer gut, die Spitze des Pik Lenin zu erspähen.
Sary Mogul Kirgisistan
Yaks am Bergsee Tulparköl, den du von Sary Mogul aus erwandern kannst.

Zurück nach Sary Mogul: Trampen in Kirgisistan

Auf dem Rückweg vom Tulparköl nach Sary Mogul habe ich bereits knapp 30 Kilometer in den Beinen, als ein paar hundert Meter hinter mir ein Pickup Staub in die Luft wirbelt. Mein Interesse, noch einmal 20 Kilometer zu laufen, ist gering. Allzu viele Möglichkeiten, per Anhalter zurück nach Sary Mogul zu reisen, wird es nicht mehr geben. Auch dieser Pickup rumpelt zunächst an mir vorbei, bis drei Jugendliche, die auf der Ladefläche mitfahren, ihren Vater am Steuer bitten, mich dazu steigen zu lassen.

„Läuft bei mir“, denke ich, und hieve mich mit letzter Kraft auf die Ladefläche. Zu meiner Überraschung gibt es hier hinten noch einen vierten Mitfahrer: Eines der Yaks, die rund um den Tulparköl grasen, wurde mit einem Seil an den Hörnern angeschnallt. Seiner vermeintlichen Freiheit beraubt, wackelt es zunächst nur ein wenig ängstlich mit seinem Hinterteil umher. „Das nächste Opfer“, denke ich mir, bevor meine Gedanken von kauderwelschem Smalltalk abgelöst werden.

Sary Mogul Kirgisistan
Im Süden von Kirgisistan werden auch Yaks als Nutztiere gehalten.
Sary Mogul Kirgisistan
Im Pickup auf dem Weg zurück nach Sary Mogul.

Meine erste Reiseparalyse

Während die Gipfel des Pamir in meinem Rücken immer weiter verschwinden, zündet der Älteste der drei einen Joint an. Ein paar Minuten später wird er ihn auf dem Hinterteil des Yaks ausdrücken. Sein jüngerer Bruder ist inzwischen dazu übergegangen, dem Yak gewaltvoll zu zeigen, dass sein Leben zu Ende geht. Er tritt es ins Gesicht, gegen seine Hufe, in den Hintern. Er zieht es am Schwanz, klettert wie ein Cowboy darauf, schleudert seinen Kopf an den Hörnern hin und her, rammt seine Füße in den Körper. Am Ende der Fahrt höre ich ein lautes Knacken. Die Hinterbeine des Yaks sind gespreizt. Es findet kaum mehr Halt. Es gibt seinem Schicksal nach und unterlässt von nun an jede Gegenwehr.

Es ist, als wäre ich Zeuge einer Schlachtung, die bereits vor der eigentlichen Schlachtung beginnt. Ich denke an den gestrigen Abend zurück, als ich Schafsfett, Schafsfleisch und Schafsleber serviert bekam. Als Teil einer Opfergabe, die für mich eigentlich nach Respekt klang, nach Respekt vor Gott, aber auch vor dem Tier. Ich bin mir sicher, dass mein Gastgeber die Jugendlichen für ihren Umgang mit dem Yak verurteilen würde. Bin gefangen im Zwiespalt, ob ich hätte einschreiten sollen – oder einfach zuschauen. Ich bin wie paralysiert. Habe genug vom Reisen. Und werde dieses Gefühl selbst in den nächsten Tagen meiner Reise nicht mehr los.

Auch in meinem Reisevideo aus Kirgisistan nehme ich dich mit nach Sary Mogul sowie auf Wanderschaft zum Tulparköl auf Fuße des Pik Lenin:

 

Sary Mogul: So kommst du hin

  • Sary Mogul erreichst du auf deiner Reise durch Kirgisistan am besten von Osch aus. Gegen zwei Uhr am Nachmittag startet eine Marschrutka am alten Busbahnhof (Stary Awtowoksal, unter der Brücke gegenüber vom Zentralmarkt), die anschließend weiter in Richtung tadschikische Grenze fährt (Stand August 2018). Erkundige dich am besten bei deiner Unterkunft in Osch, ob es diesbezüglich Neuerungen gibt. Die Fahrt dauert circa vier Stunden und kostete in meinem Falle zwischen sechs und sieben Euro.
  • Um von Sary Mogul zurück nach Osch zu kommen, tausche dich so früh wie möglich mit deinem Gastgeber aus. In meinem Falle war die Marschrutka am Morgen bereits „ausgebucht“, woraufhin ich gemeinsam mit anderen Einwohnern im Privatauto zurück nach Osch reiste – ohne Aufpreis. Auch wenn das Auto auf halber Strecke liegen blieb und es deshalb abermals galt zu trampen.
  • Auf der panoramareichen Fahrt überquerst du mehrere Pässe. Wenn du mehr Zeit im Süden von Kirgisistan verbringen möchtest, solltest du darüber nachdenken, in Etappen von Osch nach Sary Mogul zu reisen. Auf dem Weg befinden sich mehrere kleine Ortschaften, in denen du zu Wanderungen zum Beispiel im ↠ Alai-Gebirge starten kannst – übrigens auch von Sary Mogul aus.
  • Solltest du auf dem ↠ Pamir Highway reisen, kannst du auf dem Weg von Tadschikistan nach Norden auch von Sarytasch aus einen Abstecher nach Sary Mogul unternehmen.
Sary Mogul Kirgisistan
Zwischenstopp auf der Reise von Osch nach Sary Mogul.
Sary Mogul Kirgisistan
Ein etwas verwackelter Blick aus der Marschrutka ins Alai-Gebirge im Süden Kirgisistans.

Über mein paralysierendes Erlebnis bei Sary Mogul im Süden Kirgisistans habe ich übrigens auch einen Reisebericht auf ↠ Reisedepeschen veröffentlicht, in dem ich meinen Zwiespalt noch genauer beschreibe. Wie hättest du an meiner Stelle reagiert? Hast du schon mal etwas Ähnliches auf Reisen erlebt? Verrate es mir gerne in den Kommentaren! Noch mehr über meine Reise nach Zentralasien erfährst du im zugehörigen ↠ Kirgisistan Reisebericht.

Reisen um zu reisen!
John & Marc

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Sary Mogul Kirgisistan

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8 thoughts on “Sary Mogul: Wie mir in Kirgisistan die Lust am Reisen verging”

  1. Sylke Köhn says:

    Hallo Marc!
    Ich habe diesen Artikel im nd 09./10.03.2019 gelesen. Wir saßen gemütlich beim Frühstück …
    Ich bin aus ethischen Gründen Veganer seit vielen Jahren. Daher kenne ich viele Fakten in Bezug auf Tierquälerei im In- und Ausland. Eigentlich erkenne ich an der Überschrift oder den Fotos sofort, worum es im Artikel gehen wird und entscheide dann, ob ich weiterlese oder nicht.
    Diesmal habe ich nichts geahnt und dann aber schockiert weitergelesen. Es hat mich so richtig ins Herz getroffen. Diese wiederholte Erkenntnis, dass es nirgendwo auf der Welt für Tiere Respekt gibt. Sicher gibt es viele positive Ausnahmen aber es scheint einfach überall auch selbstverständlich zu sein, Tiere aus Spaß sinnlos zu quälen. Wir verreisen schon nicht mehr in solche Länder, aus denen bekannt ist, dass es dort Tieren schlecht geht. Der Urlaub wäre uns einfach vergällt. Kirgisistan hätte ich nun wiederum nicht dazu gezählt, man denkt immer ganz naiv, dass die „Naturvölker“ noch Respekt vor den Tieren haben, die sie jagen oder hüten …
    Sehr gut kann ich deine Zerrissenheit nachvollziehen. Ich wäre sicher in Tränen ausgebrochen und dadurch vom Pickup verwiesen worden. Aber ich bin eben auch überzeugter Veganer. Natürlich weiß ich auch von der alltäglichen Tierquälerei in der Massentierhaltung in Deutschland und schäme mich für mein Land. Da will ich uns Deutsche auf gar keinen Fall in Schutz nehmen und mit dem Finger nach Kirgisistan zeigen!
    Ich finde es aber richtig, richtig gut, dass du dieses Erlebnis journalistisch aufgearbeitet und dadurch verbreitet hast. Du hast dadurch deinen nachdenklichen Beitrag für das Tierwohl geleistet. Ich hoffe, es hat einige Leser nachhaltig bewegt.
    In dieser abgebrühten Gesellschaft, die ihre Haustiere hätschelt und bei offener Tierquälerei wegschaut, bin ich immer heilfroh, dass es noch andere Menschen gibt, die diesen Umgang mit Tieren nicht normal finden und dann auch noch dazu etwas öffentlich sagen!
    Ich danke dir für diesen Artikel, auch wenn er mir den Sonntag langanhaltend vermiest hat!
    LIebe Grüße
    Sylke

    1. 1 THING TO DO says:

      Danke für die lieben und unterstützenden Worte, liebe Sylke!

      Auch wenn ich zwischen deinen Zeilen rauslese, dass du die Einheimischen in Kirgisistan nicht unter Generalverdacht stellst, möchte ich an dieser Stelle noch mal betonen, dass es sich um ein sehr spezifisches Erlebnis handelt, das keine Rückschlüsse auf die Gesamtheit aller Kirgis:inn:en zulässt. So ein Urteil stünde mir auch gar nicht zu, da ich nur zwei Wochen vor Ort war. Insofern hoffe ich, dass Kirgisistan nicht meinetwegen auf eurer Blacklist landet. Auch wenn ich mir ehrlich gesagt vorstellen kann, dass eine vegane Reise in Zentralasien schwierig wird. 😉

      Liebe Grüße
      Marc

  2. Oli says:

    In so einer Situation ist es schwer richtig (oder überhaupt) zu reagieren. Und ich finde auch, dass es als Reisende nicht unsere Aufgabe ist, die Einheimischen zu belehren. Das muss von Innen kommen. Das Reisen solltest du dir aber nicht verleiden lassen. Tierquäler gibt es auch bei uns zu hause.

    1. 1 THING TO DO says:

      Danke für deine Einschätzung, Oli! 🙂

      Die Reiselust ist inzwischen auch wieder da, nur die letzten fünf Tage in Kirgisistan hatte ich danach keine Lust auf gar nichts mehr. Auf einem längerem Trip wohl der beste Moment, ins nächste Land weiterzureisen. Für mich ging’s dann aber bald wieder zurück nach Berlin. 😉

      Liebe Grüße
      Marc

  3. chaoslady says:

    Hallo Marc,
    dein Bericht ist sehr interessant, aber, dass dir das Erlebnis des Yaktransports nicht erspart geblieben ist, tut mir leid. Es ist furchtbar und schrecklich! Nur, finde ich, ist es nicht an dir als Gadt die Kinder zu belehren. Ich bin fest davon überzeugt, dass es in jedem Land Bürger gibt, die der Natur und der Würde der Tiere bewusst sind, die ihre Mitbürger Stück für Stück zum Umdenken bringen. Auch wenn gerade in dieser Situation keiner zur Stelle war, es gibt sie bestimmt auch in Kirgistan. Es ist ihre Aufgabe, das Land von Innen heraus zu verändern, nicht deine. Daher glaube ich, dass auch wenn es weh getan hat, dabei zu sein, du hast so reagiert wie jeder Mensch reagiert hätte, der keinen „Tropenhelm“ aufhat, und das ist okay.
    Liebe Grüße
    Natalia

    1. 1 THING TO DO says:

      Danke für den lieben Kommentar, Natalia! Ich glaube auch, dass das ein sehr individuelles Erlebnis war und nicht generell den Umgang mit Tieren in Kirgisistan widerspiegelt. Aber in der Tat beschäftigt es mich heute noch, dann und wann.

      Liebe Grüße
      Marc

  4. Dorie says:

    Oh Gott, das klingt so grausam, mir dreht es da direkt den Magen um. Ich habe etwas ähnliches erlebt, wenn auch nicht ganz so schlimm, mit einer Ente am Strand von Bali, die aus irgendeinem Grund nicht (mehr) fliegen konnte und von einem kleinen asiatischen Kind als Spielzeug missbraucht wurde. Die Eltern schauten nur zu, wahrscheinlich kam sie hinterher sowieso in den Topf. Mein Freund und ich waren hin und her gerissen, ob wir hingehen sollen und einschreiten, aber diese Menschen haben einen anderen Umgang mit den Tieren. Deswegen schauten wir auch nur zu und litten.
    Ich kann deine Reaktion total verstehen, obwohl ich diese offensichtliche und absichtliche Grausamkeit nicht verstehen kann. Da ist die Kultur dann auch egal, sowas ist einfach brutal. Aber ich weiß nicht, ob ich nicht genauso paralysiert gewesen wäre. Wenn nicht, hätte ich wahrscheinlich was gesagt. Aber ich war nicht in der Situation. Ich hoffe du hast dich vom Schock erholt.
    Liebe Grüße
    Dorie von http://www.thedorie.com

    1. 1 THING TO DO says:

      Danke dir, Dorie! Manchmal denke ich noch an die Situation, vor allem natürlich auch beim Verfassen des Artikels. Ich bin heute aber nicht wirklich schlauer. Im Nachhinein und aus der Ferne betrachtet wäre es natürlich einfach zu sagen, dass man dazu etwas hätte sagen sollen. In dem Moment war es mir aber leider einfach nicht möglich. Tut aber gut zu lesen, dass es euch in ähnlicher Situation ähnlich erging. Und ehrlich gesagt glaube ich nicht mal, dass so eine Situation nicht auch in unseren Gefilden stattfinden könnte. Es war eben ein individuelles Erlebnis und spiegelt sicherlich nicht die kirgisische Kultur wider. In meinem Falle hatte es wahrscheinlich auch viel damit zu tun, dass die Brüder sich gegenseitig angestachelt haben.

      Liebe Grüße
      Marc

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