Reisegadgets: Waschen und Schlafen auf Reisen

Im Zuge unseres Trips von Krakau nach Thessaloníki mussten wir uns das erste Mal mit dem klugen Packen unserer Rucksäcke beschäftigen. Schnell stießen wir im Internet auf viele Reisegadgets, welche das Reisen mit dem Backpack angeblich erleichtern. In unserer Artikelserie möchten wir unsere Erfahrungen mit einigen dieser Reisegadgets mit dir teilen. Der Fokus dieses Mal: Waschen und Schlafen. Geschrieben von John.

Reisegadgets_Waschen_1 THING TO DO

Reisegadgets: Flop oder top?

Wie schon in unserem ersten Reisegadgets Artikel, gehen wir wieder der Frage nach, welche Reisegadgets mehr oder weniger sinnvoll sind. Zur besseren Bewertung vergeben wir im Folgenden die 1 THING TO DO Palmen. Bei nur einer Palme solltet ihr euer Geld unserer Meinung nach lieber in etwas Anderes investieren. Im Falle von zwei Palmen empfiehlt sich eine Abwägung zwischen persönlichen Vor- und Nachteilen. Bei drei Palmen können wir dir den Kauf nur ans Herz legen.

Dieser Artikel ist übrigens vollkommen unabhängig. Kaufempfehlungen stammen aus persönlicher Überzeugung.

Die Kofferwaage

Plötzlich Übergewicht, und schon wird die Urlaubskasse durch eine unschöne und vor allem unnötige Ausgabe mehr belastet. Um vorher checken zu können, wie viel das Gepäck wiegt, versprechen kleine Kofferwaagen eine Überprüfung des Gewichts für zwischendurch. Wir kauften uns so eine Waage allerdings nicht wegen der Angst vor einer bösen Überraschung am Abfertigungsschalter, sondern vielmehr aus Interesse mit wie viel Gewicht wir unsere Rücken auf unserem Balkan-Trip nach Thessaloníki belasteten.

Kofferwaage_1 THING TO DO

Insbesondere beim Wandern in der Hohen Tatra war jedes zusätzliche Gramm von besonderer Bedeutung. Rückblickend brachte uns die kleine Kofferwaage allerdings nicht sonderlich viel. Wir checkten vielleicht zwei- oder dreimal, wie schwer denn nun unsere Backpacker waren, dabei blieb ein wirklicher Mehrwert allerdings aus. Ein nettes zusätzliches Feature war aber, dass unser Modell die Temperatur anzeigen konnte. Übrigens wogen unsere Rucksäcke so zwischen acht und neun Kilogramm. 😉

Urteil: Für Menschen, die gern mal mit etwas mehr Gepäck verreisen und sich vor zusätzlichen Kosten fürchten, sicherlich sinnvoll. Für alle anderen eher eine Spielerei. Wir haben uns übrigens diese Kofferwaage gekauft und können dieses Modell, unabhängig von der Sinnfrage, empfehlen, da sie ziemlich genau zu sein scheint.
eine_palme

 

Das Schlafsack-Inlett

„Ein Schlafsack-Inlett?“, denkst du jetzt sicher, doch tatsächlich kauften wir uns diese Lightversion eines Schlafsackes vor allem für eventuelle Übernachtungen in Hostels und ähnlichen Unterkünften, in denen die Hygienestandards nicht unseren Vorstellungen entsprochen hätten. Dies kam zwar letztlich nie vor, doch für die Übernachtungen in den Nachtzügen zwischen Budapest, Belgrad und Sofia und unserem Strandabenteuer auf der Chalkidikí waren sie dennoch sehr nützlich.

Chalkidiki Schlafen am Strand

Unter diesem Bäumchen am Karídi Beach bei Vourvourou machten wir es uns nachts gemütlich. Für Schutz vor Sand und Nadeln sorgte unser Schlafsack-Inlett.

Wie der Name schon verrät, handelt es sich eigentlich um ein zusätzliches Inlett für Schlafsäcke. Bei Tagestemperaturen um die 34 bis 36 Grad Celsius kann man aber auch das Inlett allein gut als Schlafsack benutzen. Die Teile sind sehr kompakt und leicht und somit prima im Rucksack verstaubar. Es muss auch nicht immer das teuerste Modell sein und so kauften wir uns dieses Schlafsack-Inlett.

Urteil: Wer sich nicht auf die Ausstattung in Hostels, Berghütten und Nachtzügen verlassen will, oder aus hygienischen Gründen zwischen fremder Wolldecke und Haut eine eigene Schicht haben will, gleichzeitig aber keinen Platz für eine Decke im Rucksack hat, dem seien Schlafsack-Inletts ans Herz gelegt.
zwei_palmen

 

Nackenkissen vs. kleines Kissen

So richtig viel können wir den gängigen Modellen von Nackenkissen nicht abgewinnen, ist die Benutzung doch eher ungemütlich als entspannend und entlastend. Auch deshalb verzichteten wir auf klassische Nackenkissen und nahmen uns stattdessen ganz normale kleine Kissen mit. Auch diese erwiesen sich in den Nachtzügen als sehr nützlich, aber auch die Busfahrt von Skopje in die bulgarische Hauptstadt Sofia wurde so wesentlich gemütlicher. So kleine Kissen kosten echt nicht viel und sind zusammengeknüllt auch irgendwie immer noch verstaubar.

Reisegadgets_Kissen_1 THING TO DO

Nackenhörnchen oder einfaches Kissen? Das ist hier die Frage. 😉

Wir bezahlten pro Kissen im Ausverkauf eines Matratzengeschäfts etwa zwei Euro pro Kissen. Sicher kann man sich auch seinen Pullover oder seine Strickjacke zusammenknüllen und als Kissen benutzen, doch diese kleinen Dinger waren dann doch gemütlicher und im Grunde gibt es ja auch kein richtiges Argument, das dagegen spricht.

Urteil: Wer auch auf Reisen ein Minimum an Komfort wünscht oder einfach ein verwöhntes Menschenkind aus dem 21. Jahrhundert ist, das ohne Kissen nicht einschlafen kann, sollte in Matratzengeschäften oder auch Restpostenläden die Äuglein offen halten und sich eins besorgen. Sie sind waschbar, leicht und knüllbar.
drei_palmen

 

Das Reisetagebuch

Ein Reisetagebuch ist wirklich sehr empfehlenswert. Bei längeren Reisen ist es teilweise schwierig sich jedes einzelne Detail zu merken und so entschieden wir uns ein klitzekleines Büchlein mit auf unseren Trip zu nehmen. Dort dokumentierten wir vor dem Schlafengehen immer mal wieder, wenn wir Zeit hatten, was uns so passierte, wo wir übernachteten, was besonders war und einzelne Schlagworte.

Eigentlich immer eine gute Wahl: Moleskine. Die Italiener haben sogar eigens ein Notizbuch für die Reise kreiert.

Eigentlich immer eine gute Wahl: Moleskine. Die Italiener haben sogar eigens ein Notizbuch für die Reise kreiert.

Dies half uns im Nachhinein nicht nur besser beim Schreiben unserer Blogartikel, sondern allein das Büchlein für sich und dann natürlich dessen Inhalt, haben für uns eine besondere Bedeutung und wecken Erinnerungen. Wer sich denkt, dass es zu aufwändig sei jeden Pups niederzuschreiben, sollte sich wirklich einmal Gedanken zu Nutzen und Aufwand machen. Außerdem muss man ja auch keine Romane verfassen, sondern einzelne Worte können reichen.

Urteil: Ein Reisetagebuch ist eine tolle Möglichkeit Erlebtes festzuhalten und mit Hilfe von Worten die Stimmung des Augenblicks einzufangen. Es erfüllt zwar keinen rationalen Zweck, der fürs Reisen wichtig ist, hat dafür aber eine große emotionale Bedeutung und einen großen Wert für die Zukunft.
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Das Reisewaschmittel

Da die Mitnahmemöglichkeiten für Klamotten auf Reisen natürlich stark begrenzt sind, kauften wir uns für unseren Trip ein Reisewaschmittel, welches extra sensitiv (und somit auch für Handwäschen geeignet) ist und in einer relativ kompakten und klugen Verpackung daherkommt, falls wir eben mal waschen mussten. Die Möglichkeit unsere Sachen mit der Hand zu waschen, nutzten wir allerdings gar nicht.

Reisewaschmittel_1 THING TO DO

In Budapest besuchten wir einen kleinen Waschsalon, der eigentlich ein Hostel war, aber eben mit der Möglichkeit auch für Externe zu waschen und in Skopje wurde unsere Wäsche von der Hostelbesitzerin gewaschen. Das Reisewaschmittel kam also nur einmal in Budapest zum Einsatz und somit war es eher ein unbrauchbarerer Balast für uns. Für den nächsten Trip besorgen wir uns dann vielleicht leichtere und ökologischere Waschnüsse.

Urteil: Irgendwie kriegt man seine Wäsche auch sauber, ohne dass man sich dieses Reisegadget zulegen und mit sich rumschleppen muss. Oft gibt es auch in Waschsalons die Möglichkeit, Waschmittel zu kaufen. Also lieber lassen!
eine_palme

 

Dies war der zweite Teil unseres Reisegadgets-Erfahrungsberichtes. Falls du noch Fragen oder weitere Tipps hast, zögere nicht sie in die Kommentare zu schreiben. Ansonsten hoffen wir dir vielleicht bei der einen oder anderen Kaufentscheidung geholfen zu haben.

Reisen um zu reisen!
John & Marc

15 thoughts on “Reisegadgets: Waschen und Schlafen auf Reisen”

  1. suzy says:

    Waschnüsse sind eine super Idee, Danke! Die kann man ja auch mehrmals verwenden 🙂

    1. 1 THING TO DO says:

      Eben und sie sind in puncto Nachhaltigkeit absolut nicht zu schlagen. 🙂

  2. Anonymous says:

    Danke für die Mühe. Ich sehe das so ähnlich wie ihr. Zum Notizbuch: Ich führe seit nahezu 60 Jahren (also ab meinem 17. Lebensjahr) anfangs unregelmäßig und seit 30 Jahren regelmäßig Tagebuch. Vor einigen Jahren habe ich mir aber angewöhnt, das Tagebuch zunächst auf meinem Notebook und später auf meinem Tablet (mit eigener Tastatur) zu schreiben. Das macht es für die spätere Verarbeitung erheblich leichter. Euch noch einen schönen Sonntag!

    1. 1 THING TO DO says:

      Wow, na da sind ja schon so einige verschriftlichte Erinnerungen zusammen gekommen.

  3. Marianne says:

    Viel wichtiger als Waschmittel, das man sich zur Not auch irgendwo leihen kann, ist das Reisetagebuch!
    Gerade auf Reisen alleine, dient es als treuer Begleiter, der geduldig alles aufnimmt, was man ihm anvertraut.
    Und gerade die emotionale Verarbeitung von Erlebten läuft gut mit einem Reisetagebuch. Es ist mein Must-Have.

    Shalom aus dem überwältigenden Israel
    Marianne
    Alleinereisenjetzt.wordpress.com

    1. 1 THING TO DO says:

      Danke für deinen Kommentar, wir sehen das absolut genauso wie du. Viel Spaß noch im wunderschönen Israel! 😉

  4. Doris says:

    Gute Tipps!
    Reisewaschmittel nehme ich keines mehr mit. Haarshampoo ist immer verfügbar und super für die Handwäsche. Auf dem Campingplatz nehm ich zB nach dem Sport die Wäsche mit in die Dusche. Funktioniert sehr gut! Also schönen Urlaub!

    1. 1 THING TO DO says:

      Ah okay und dann spülst du sie auch mit normalen Duschgel aus?

  5. Ilona says:

    Ich wasche IMMER unterwegs. Denn ich nehme nie genug sachen mit, damit ich jeden Tag etwas anderes anziehen kann (außer ich bin nur für ein langes Wochenende unterwegs). Dafür tuts aber auch ein Stück Seife oder etwas Duschgel. Reicht völlig.

    1. Ilona says:

      ahh, wollte noch was dazu schreiben: Waschsalons gibts beileibe nicht überall. Oder zumindest müsste man sie oft ziemlich lange suchen. In der Normandie z.B. wäre ich da ziemlich aufgeschmissen gewesen, wenn ich nicht selbst gewaschen hätte. In Usbekistan hätte man mir ordentlich viel Geld für die Hotelwäscherei abgeknöpft. das geb ich lieber anders aus.
      Dennoch braucht man ein eigenes Reisewaschmittel nicht, wie oben gesagt. Ich habe, gerade wenn es um das Gewicht geht, gerne ein Stück Seife dabei – das reicht ewig und ist somit recht leicht. Auslaufen kann es obendrein auch nicht.

      1. Lilly says:

        zudem geht man auch nicht wegen 2 tshirts in einen waschsalon. ich persönlich nehme immer etwas waschmittel mit, allerdings fülle ich mir das selbst ab und kaufe keine extra reisetube (seitdem ich viel mit handgepäck unterwegs bin und man nicht viele flüssigkeiten mit in den flieger nehmen darf, nehme ich eher ein mini tütchen waschpulver mit als irgendwas flüssiges). eine seife tut es sicher auch. am ende jedes reisetages spüle ich dann einfach kurz das gebrauchte shirt durch und alles ist wieder sauber und frisch. für mich ist waschmittel also definitiv ein must-have, vor allem wenn man in heißen gegenden unterwegs ist und die gewaschenen sachen super schnell trocknen!

        1. Ilona says:

          Stimmt, oft rentiert sich das auch mengenmäßig nicht.
          Ein Tütchen Pulver hatten wir bei der Radtour dabei. Da hben wir zwischendurch auch mal auf einem Campingplatz die Waschmaschine genutzt für so ziemlcih alles, was wir dabei hatten. Aber sonst habe ich alle paar Tage die Shirts rausgewaschen mit der Seife.

      2. 1 THING TO DO says:

        Vielleicht sollten wir das mit der Seife auch mal ausprobieren. Danke für den Tipp! 😉

  6. D says:

    Mir persönlich hat das Reisewaschmittel aber auch schon ein paar Mal das Lebeb gerettet. Ja, in der Regel findet man auch andere Möglichkeiten, aber manchmal ist es super praktisch abends noch schnell ein TShirt im Waschbecken zu waschen 🙂

    1. 1 THING TO DO says:

      Wir haben die Schmutzwäsche lieber gesammelt und dann alles mit ein mal gewaschen. Was machst du, wenn das T-Shirt am nächsten Morgen noch feucht ist?

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