Plädoyer gegen den Tod des Reisens

To-Do-Listen, Must-Sees und 1.000 Places To See Before You Die: Die To-Do-Listifizierung des Reisens sorgt für Urlaubsstress und nimmt dem Reisen zwei seiner würzigsten Zutaten, nämlich Spontaneität und Entdeckergeist. Ein Plädoyer für spontanes Reisen, um den Tod des Reisens abzuwenden. Geschrieben von Marc.

Spontan heißt ungeplant

Spontan zu reisen, das heißt seit jeher auch ungeplant zu reisen. Bereits seit Jahrhunderten, wenn nicht gar Jahrtausenden, reist der Mensch durch die Welt, um Neues zu entdecken. Entdecken, das bedeutet nicht zuletzt, Unbekanntes zu finden – und zwar häufig dann, wenn man es nicht gezielt gesucht hat. Ungeplant also. Spontan! Man denke nur an die zufällige „Entdeckung“ Amerikas durch Kolumbus – wobei es an dieser Stelle zweitrangig ist, ob er nun der erste war, oder nicht. (Und er war es nicht.)

Reisen, das ist eben zu einem großen Teil Entdecken, und beide Tätigkeiten sind so eng verbunden mit dem Ungeplanten und Spontanen, wie Dieter Bohlen mit RTL. Wenn der Reiseblog Jolly & Luke dazu aufruft, über Spontanes Reisen zu schreiben, macht das daher vor allem Eines klar: Dem modernen Reisen ist das spontane Element zu häufig verloren gegangen. 

Gerade von oben wird deutlich, das etwa Paris mehr ist, als Eiffelturm, Nôtre Dame und Montmartre. Doch wie viele Touristen sind bereit, unbekannte Wege einzuschlagen?

Der Tod des Reisens

Ein zentraler Grund hierfür ist die Digitalisierung, die von der Apple Watch am Handgelenk bis zu Zimmerpflanzen reicht, die sich per integriertem Chip selbst gießen, sobald sie Wasser brauchen. Und so buchen wir auch Reisen nicht nur immer häufiger online, sondern suchen für den nächsten Trip Inspiration auf Reiseblogs. Wir erstellen eigene To-Do-Listen aus To-Do-Listen anderer und geraten zumindest latent in Stress, weil wir vor unserem Tod nicht alle der 1.000 Places To See Before You Die sehen können. Das Reisen von heute hat einen morbiden Anstrich.

Wozu das führt, hat euch John schon sehr anschaulich am Beispiel unseres Urlaubs in Israel geschildert. Die Suche nach den in etlichen Reiseführern und Reiseblogs gepriesenen Rooftop-Bars von Tel Aviv verlief im Nirgendwo, und nachdem wir von Hochhaus zu Hochhaus spazierten, blieb am Ende nur die Gewissheit: Die Zeit, die wir in die Rooftop-Suche investiert haben, hätten wir auch sinnvoller nutzen können.

Selfie Sticks am Buckingham Palace in London: Wohl die Extremform der To-Do-Listifizierung.

Spontaneität ist Leben

Mit spontanem Reisen zum Beispiel! Spontaneität gehört zu den Basiszutaten für unseren Blog 1 THING TO DO. Denn auch wenn wir bei dem Einen oder der Anderen anecken mögen, indem wir uns so strikt gegen To-Do- und Must-See-Listen sträuben: Wir haben uns fest vorgenommen, immer nur den einen Moment unserer Reisen hervorzuheben, der wirklich in Erinnerung geblieben ist. Jedes 1 THING TO DO soll einen kleinen Beitrag dazu leisten, die To-Do-Listifizierung des Reisens zu entschleunigen.

Was zugegebenermaßen ziemlich pathetisch klingt, haben wir bereits an dem einen oder anderen Reiseerlebnis versucht darzustellen. Denn hinter jedem guten 1 THING TO DO steckt eine gehörige Brise ungeplanter Spontaneität. Man denke nur an unsere Flucht den Prager Park Letenské sady in Prag, das wir ohne Neugier und Entdeckungsdrang niemals verlassen hätten. Oder aber an unsere nun wirklich ungeplante Entführung in der Wüste Juda, die uns binnen 24 Stunden an drei verschiedene Meere führte.

Israel Eilat Strand

Ziel unserer Entführung in Israel: Der Golf von Eilat am Roten Meer.

Reise spontan!

Spontanes Reisen steht nicht im Widerspruch damit, sich von Google, Reiseblogs und sozialen Medien inspirieren zu lassen. Und natürlich haben selbst die größten Entdecker der vergangenen Jahrhunderte dicke Bücher gewälzt, um Anhaltspunkte zu finden, auf welche Route sie sich begeben, um Neues zu entdecken.

Vor lauter Reiseplanung jedoch sollte nicht vergessen werden, dass die wahre Reise nicht an Smartphone oder Laptop stattfindet, sondern ganz analog vor Ort. Denn wie meinte schon Goethe einst: „Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen.“  – Nur vor Ort bist du in der Lage, deine Reise mit spontanen Geistesblitzen und ungeplanten Erlebnissen vor dem Tode zu retten. Oder auch: Das Reisen ist tot, es lebe das Reisen!

Reisen um zu reisen!
John & Marc

32 thoughts on “Plädoyer gegen den Tod des Reisens”

  1. Anna says:

    Danke! Das denke ich auch manchmal. Trotzdem plane ich gerne, aber ich finde, das muss sich nicht immer ausschließen. Es ist einfach wichtig, nicht immer zu 100% einem Plan hinterherzulaufen. Denn selbst wenn man einen hat (was ich per se nicht verwerflich finde), können sich ja trotzdem noch Abenteuer am Wegesrand ergeben. Schöner Bericht!

    Herzlich,
    Anna

    1. 1 THING TO DO says:

      Danke dir, Anna! Es scheint ganz, als seien wir da einer Meinung. 🙂 Ganz ohne Plan geht es wohl in der Tat nicht, aber die Überraschung wartet allermeist im Ungeplanten. Liebe Grüße!

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  4. Katinka says:

    Ihr habt so Recht! Ich fliege Ende Herbst nach Neuseeland, und bekomme da sicherlich die Möglichkeit, einfach mal drauf los zu reisen und hoffentlich zufällig viele tolle Orte zu entdecken. Danke für die Bestärkung darin 😉

    1. 1 THING TO DO says:

      Sehr gerne! Die Möglichkeit zur Spontaneität steigt natürlich mit der Reisedauer. Also hoffen wir, dass du genügend Zeit hast für Neuseeland! 🙂

  5. Pingback: Favoriten (4) – Von spontanen Reisen, Katzenkunst und Obdachlosigkeit | Shaoshi in Shanghai
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  7. goldeneslichtimzimmer says:

    Hallo Ihr Beiden, zunächst einmal vielen Dank, dass Ihr mich entdeckt habt und meine Beiträge liked. Ich habe dieses Jahr „ungeplant“ viel Zeit zure Verfügung und eine BahnCard100 in der Tasche… Also kann ich tatsächlich irgendwo hin reisen. Recht spontan – das führt dann zu Tagestouren wie Koblenz, Bremerhaven oder Aachen, die manchmal spontan, also einen Tag vorher, entstanden. Aber ich bin auch im Mai für ein paar Tage auf die Nordseeinsel Föhr gefahren – die Idee entstand wenige Tage zuvor beim Schwimmen. Noch nicht mal meine Eltern wussten, dass ich unterwegs bin, sondern wunderten und freuten sich dann über meine Karte.

    Ich bin immer ganz froh, wenn ich die (spontanen) Ideen umsetze, und auch wenn ich meist ein Ziel habe (z.B. das Auswandererhaus in Bremerhaven), so bin ich froh, dass ich tatsächlich fast alles zu Fuß mache, wenn ich in meiner Zielstadt am Bahnhof ankomme. Das Erkunden ohne Schnelligkeit führt zu vielen Entdeckungen, die auch nicht planbar sind! 🙂

    Also: ich freue mich über Eure Reiseimpressionen und verspreche Euch, dass ich auch noch einiges berichten werde! 🙂

    1. 1 THING TO DO says:

      Danke dir für deinen Kommentar! 🙂 Und schön, mit dir einen weiteren „Läufer“ gefunden zu haben. 😉 Auf unseren Stationen zwischen Krakau und Thessaloníki haben wir auch wieder stundenlange Fußmärsche hinter uns, ohne die wir das eine oder andere Reisehighlight garantiert nicht entdeckt hätten. 🙂 Wir sind gespannt auf deine nächsten Berichte!

    2. peter bachstein says:

      bahncard 100 ist auch ’ne tolle sache. die haben wir zwar nicht, aber aufgrund unserer sehbehinderung sind wir immerhin im besitz eine kostenlosen jahresmarke für alle züge und busse im regonalverkehr und zwar deutschlandweit. das fördert natürlich auch das spontane reisen, auch wenn wir auf diese weise etwas länger unterwegs sind. da uns das unterwegssein als solches schon viel spaß macht, ist diese etwas langsamere variante des reisens für uns kein problem. so schnappen wir uns hin und wieder einfach einen rucksack mit den wesentlichen untensilien, spazieren zum bahnhof und kutschen einfach mal ein bisschen drauf los.

      1. 1 THING TO DO says:

        Klingt wirklich spannend! So ähnlich erging es uns ja in Israel, allerdings unfreiwillig, als der Busfahrer vergaß, uns aussteigen zu lassen und wir nach vier weiteren Stunden Fahrt durch die Wüste plötzlich ungeplant am Roten Meer waren. Hätten wir sonst nie erlebt!

  8. ☼Sigrid☼ says:

    Ein super Beitrag und ich kann dir in allem nur zustimmen, obwohl ich mich ein wenig ertappt fühle, was die Vorbereitungen angeht. To-do- oder Packlisten für den Koffer haben bei mir Prioriät vor chaotischem Koffer packen oder vor Ort feststellen, dass dies und jenes fehlt. Das hat aber nichts mit spontanen Unternehmungen vor Ort zu tun, denn hat man(n)/frau alles dabei, bleibt eben auch viel ZEIT für Entdeckungen und spontane Unternehmungen.

    Obwohl – wie mein Blogname schon sagt – ich ja nun schon zu den älteren Semestern zähle, gehören bei uns stundenlange, manchmal ganz schön anstrengende Spaziergänge, die man dann fast auch schon als Wanderungen bezeichnen könnte nach meistens über 10 km am Tag – durch Gassen, Straßen, Viertel in Städten schon immer zu den schönsten Erlebenissen. So haben wir kürzlich rein zufällig in Rom in einer engen Gasse ein winziges Restaurant entdeckt, das von außen so gar nicht einladend aussah, aber irgend etwas sagte mir, dass wir heineingehen sollten, denn wir sahen nur Einheimische im Lokal. Gedacht, getann und nichts verkehrt gemacht. Wir haben sowas von lecker gegessen und getrunken und die raue, aber herzliche Gastfreundschaft des Patrone genossen, der sein Personal durch die Gegend scheuchte, um alle Gäste zufrieden zu stellen.

    Übrigens habe ich dein Goethe Zitat auch in einem meiner Wanderberichte verwendet: https://aktiv60plus.wordpress.com/2015/07/24/fehlt-nur-noch-ein-dinosaurier/ , weil es genau das ausdrückt, was ich schon immer so empfunden habe. Nur zu Fuß entdeckt man Städte, Landschaften, Orte und nimmt mit allen Sinnen auf, eben was diese Orte ausmachen.

    Du berichtest sehr interessant, kurzweilig und stelltst tolle Fotos dazu ein. Deshalb werde ich dir folgen, denn auch ich lerne nie aus und die jungen Leute heutzutage kommen viel weiter herum als wir das früher konnten, was nicht heißen soll, dass wir nicht auch sehr abenteuerlustig waren und sehr viel gereist sind, aber das Reisen beschränkte sich in den 60ern und 7oern hauptsächlich auf Reisen mit dem Auto innerhalb Europas. Aber damals ohne Smartphone, Navi, Internet, Reiseblogs – nur ausgestattet mit einer Straßenkarte war das sehr aufregend und mit Überraschungen gespickt.

    Je älter ich werde, desto mehr wird mir aber auch bewusst, dass es auch bei uns hier in Deutschland viel zu entdecken gibt……

    ************************************************************************************
    Ich stelle mir bisweilen vor, wenn ich durch die Straßen gehe,
    ich sei ein Fremder, und erst dann entdecke ich,
    wieviel zu sehen ist,
    wo ich sonst achtlos vorübergehe.

    Rabindranath Tagore (1861-1941)
    *************************************************************************************

    1. 1 THING TO DO says:

      Hallo Sigrid,

      erst mal vielen Dank von uns für deinen ausführlichen und lesenswerten Kommentar! 🙂

      Koffer bzw. Rucksack packen ist bei uns natürlich auch streng strukturiert, denn gerade, wenn man per Rucksack reist, ist jedes Gramm bekanntlich zu viel. 😉

      Wir waren jetzt auch gut 17 Tage lang unterwegs und haben einige Fußmärsche hinter uns, die ziemlich in die Beine gingen. Aber wie du schon sagst: Eine Stadt lernt man so viel besser kennen, als etwa per Ausflugsbus (der wiederum zur ersten Orientierung nützlich sein kann). Herzliche Begegnungen oder das eine besondere Restaurant (wie bei euch) findet man aber meistens nur dank eigener Spürnase sowie natürlich ein bisschen Geduld und Zufall.

      Danke für’s Folgen! Wir schauen auch gleich mal bei dir rein. Liebe Grüße!

      1. ☼Sigrid☼ says:

        Das freut mich. Ich finde ja immer, das reisen verbindet, ob jung oder alt, zumindest wenn man Augen und Ohren offen hat und reisen als Bereicherung empfindet. Ich habe so viel erlebt auf unseren Reisen, es würde ein Buch füllen, aber leider habe ich es früher versäumt, mir alles aufzuschreiben, da habt ihr jungen Leute heute viel effektivere Möglichkeiten, z.B. das Bloggen, Handyfotos, facebook, Instagram usw. Früher gab es halt nur das Notizbuch und eine komplizierte Kamera 😉 Wahrscheinlich macht mir deshalb bloggen so viel Spaß jetzt. Es ist halt nie zu spät für Neues. Lieben Gruß und ich werde noch mehr von euch lesen. Gibt ja genug „Stoff“.

        1. 1 THING TO DO says:

          Gute Geschichten brauchen ja glücklicherweise weder Facebook noch Instagram. 🙂 Und dank Bloggen ist es nie zu spät, sie zu erzählen oder einfach für sich selbst niederzuschreiben. Lieber Gruß aus Thessaloníki!

          1. ☼Sigrid☼ says:

            Alles Gute für dich in Thessaloníki und schöne Tage !

  9. Wolfgang Stoephasius says:

    Noch was: Ich glaube, das Zitat stammt von TucholskI: „Touristen gehen in die Museen, Reisende in die Tavernen“

  10. Wolfgang Stoephasius says:

    Völlig richtig. Aber die Kombination macht es. Die Reise als solche muss schon vorbereitet werden. Vor Ort ist dann Spontan-Sein angesagt. Wenn ich meine Kindheitsabenteuer mit kleinen Fluchten hinzurechne, bin ich nahezu 70 Jahre auf Reisen unterwegs gewesen – und habe viele Begegnungen gehabt, die meisten sind spontan entstanden. Was ich aber in den letzten Jahren, ich nenne sie mal die Smartphone-Zeit, erlebe macht mich irgendwo sprachlos. In den Unterkünften, wo ich auf andere Traveller treffe, wurde vor nicht allzulanger Zeit miteinander geredet, Gedanken ausgetauscht, gemeinsam ein Bier oder auch mehr getrunken. Und heute: Da sitzen die sogenannten Reisenden vor ihren Smartphones oder Tablets – sicher eine grandiose Kommonkation weltweit auf Twitter oder Facebook, richtiges Gespräch meist gleich null. Weiterhin schöne spontane Reisen und hoffentlich reale Gesprächspartner wünscht Wolfgang

    1. 1 THING TO DO says:

      Die Wahrheit liegt ja immer irgendwo in der Mitte. 🙂 Danke für den Kommentar und Reiseglückwünsche – zwecks realer Gesprächspartner haben wir auf unserem aktuellen Trip beides erlebt. Gerade in Skopje haben wir wirklich sehr freundliche Menschen um uns herum gehabt, mit denen man über etliche Reisegeschichten reden und lachen konnte. Liebe Grüße!

      1. Wolfgang Stoephasius says:

        Wir hatten dieses Wochenende 12000 Flüchtlinge in München. Wir haben den armen Menschen einen freundlichen Empfang bereitet. Sie haben es endlich geschafft! Weiterhin viel Glück!

        1. 1 THING TO DO says:

          Vielen Dank! Wir haben hunderte Flüchtlinge in Budapest und Belgrad ‚hausen‘ sehen und waren froh die Bilder zu sehen, wie freundlich wahrscheinlich eben diese in München empfangen wurden. 🙂

  11. Lena says:

    Ein toller Artikel! Wie richtig das doch alles ist. Natürlich sollte man spontan reisen, so lernt man die nettesten Leute kenne und erlebt Dinge, die man sonst nie zu träumen gewägt hätte. Ich reise immer spontan und finde es wundervoll. Obwohl ich vorher immer mich durch manche Bücher lese, um vielleicht den ein oder anderen Geheimtipp zu ergattern, wie eine gute Ausstellung oder ein Museum. Oder ein gutes Café, aber im Endeffekt lasse ich mich immer von der Zeit treiben! Ein wirklich gelungener Artikel 🙂 Hat Spaß gemacht, ihn zu lesen!

  12. LarasWelt says:

    Schöner Artikel! Man sollte wirklich spontaner sein und sich To Do-Liste zwar angucken, aber sich auf keinen Fall von ihnen beherrschen lassen.

  13. petrasreiseblog says:

    Halli Ihr Beiden,

    da habt ihr meine Meinung toll auf den Punkt gebracht.
    Ich bin auch kein Freund von „MUST SEE & MUST DO“

    Wo kommen wir denn hin wenn wir uns das bitte vorschreiben lassen?

    Gibt man bei Google spaßeshalber „must see“ ein wird man quasi erschlagen…
    Also wir müssen gar nichts und Listen taugen nur so lange bis uns etwas anderes einfällt.

    Wir sind aktuell unterwegs nach Österreich*Italien*Kroatien… Das Navi haben wir schon zweimal neu programmiert…
    Alles andere ist nicht unsere Reiseform.

    Wir lassen uns gerne überraschen und machen das Beste drauß.

    Jede(r) wie er/sie mag… Da gibt es kein Patentrezept.

    Ein schönes Wochenende wünscht
    die Petra

    1. 1 THING TO DO says:

      Danke für deinen Kommentar! 🙂 Schön, dass wir da einer Meinung zu sein scheinen. Wir sind ja aktuell auch wieder unterwegs und wurden schon wieder so oft überrascht von den einzelnen Reisezielen, dass erneut bewiesen wird, dass Planung wenig bringt. Liebe Grüße! 🙂

  14. laura says:

    Ihr sprecht mir wirklich aus der Seele! Was ich neben der Tatsache, dass alles völlig zerdacht wird aber noch viel schlimmer finde ist, dass die meisten Touristen gar nicht mehr interessiert daran sind das Land selbst zu entdecken. Hauptsache man hat einen weiteren Punkt abgehakt und kann Zuhause vor den Freunden damit prahlen „dagewesen“ zu sein. Was der jeweilige Ort aber bedeutet oder mit was er in Verbindung steht interessiert die wenigsten.

    1. 1 THING TO DO says:

      Das ist schön zu hören! Dazu fällt mir ein: Andersherum gibt es natürlich auch das Phänomen, dass viele auf Teufel komm raus „like the locals“ reisen wollen und dabei gerne mal in das eine oder andere touristische Fettnäpfchen treten, wie zum Beispiel einige hippe neue Bars in Berlin, wo kaum ein „local“ jemals hingeht und man nur ein schein-authentisches Berlin vermittelt bekommt. Schwierige Kiste, aber davon sollte man sich das Reisen auch nicht verderben lassen. 🙂

  15. Rosas Reisen says:

    Hey ihr beiden!

    Grundsätzlich finde ich auch, dass man sich Ecken und Orte erlaufen, sich treiben lassen sollte, um dann auf einmal etwas völlig Unerwartetes und Neues zu entdecken! Wenn man ohne Ziel losläuft, entdeckt man die erstaunlichsten Menschen, Plätze, Details.

    Auf der anderen Seite muss ich aber sagen, dass das was ihr beschreibt gerade im Gegenteil auf mich zutrifft. Listen zu machen und Dinge zu planen stresst mich gar nicht, es macht mir Freude und es gehört für mich zu einer tollen Reise sogar dazu. So von wegen Vorfreude. 🙂 Ich bin ein sehr organisierter Mensch und werde erst nervös wenn ich plötzlich abends um elf meinen Koffer für den nächsten Tag packen soll. Und dann gerne etwas Wichtiges vergesse. (Okay, ich bin eben auch ein echter Listen-Fetischist 🙂 )

    Ich finde es gut, wenn man mal nicht nur die Tipps aus dem Reiseführer abarbeitet, dafür liebe ich es, mich von anderen Blogs inspirieren zu lassen und habe so schon Dinge gesehen, die ich sonst verpasst und vermisst hätte. Und bis heute bereue ich, dass ich mich vor meinem New York besucht nicht besser informiert habe, sonst hätte ich bei meinem Besuch gewusst, dass im Central-Park eine Balto-Statue steht, und die hätte ich für mein Leben gern gesehen! Naja, Pech gehabt.

    Ich denke, jeder Reisende ist anders und jeden macht Reisen anders glücklich und da gibt es kein gut oder schlecht. Und dass durch Menschen wie mich das Reisen stirbt, dass will ich doch nicht hoffen! 😉

    Liebe Grüße
    Rosa

    1. 1 THING TO DO says:

      Danke für den Comment! 🙂 Wie gesagt, der Text ist natürlich etwas pathetisch und übertreibt bewusst an mancher Stelle. Wir lassen uns auch im Vorfeld über verschiedene Quellen inspirieren und mit den Jahren weiß man ja auch in etwa, was einen auf Reisen eher gefällt und was eher nicht. Aber am Ende sind es meistens eben doch die spontanen Erlebnisse, die das Ganze rund machen. Liebe Grüße!

  16. Paleica says:

    ich gehöre ja auch zu den planern und den leuten, die wohinfahren, um dort dann ein ganz bestimmtes foto zu machen. ich versuche dennoch, platz für spontaneität zu lassen – obwohl das sehr abhängig von den rahmenbedingungen und der zeit ist. meist hab ich eckpunkte, die ich machen möchte und fixpunkte die unbedingt eingeplant sind. erstere können aber variieren oder ausgelassen werden, wenn sich etwas anderes ergibt.

    1. 1 THING TO DO says:

      Gerade bei Fotos plant sich der Urlaub ja gerne mal fast von alleine, wenn die fotografische Spürnase eben lieber in der blauen Stunde an bestimmer Stelle sein will, als zur Mittagszeit. Und genauso gibt es natürlich auch Fixpunkte, die man eben sehen will, ob man die Reise nun durchplant oder nicht. Wenn wir mal nach New York fahren, wollen wir auch die Freiheitsstatue sehen, ist ja klar. Finden wir dann bestimmt langweilig, aber musste dann halt sein. 😉 Am Ende macht es sicherlich die Mischung, aber das Spontane hat mehr Würze. 🙂

      1. Paleica says:

        Ja, da hast du definitiv recht!!

  17. Jolly | jollyandluke.de says:

    Das Reisen ist tot – es lebe das Reisen! Es lebe die Spontaneität!

    Sehr schöner Artikel und wie wahr! Ich freu mich, dass ihr mitgemacht habt!

    Vielen Dank!
    Liebe Grüße!
    Eure Jolly

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