Chalaadi-Gletscher: Wässrige Augen auf 3.400 Metern

Für uns ist es die Mutter all unserer bisherigen Abenteuer. Denn die Wanderung zwischen Koruldi-Seen und Chalaadi-Gletscher verlangte uns nicht nur Geschick und Kraft, sondern vor allem auch Köpfchen ab. Zum ersten Mal auf über 3.000 Metern unterwegs, fanden wir uns in einem Auf und Ab der Gefühle wieder, in dem vernünftige Argumente irgendwann keine Rolle mehr spielten. Ein Kampf gegen die Zeit – und vor allem auch gegen uns selbst. Geschrieben von Marc.

Mestia Chalaadi-Gletscher Wandern

Ziel unserer zweiten Tageswanderung ab Mestia: Der Chalaadi-Gletscher, über dem die Doppelspitze von Mount Ushba thront.

Das A und O auf Wanderschaft

Wenn wir auf unseren Wanderungen bislang eines gelernt haben, dann ist es die Wichtigkeit der Trittfestigkeit. Denn wenn der Boden nicht mitspielt, dann löst auch ein kleiner Hügel im Flachland keine Wanderfreuden aus. Unsere Wanderschuhe haben schon einige Höhenmeter hinter sich und konnten sich auf verschiedenstem Untergrund bewahren. Doch die Wanderung am Mount Ushba im Nordwesten Georgiens stellt auch sie vor Herausforderungen.

Als wir die Koruldi-Seen nördlich von Mestia erreichen, haben wir bereits den höchsten Punkt unserer bisherigen Wanderungen überschritten. Von 2.700 Metern soll es weitere 700 Meter nach oben gehen. Die 3.000 Meter werden fallen. Es geht steil bergauf. Doch nicht nur bemerken wir zum ersten Mal, wie die Luft im Hochgebirge mit jedem Meter dünner wird. Auch der Boden schlägt uns ein Schnippchen.

Mestia Chalaadi-Gletscher Wandern

Von den kleinen Koruldi-Seen ging es für uns weiter in Richtung Chalaadi-Gletscher. Der Aufstieg nahm weitere drei bis vier Stunden in Anspruch, nachdem wir bereits vier Stunden unterwegs waren.

Mestia Chalaadi-Gletscher Wandern

Auf der linken Seite ist gut erkennbar, wie sich der Wanderweg von den Koruldi-Seen aus steil nach oben schlängelt.

Von den Koruldi-Seen zum Chalaadi-Gletscher

Feines, braunschwarzrotes Schiefergeröll zerbröselt mit jedem Schritt nach oben unter unseren Füßen. Es zerrt an den Kräften, dass wir immer wieder ein paar Zentimeter nach unten rutschen, während wir einen Fuß vor den anderen setzen. In unseren Gesichtern muss sich eine Mischung aus Euphorie und Erschöpfung breit machen. Das Atmen fällt schwerer, während wir sichtlich damit kämpfen, die richtige Strategie für den Aufstieg zu finden.

Ich habe mich inzwischen dazu entschieden, auf allen Vieren zu laufen. Meine Hände sollen Halt verschaffen. Ich bewege mich am Rande des Weges in Richtung Chalaadi-Gletscher, der mal wieder kein wirklicher Weg ist. Hier finde ich zusätzliche Stabilität an einigen Felsen, an denen ich mich vorsichtig entlang hangele.

Mestia Chalaadi-Gletscher Wandern

Dieses Schiefergeröll – wie wir es nennen – gehört zu den weniger komfortablen Untergründen beim Wandern.

Mestia Chalaadi-Gletscher Wandern

Es ging steil bergauf: Um Mount Ushba wiederzusehen, war jeder Höhenmeter eine kleine Herausforderung für sich.

Mestia liegt weit zurück

Es ist eine bizarre Umgebung, durch die wir hier wandern. Wir passieren erste Schneefelder, die das ganze Jahr über liegen bleiben. Der Blick nach oben flößt uns Respekt ein. Noch mehrere hundert Meter werden wir auf diesem elenden Schiefergeröll wandern. Auf beinahe durchgehend steilem Pfad, der kaum Zeit zum Verschnaufen lässt. Dabei bräuchten wir diesen in dieser Höhenluft so dringend.

Der Blick zurück lässt uns mit dem Kopf schütteln. Das Tal des Mestiachala scheint ewig weit weg, doch irgendwie haben wir diese Strecke ja bewältigt. Das kräftige Grün der Gräser rund um die Koruldi-Seen schafft einen krassen Kontrast zum Schiefergeröll, das mal grau, mal schwarz, mal rotbraun um uns herum zerrinnt.

Mestia Chalaadi-Gletscher Wandern

Linker Hand breitete sich ein erstes Schneefeld auf. Angesichts der Spätsommersonne konnten wir jedoch bis etwa 3.000 Meter im T-Shirt wandern.

Mestia Chalaadi-Gletscher Wandern

Die erste Hürde nach den Koruldi-Seen. Hinter diesem Kamm hofften wir, den Chalaadi-Gletscher zu Gesicht zu bekommen.

Zum ersten Mal auf 3.000 Metern

Als wir die 3.000 Meter erreichen, schlagen wir ein. Wir sind stolz, und doch wird uns bange. Die Uhr tickt immer weiter. Während die anderen Wanderer auf dem Weg zum Chalaadi-Gletscher allesamt mit Jeeps zurück nach Mestia kutschiert werden, müssen wir die gesamte Strecke zu Fuß zurücklegen. Schaffen wir das? Oder sollten wir umkehren, ohne den Gletscher überhaupt gesehen zu haben?

Diese Gedanken kreisen immer wieder um uns. In jedem Blickkontakt zwischen John und mir schwingt Unsicherheit mit. Und so können wir es nicht fassen, als wir voller Vorfreude den Kamm erreichen, hinter dem wir den Chalaadi-Gletscher vermuten. Bis wir feststellen, dass es das noch nicht gewesen ist. Denn statt dem Gletscher bekommen wir einen weiteren Kamm vor die Nase gesetzt.

Mestia Chalaadi-Gletscher Wandern

Die Schneefelder am Fuße von Mount Ushba schmiegen sich in die Hänge des Kaukasus.

Selbstzweifel

Schaffen wir das? Wir beginnen zu diskutieren. Es bleibt beim Schiefergeröll. An keiner Stelle werden wir besagte Trittfestigkeit haben. Die Schneefelder werden immer größer. Ein immer kräftigerer Wind säuselt um unsere Ohren. War der Wanderpfad bis eben zumindest noch ansatzweise zu erkennen, ist er nun völlig verschwunden. Wir könnten uns einzig an zwei anderen Wanderern orientieren, die ein paar hundert Meter Luftlinie weiter dem Ziel bereits ein großes Stück näher sind als wir.

Wir machen weiter. Doch es sollte nicht das letzte Mal sein, dass wir ins Diskutieren geraten. Wir befinden uns über einem Schneefeld, als wir nacheinander kurz ins Straucheln geraten. Rechts von uns geht es steil bergab. Nach vorne geht nichts mehr. Auf gleicher Strecke zurück? Auch nicht viel ungefährlicher. Umkehren? Jetzt? Kurz vor dem Gletscher? Wir wissen es nicht und steigen zunächst ein paar Meter bergab, um entlang des Schnees in eine sichere Senke zu wandern.

Mestia Chalaadi-Gletscher Wandern

Schnee ist hier wohl länger nicht gefallen, einige Schneefelder halten um 3.000 Meter Höhe das ganze Jahr über durch.

Mestia Chalaadi-Gletscher Wandern

Ist das links ein Wanderweg? Wir wissen in der Retrospektive selbst nicht mehr, ob es nicht doch eher besagter Irrweg ist.

Grenzen der Vernunft

Eine letzte Lagebesprechung. Wir sind bereits eine Stunde hinter Zeitplan. Selbst wenn wir den Rückweg optimistisch einschätzen, wird es inzwischen knapp, vor Sonnenuntergang in Mestia anzukommen. Unsere Herzen klopfen schnell. Und gefühlt müssen wir alle 50 Meter eine Pause einlegen, um uns an die dünne Luft auf über 3.000 Metern zu gewöhnen. Was machen wir hier eigentlich?

Doch obwohl es keine vernünftigen Argumente mehr gibt, weiter in Richtung Chalaadi-Gletscher zu wandern, können wir es einfach nicht lassen. Es gibt diese Momente, in denen spielt Vernunft kaum eine Rolle mehr. Wenn es andere schaffen, dann schaffen wir es auch. Und vor allem wollen wir diesen verdammten Gletscher sehen, wenn wir uns morgen dank Muskelkater schon nicht mehr bewegen können werden.

Mestia Chalaadi-Gletscher Wandern

Im Sonnenschein entstehen zwischen Geröll und Schnee scharfe Farbkontraste.

Mestia Chalaadi-Gletscher Wandern

Die Hochgebirgslandschaft über 3.000 Metern hatte ihren ganz eigenen Reiz. Über drei Stunden verbrachten wir zwischen Geröll und Himmel.

Nichts geht mehr

Nachdem wir eine vergleichsweise sanftmütige Alternative zu unserem bisherigen Weg zum Gletscher gefunden haben, schlägt schließlich die Stunde der Wahrheit. Inzwischen befinden wir uns auf über 3.300 Metern. Über uns hören wir bereits die ersten Schreie der Erleichterung und wissen: Da oben kommt kein weiterer Kamm. Da oben werden wir Mount Ushba wiedersehen, zu dessen Fuße sich der Chalaadi-Gletscher ausbreitet.

Es folgt einer jener Reisemomente, in dem die Gefühle mit uns durchgehen. Eine letzte Steilwand liegt vor uns, auf der es bei bestem Willen keinen Halt mehr zu geben scheint. Mal ums Mal verzweifeln wir daran, wie sich lose Steine unter unseren Füßen und Händen verschieben und gen Abgrund fallen. Werden wir es schaffen? In keinem anderen Moment waren die Zweifel so groß.

Mestia Chalaadi-Gletscher Wandern

Wer 2.000 Meter nach oben wandert, muss mit solch schwindelerregenden Aussichten leben können.

Mestia Chalaadi-Gletscher Wandern

Die Idylle trügt, doch ein paar Hartgesottene beten auch auf 3.300 Metern die Sonne an.

Ein Moment des Wahnsinns

Ich weiß nicht, was in der Situation mit mir passiert. Doch von einer Sekunde auf die andere bemerke ich, dass des Rätsels Lösung in der Schnelligkeit liegt. Ich nutze meine letzten Kraftreserven und schnelle die Steilwand auf allen vieren nach oben. Durch mein Tempo gebiete ich es dem lockeren Boden nicht, unter meinen Füßen wegzurutschen. Und plötzlich sehe ich die beiden Gipfel des Mount Ushba vor mir.

Freuen kann ich mich in diesem Moment nicht so richtig. Denn dieser kurze Wahnsinn, der mich gerade nach oben trieb, hat John noch nicht ergriffen. Er winkt ab, bleibt an Ort und Stelle sitzen. Und so bin ich auf mich alleine gestellt, als ich die letzten Meter auf dem Kamm nach oben laufe und den Chalaadi-Gletscher mit meinen Blicken aufsauge.

Mestia Chalaadi-Gletscher Wandern

Der Ausblick, für den wir über unsere Grenzen gehen mussten. Die Doppelspitze des Mount Ushba, unter dem sich der Chalaadi-Gletscher ausbreitet.

Blick auf Mount Ushba

Um zu realisieren, welche inneren Grenzen ich gerade überschritten habe, suche ich mir ein sicheres Plätzchen und setze mich hin. Ich schaue auf Mestia hinab und frage mich erneut, wie zur Hölle ich diese Strecke zurückgelegt habe. In sieben Stunden haben wir rund 2.000 Höhenmeter zurückgelegt. An den vor uns liegenden Rückweg kann ich in diesem Moment gar nicht mehr denken.

Plötzlich sehe ich 40 Meter unter mir einen Kopf hinter dem Geröll aufsteigen. Ich muss aufpassen, dass mir in diesem Gefühlszustand keine Träne die Wange hinunterrollt. John hatte offensichtlich einen Moment gebraucht, um die Geisteskraft zu entwickeln, dieses letzte Hindernis zu überwinden. Doch auch er hat seine persönlichen Grenzen erweitert. Es ist solch ein Glück, dass wir diesen Moment gemeinsam teilen können.

Mestia Chalaadi-Gletscher Wandern

Ein Blick zurück, und noch jede Menge Arbeit vor uns: Bis ins Tal des Mestiachala brauchten wir weitere drei Stunden.

Mestia Chalaadi-Gletscher Wandern

Auf dem Rückweg hieß es für uns vor allem auch, noch einmal die Gebirgspanoramen zu unserer linken und rechten Seite zu genießen.

Höhenangst auf 3.400 Metern

Doch vor dem Abenteuer ist bekanntlich nach dem Abenteuer. Langsam kühlen meine Emotionen ab und lassen mich verstehen, dass wir diese letztes verdammte letzte Stücke nun wieder hinunter müssen. Ich lerne zum ersten Mal kennen, was Höhenangst ist. Bin ich auf den allerletzten Metern nach oben aufrecht gelaufen, so klammere ich mich nach unten geradezu an die schroffen Felsen.

Bis wir wieder das elende Schiefergeröll vor uns erblicken. Doch vom Anblick des Chalaadi-Gletschers euphorisiert, beginnen wir im Sauseschritt Höhenmeter für Höhenmeter nach unten zu springen. Was bergauf ein Grauen war, ist nun die reinste Komödie: Das Geröll liegt so locker, dass wir bergab eher das Gefühl haben, auf einer riesigen Sanddüne zu wandern.

Mestia Chalaadi-Gletscher Wandern

Bergab stellte das Schiefergeröll kein Problem mehr da.

Mestia Chalaadi-Gletscher Wandern

Die letzten Schneefelder ließen wir bald hinter uns.

Eine unerwartete Wendung

Auf dem Weg zurück zu den Koruldi-Seen bleibt damit die einzige Gefahr, zu viel Tempo aufzunehmen und vor eventuellen Hindernissen nicht schnell genug zum Halt zu kommen. Doch mal ehrlich: Wir haben gerade das für uns Unschaffbare gemeistert! Und so sprinten wir Meter für Meter nach unten und grinsen dabei wie kleine Kinder um die Wette.

Für den Weg zwischen Koruldi-Seen und Chalaadi-Gletscher benötigten wir drei Stunden. Auf umgekehrter Strecke ist es gerade mal eine halbe Stunde. Selbst das Zeitproblem hat sich dadurch in Luft aufgelöst. Wir werden pünktlich zum Sonnenuntergang in Mestia ankommen.

Mount Ushba, wir waren dir nahe. Wir werden dich wohl niemals erklimmen. Doch der Berg, den wir heute in uns selbst überwunden haben, ist höher als der Mount Everest.

Mestia Chalaadi-Gletscher Wandern

An dieser Stelle waren die Koruldi-Seen bereits wieder sehr nahe. Für den Abstieg brauchten wir bis dahin gerade einmal 30 Minuten.

Mestia Chalaadi-Gletscher Wandern

Dreck und Eis sorgen für auf dem letzten Schneefeld vor den Koruldi-Seen für ein schwarz-weißes Farbenspiel.

In Kürze: Unser 1 THING TO DO für Mestia

Was? Die Wanderung von Mestia zu den Koruldi-Seen bis zum Chalaadi-Gletscher verlängern.
Wo? Den ersten Teil der Wanderung von Mestia zu den Koruldi-Seen haben wir bereits im entsprechenden Artikel erläutert. Für die Strecke zum Chalaadi-Gletscher und zurück nach Mestia brauchten wir bei einigen Umwegen insgesamt elf Stunden.
Wie viel? 
Es fallen keinerlei Eintrittsgebühren an, die Gegend ist kein Nationalpark. Kosten fallen lediglich für Proviant und Wasser an, von dem man genügend im Rucksack dabei haben sollte.
Warum? Um Aug in Aug mit Mount Ushba deine eigenen Grenzen zu überwinden.

Mestia Chalaadi-Gletscher Wandern

Geschafft! Uns zwar in beiden Sinnen des Wortes.

Mestia Chalaadi-Gletscher Wandern

Als wäre alles wie geplant gelaufen, erreichten wir Mestia zum Sonnenuntergang um kurz vor 20 Uhr.

Gerne würden wir zum Abschluss des Artikels noch unsere Route zwischen Koruldi-Seen und Chalaadi-Gletscher beschreiben. Doch Hand aufs Herz: Spätestens nach dem ersten Bergkamm ist sowieso kein Weg mehr in Sicht. Unser Tipp daher: Rechts halten und Ausschau nach anderen Wanderern halten. Es kann hier oben nicht schaden, zumindest als lose Gruppe unterwegs zu sein. In welcher Situation auf Reisen hast du deine Grenzen neu definiert? Wir freuen uns auf deinen Kommentar!

Einige Eindrücke unserer Wanderung von Mestia über die Koruldi-Seen zum Chalaadi-Gletscher bekommst du auch im Video zu unserer Kaukasus-Reise (ab Minute 3:43). Film ab!

 

Reisen um zu reisen!
John & Marc

4 thoughts on “Chalaadi-Gletscher: Wässrige Augen auf 3.400 Metern”

  1. Rosi says:

    Vielen Dank für deine Antwort! Das deckt sich mit meinem Vorhaben, den Juni als Reisemonat rauszupicken. September geht leider bei uns nicht. Irgendwann muss man sich ja auch mal festlegen 😂

    1. 1 THING TO DO says:

      Gerne! Ihr seid auf jeden Fall gut in der Zeit… 🙂

  2. Rosi says:

    Mir gefällt, wie du von „Grenzen erweitern“ schreibst. Ich kann mit dem Begriff über die eigenen Grenzen hinausgehen immer nicht so viel anfangen. Die sind ja willkürlich gesteckt, ohne eine Ahnung zu haben, wo die wirklich liegen.
    Ich hab mir bei einem kleinen Sturz auf einer Weitwanderung dieses Jahr die zwei kleinen Fingergelenke unwissentlich ausgekugelt und als ich dachte, die Hand ist gebrochen und mal gefühlt habe, wie schlimm es ist, habe ich mir dabei die Finger wieder eingekugelt.
    Zu Hause wäre ich mit dem Drama zum Arzt und Röngten usw. gegangen. In der Situation war ich danach noch fast sechs Wochen unterwegs und hatte das Gott vertrauen, dass alles wieder wird. Da hab ich mich oft gefragt, wie das mit den eigenen Grenzen ist, und ob ich die überwunden habe.
    Deine Formulierung hat mir das wieder in Erinnerung gebracht und so würde ich jetzt auch sagen: ich hab sie erweitert!
    *Anmerkung meinerseits: Das ist nicht zur Nachahmung empfohlen…sowas muss jeder selber wissen!

    So…nun zum Rest: zu welcher Jahreszeit warst du unterwegs. Wir wollen nächstes Jahr auch nach Georgien und ich kann mich nicht entscheiden, wo ich zwischen Mai und Oktober eine Entscheidung treffen soll?
    Die Bilder sind sehr fernwehauslösend und die Tour war hammerhart, aber visuell genial 👍🏽

    1. 1 THING TO DO says:

      Hallo Rosi,

      vielen Dank für den Kommentar! 🙂 „Grenzen erweitern“ ist in der Tat ein Begriff, in dem viel und nichts steckt. Letzten Endes erweiterten wir ja persönliche Grenzen, von deren Existenz wir vorher gar nicht wussten. Das war in dem von dir beschriebenen Fall sicherlich nicht anders…

      Zu Georgien: Wir fanden den September ideal. Die Wanderwege sind im Spätsommer auch über 3.000 Meter schneefrei (was zum Beispiel im Mai keine Selbstverständlichkeit ist) und das Klima ist warm, aber nicht zu heiß. In Tiflis hatten wir zwar auch im September teilweise über 35 Grad, aber im Gebirge und in Batumi am Schwarzen Meer war es stets angenehm. Daher: Wir würden den Hochsommer meiden und plädieren für Juni oder September. Im Oktober könnte es in den Gebirgen schon wieder etwas ungemütlicher zugehen – in Mestia liegen die Temperaturen aktuell bereits unter zehn Grad. In Höhe der Koruldi-Seen etwa ist damit auch tagsüber schon Frost angesagt.

      Liebe Grüße!
      John & Marc

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