1 THING TO DO: Unser Manifest

Jeder Reiseblog startet mit einer Idee. Die meisten möchten ganz einfach ihre Reiseerlebnisse niederschreiben und teilen. Ein wenig inspirieren. Uns geht es da nicht viel anders! Und doch haben wir uns vorgenommen, dem Blog eine eigene Note zu geben. Damit das auch so bleibt, halten wir sie an dieser Stelle einmal fest – als Manifest. Geschrieben von John & Marc.

Wir schreiben authentisch.

Auf unseren Sofia Reisebericht, welcher der Stadt nicht unbedingt schmeichelt, bekamen wir vielfach folgendes Feedback: Es sei angenehm, auf einem Reiseblog auch einmal einen negativen Artikel zu lesen. Grund genug für uns, weiterhin kein Blatt vor den Mund zu nehmen! Das Gute: Die wirklich schönen Erlebnisse, unsere 1 THING TO DOs, strahlen so noch farbenfroher.

Wir sind eine kleine Anti-Stress-Kur.

„24 Stunden Wannen-Eickel: Wie du das Beste aus nur einem Tag in Wanne-Eickel holst“
Wer kennt das nicht? Man hetzt von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit, von vermeintlichem Must-do zu Must-do. Am Ende hat man viel gesehen, aber das Urlaubsziel überhaupt nicht kennen gelernt. Deshalb wollen wir entschleunigen und dazu inspirieren, sich auf Reisen einfach einmal treiben zu lassen. Einfach einmal falsch abzubiegen. Und so die versteckten Geheimnisse einer Destination zu entdecken. Vielleicht sogar das 1 THING TO DO.

Vourvourou Enspannung Chalkidikí

Ein Blog als kleine Anti-Stress-Kur: Auch in Vourvourou auf der Chalkidikí drehte sich die Welt entspannender Weise ziemlich langsam.

Wir schreiben niemandem etwas vor.

„33 Dinge, die du in Frankfurt (Oder) unbedingt gesehen haben musst“ –
Was sollen eigentlich diese Must-Dos? Wer nimmt sich das Recht heraus zu definieren, was wir auf Reisen sehen müssen? Reisen, das heißt doch eigentlich Neues zu entdecken. Neue Wege zu betreten. Die Welt mit eigenen Augen zu sehen! Anderen nur nachzureisen, das ist für uns der Tod des Reisens. Aus diesem Grund sind unsere Reiseberichte subjektive Eindrücke ohne jeglichen Anspruch darauf, dass sie jemand nachmachen soll. Ein Motto aber geben wir natürlich zwischen den Zeilen immer mit auf den Weg: Lasst uns reisen um zu reisen!

Wir schreiben keine Listenartikel.

Listen sind unterhaltsam. Listen sind kompakt. Listen sind Appetithappen für zwischendurch. Aber: Listen sind nichts für uns. Für uns sind Listen Ausdruck einer Welt, die sich immer schneller dreht. Alle 1000 Places To See Before You Die“ wird wohl niemand jemals erblicken. Und auch die „25 schönsten Orte in Krakau“  bewegen sich bestenfalls an der Oberfläche. Wir konzentrieren uns aber lieber auf den Moment. Das 1 THING TO DO. Überlassen die Listen anderen. Und lassen die Welt so ein bisschen langsamer drehen.

Krakau Street Art

Auch unser Krakau Reisebericht wäre sicherlich einen ausgiebigen Listenartikel wert gewesen. Am Ende stand aber ein weiteres 1 THING TO DO im Vordergrund.

Wir sind KEYWORD keine Google-Manufaktur KEYWORD.

Liebes Google. Als Blogger möchten wir KEYWORD natürlich von dir gefunden werden. Artikel KEYWORD, die vor Keywords KEYWORD jedoch nur so strotzen, damit das Keyword KEYWORD KEYWORD um Himmel’s KEYWORD Willen auch von dir gefunden wird KEYWORD, machen den schönsten Text jedoch allzu oft zu einer reinen KEYWORD Keyword KEYWORD Müllhalde. Aus diesem Grunde beschränken wir uns auf ein Minimum an Suchmaschinenoptimierung. Sorry, Google. Du weißt ja nicht, was dir entgeht. 🙂

Wir bleiben auch bei Kooperationen dieselben.

Früher oder später müssen wir die Ausgaben für unseren Blog irgendwie decken. Und zwar schlichtweg mit Werbung, die dann auch als solche gekennzeichnet wird. Wir haben uns jedoch vorgenommen, nur solche Kooperationen einzugehen, die dir als Leserin oder Leser auch wirklich einen Mehrwert bringen und zur Idee von 1 THING TO DO passen. Da wir den Blog nebenberuflich betreiben, sind wir auf Kooperationen derzeit nicht angewiesen. Das wird es einfacher machen, von Beginn an wählerisch zu bleiben. Bisher haben wir nämlich alles dankend abgesagt.

In diesem Sinne: Bleib‘ uns erhalten, und –

Reisen um zu reisen!
John & Marc

18 thoughts on “1 THING TO DO: Unser Manifest”

  1. Laju says:

    Hallo zusammen

    Spannende Idee!
    Treu nach eurem Motto Reisen um zu reisen, bin ich ein wenig durch euren Blog gestolpert, falsch abgebogen und plötzlich beim Balkan-Trip gelandet. Ich freue mich schon darauf, diesen in Ruhe zu lesen und in Erinnerungen an meine eigene Balkanreise 2010 zu schwelgen *träum*

    Vielleicht treffen wir uns ja mal auf einer Reise irgendwo im Nirgendwo. Ich bin dann die Durchgeknallte mit den Taschendrachen 😉

    LG Laju

    1. 1 THING TO DO says:

      Hi Laju, freut uns, dass auch du den Balkan zu lieben scheinst! Für uns geht es dieses Jahr wieder in den Südosten Europas, wir reisen von Kiew nach Montenegro und hoffen wieder auf spannende Reiseberichte. 🙂

      Liebe Grüße
      John & Marc

  2. Gabriel says:

    mega-gut! kein bullshit. daumen hoch – i like 🙂

    1. 1 THING TO DO says:

      Sehr schön, danke. 😀

  3. Anonymous says:

    Ach, so ein Manifest sollte ich für mich vielleicht auch mal verfassen. Aber momentan gilt für mich nur ein Grundsatz: Ich will Freunde und Familie über meine Erlebnisse auf Reisen informieren und dabei meine Fotos herzeigen. Und wenn auch fremde Leute Freude daran haben, so freue ich mich einfach um so mehr. Trotzdem, sind meine Artikel prinzipiell an Leute gerichtet, die mich persönlich kennen.

    1. 1 THING TO DO says:

      Ich glaube, genau auf diese Art und Weise sind viele Reiseblogs vor ein paar Jahren auch erst „groß“ geworden. Also man weiß nie, was passiert. 😀

  4. jasmin says:

    Danke für das „Gegen-den-Strom-schwimmen“, gesponsorte Lieblings(-stadt)/(-land)/(-fluss)-Artikel gibt es schon zur Genüge. Ein Hoch auf die Blog-Rebellen. ^^ Weiterhin viel Spaß beim Authentisch-sein!

    1. 1 THING TO DO says:

      Danke dir! 😀 Werden wir haben… 🙂

  5. Heike von The Tastemonials says:

    Ihr 2 habt vollkommen recht und euer Manifest finde ich Klasse! Dieses Abhaken von Sehenswürdigkeiten kann so ausarten, daß man nach dem Urlaub urlaubsreif ist. Deswegen wird am Anfang meiner Reisen erst mal ausgiebig essen gegangen, dazu eine Flasche Wein, die mit viel Muse getrunken wird und das am besten an einem Platz mit vielen Menschen, damit man langsam Eintauchen kann in die neue Umgebung. Trotzdem finde ich Listen mit Must-Visits als Anhaltspunkt gut, auch wenn wir am Ende meistens ganz woanders enden 😉 GLG, Heike

    1. 1 THING TO DO says:

      Danke dir, Heike! Und ein gutes Konzept, um den Urlaub entspannt zu beginnen… 🙂

  6. Anonymous says:

    Euren Gedanken und Ausführen kann ich voll und ganz zustimmen und unterstützen. Als ich so jung war wie ihr – also zu Urzeiten 😀 – ohne Internet, mobile Telefone, Navi, Maps – setzten wir uns einfach in unseren R4 mit einer Karte und fuhren los Richtung Westen bis wir irgendwann in der Bretagne ankamen – zum Beispiel. Diese Reisezeiten waren für mich die schönsten, denn es ist schwer sich den Reiseberichten, Reiseführern etc. zu entziehen, aber ich versuche auch erst vor Ort Entscheidungen zu treffen, was denn heute entdeckt werden könnte. Besonders erlebnisreich und mit unglaublich vielen „Begegnungen“ verbunden waren unsere beiden Motorrollerreisen über die Alpen nach Italien – wohlgemerkt mit einer 80er Vespa – und hinten drauf Zelt, Luftmatratze, Koffer und die schönsten Plätzchen gesucht. Da war ich allerdings schon 33 Jahre alt, aber immer noch abenteuerlustig und davon ist mir auch heute noch was übrig geblieben.
    Macht weiter so und ich freue mich auf „Reisen mit Marc und John“. Liebe Wochenendgrüße nach Berlin!

    1. 1 THING TO DO says:

      Wir denken auch, dass die neuen Technologien nicht nur positive Auswirkungen auf das Reisen haben. Vielleicht spricht aus uns auch eine Art Sehnsucht nach alten Zeiten, obwohl wir die ja auch kaum noch kennen…

  7. Igor (7 Kontinente) says:

    Guter Artikel! Ich glaube, beim KEYWORD erscheint ihr nun auf Seite 1 bei Google. 🙂
    Dennoch muss ich euch teilweise widersprechen. Neulich wurde ich gefragt, was es in Rom zu sehen gibt ausserhalb den typischen Sehenswürdigkeiten. Da gab ich auch zur Antwort, dass genau diese „typischen“ Sehenswürdigkeiten Rom und deren Geschichte am besten widerspiegeln. Das trifft auch auf einige andere Destinationen zu.
    Viele Grüsse, Igor

    1. 1 THING TO DO says:

      Haha, na mal schauen! 😀 In Rom waren wir beide zusammen noch nicht, aber es kann durchaus sein, dass auch die Hauptsehenswürdigkeiten einfach das Highlight sind. Niemand würde etwa wohl behaupten, dass der Eiffelturm nicht beeindruckend ist. 🙂 Liebe Grüße!

  8. WoMolix says:

    Ihr sprecht uns aus der Seele. Seit ein paar Wochen gehen uns ähnliche Gedanken fúr einen Artikel im Kopf herum. Nun seid ihr uns zuvor gekommen. 😃😉😬

    LG WoMolix und WoMoline

    1. 1 THING TO DO says:

      Haha, aber das verhindert ja nicht, euren eigenen zu schreiben. 🙂 Liebe Grüße!

      1. WoMolix says:

        Das werden wir, aber nicht gleich – sieht sonst wie abgeschrieben aus 😈. Und wie es Abschreiben ergeht, haben wir bei Herrn Dr. von und zu Gutenberg gesehen. *lach 😂😂😂😂

  9. Tobias says:

    Jo, das Manifest kann man so unterschreiben. 😉

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