Jüdisches Viertel Budapest: Geschichte, Kunst, Essen

Im Jüdischen Viertel Budapest verstecken sich neben unserem 1 THING TO DO einige bekannte und weniger bekannte Highlights. Besonders die Straßen und Gassen rund um die quirligen Gozsdu-Höfe haben uns vom ersten Moment an angefixt. Ein fotografischer Spaziergang durch das Jüdische Viertel im Budapester Stadtteil Pest. Geschrieben von John & Marc.

Jüdisches Viertel Budapest: Der Tabaktempel

Hättest du gedacht, dass sich ausgerechnet in Budapest Europas größte Synagoge befindet? Der Tabaktempel im Jüdischen Viertel verfügt über rund 3.000 Sitze. Ihren ungewöhnlichen Namen verdankt die Synagoge übrigens der Gasse, in der sie steht. Das religiöse Gebäude im maurischen Stil wurde nämlich in der Tabakgasse errichtet.

Direkt neben dem Tabaktempel kannst du auch das Jüdische Museum Budapests besuchen. Dieses steht an der Stelle des Geburtshauses von Theodor Herzl, dem Begründer des modernen Zionismus. Herzl wurde am 2. Mai 1860 in Pest geboren, das damals noch eine eigene Stadt war.

Jüdisches Viertel Budapest

Die größte Synagoge Europas erhielt ihren „Spitznamen“ durch die sie umgebende Tabakgasse.

Tabaktempel Synagoge Budapest

Die maurische Optik der Synagoge soll an die orientalische Herkunft der Juden erinnern.

Budapest Synagoge

Die größte Synagoge Europas wurde im Jahr 1859 eingeweiht.

Street Art im Jüdischen Viertel Budapest

Gemessen an der Dichte von Street Art im Bezirk VII, in dem auch das Jüdische Viertel liegt, könnte man die Gegend auch als eines der kreativen Zentren der ungarischen Hauptstadt bezeichnen. Hiermit stellen wir einige unserer Favoriten vor, die wir auf unseren Besuchen 2015 und 2016 in Budapest festgehalten haben.

Street Art Budapest

Vogelfreie Farbenpracht, die man hier trotz Schatten wunderbar erkennen kann.

Street Art Budapest

Bei diesem Werk geht es weniger um die Farbenpracht, denn um die liebevolle Kleinarbeit: Man schaue sich nur die glänzende Haarpracht an.

Street Art Budapest

Eine Anti-Hommage an Plastikmüll. Auch so kann Street Art aussehen.

Jüdisches Viertel Budapest

Prominente Street Art: Die Looney Tunes porträtiert in den Gozsdu-Höfen.

Budapest Street Art

Mit diesem überdimensionalen Portrait eines Flüchtlingskindes macht die UNICEF in den Gozsdu-Höfen auf die Problematik aufmerksam.

Budapest Street Art

Wo es keine Natur gibt, malt man sich eben eine.

Trubel in den Gozsdu-Höfen

Guilty Pleasure: Auf unseren ersten beiden Reisen durch Budapest verging kein Tag, an dem wir nicht in den Gozsdu-Höfen Einkehr hielten. Das Ambiente hier kommt leider unglaublich touristisch rüber. Auch viele Geschäftsleute aus aller Welt kommen hier zum gemeinsamen Lunch oder Dinner zusammen.

Die Gozsdu-Höfe sind aber auch einfach zu praktisch, um sie einfach so außer Acht zu lassen. Restaurant reiht sich an Restaurant, Café an Café, Bar an Bar. Besser gesagt kam es uns manchmal so vor, als sei dies alles eine einzige Restaurantcafébar. Fotofans erfreuen sich außerdem an den bunten Lichterketten – aber bitte nur heimlich fotografieren. Man will die verbliebenen Einheimischen ja nicht noch mehr nerven. 😉

Jüdisches Viertel Budapest

Einer der Eingänge in die Gozsdu-Höfe, die aus sechs miteinander verbundenen, quirligen Hinterhöfen bestehen.

Budapest Gozsdu Udvar

Im Restaurant Spiler treffen Budapester auf Touristen und Geschäftsleute aus aller Welt. Manchmal hört man hier aber auch Ungarisch.

Budapest Gozsdu Udvar

Mit ihren Lichterketten und liebevoll gestalteten Lokalen versprühen die Gozsdu-Höfe einen ganz eigenen Charme.

Street Food im Jüdischen Viertel: Karaván Market

Quasi direkt nebenan lauert der Karaván Street Food Market. Die Touriquote bleibt auch hier hoch, allerdings lässt sich hier an lauen Sommerabenden ganz wunder ein Imbiss vernaschen oder ein Bierchen trinken. Wir empfehlen vor allem den Lángos-Stand, da hier das Preis-Leistungs-Verhältnis am ehesten stimmt.

Budapest Karavan Street Food

Außer eigener Erfahrung lohnt ein Pin auf Google Maps, um den Karaván Street Food Market letztlich auch zu finden.

Karavan Street Food Budapest

Bunte Lichter gibt es auch auf dem Karaván Street Food Market zu bestaunen.

Budapest Karavan Street Food

Könnte sowohl ein Bild von 2015 und 2016 sein. Ist aber auch einfach zu lecker. 😉

Jüdisches Viertel Budapest bei Nacht

Das Jüdische Viertel Budapest erwacht erst spät am Tag. Zum ersten Mal drehten wir hier in den Morgenstunden unsere Runden, als die meisten Läden noch geschlossen hatten. Das könnte daran liegen, dass die Straßenzüge und allen voran die berühmten Ruinenbars von feiernden (und trinkenden) Menschen aus aller Welt besucht werden. Danach soll ein bisschen Ausschlafen ja gegönnt sein.

Budapest Gozsdu Höfe

Und es geht weiter mit den Lichterketten, an denen man sich aber auch kaum satt sehen kann.

Budapest Szimpla Kert

Blick von der zweiten Etage der Ruinenbar Szimpla Kert, wo wir schlussendlich auch unser 1 THING TO DO für Budapest entdeckten.

Schon entdeckt? Unser Budapest Reisebericht verspricht bittersüßes Lesevergnügen. Was genau wir damit meinen, erfährst in unserem darin geschilderten 1 THING TO DO für Budapest. Wir wünschen viel Spaß beim Stöbern!

Reisen um zu reisen!
John & Marc

12 thoughts on “Jüdisches Viertel Budapest: Geschichte, Kunst, Essen”

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  3. cornelia1972 says:

    Ich war bereits 2x dort – einmal im Sommer 2010 – da war grad ein Folklorefestival an der Donau ab Kettenbrücke – Sonnenschein, viele bunte Standln, völkerverbindende Musik und tolle Stimmung – die Stadt hat sich von ihrer besten Seite gezeigt! – Hab auch nachts einige tolle Fotos gemacht – von den Brücken, dem Parlament etc – und von den vielen Spinnennetzen an der Kettenbrücke:-) – sehr schöner Beitrag (bzw. Beiträge) – LG aus Wien (auch hier kann man suuuuuuuuuupertolle Fotos machen;-) C.

    1. 1 THING TO DO says:

      Danke! Das klingt nach wirklich tollen Erlebnissen in Budapest. 🙂

      Nach Wien wollen wir auch mal… wer weiß, vielleicht schon 2016.

      Liebe Grüße aus Berlin nach Wien

      1. cornelia1972 says:

        Vielleicht fahren wir 2016 wieder nach Berlin 🙂 haben sehr liebe Freunde da…. LG und viel Spaß beim Reisen, planen, erleben, fotografieren

  4. Paleica says:

    bei nacht mochte ich es besonders!! und der fassadenfetisch, der gefällt mir!

    1. 1 THING TO DO says:

      Wo mochtest du es nachts am meisten? An der Donau? Ich glaube, wir waren mehr Team Sonnenuntergang, aber nachts hatte definitiv auch was. 🙂

      1. Paleica says:

        ja! die brücke und das rathaus <3 <3 <3

  5. A vida louca says:

    Ich war leider noch nie in Ungarn und ich wusste gar nicht, dass Budapest so wundervoll ist. Denn in Miteleuropa interessieren sich die meisten leider wohl eher für südliche oder westliche Länder

    1. A vida louca says:

      Mitteleuropa sollte das heißen 🙂 Hab ich es in meinem Schreibwahn vergessen. Aber toller Post. Lädt zum Hinfahren ein 🙂

    2. 1 THING TO DO says:

      Wobei Budapest zu den zehn am häufigsten besuchten Städten Europas zählt. Nicht zu unrecht, finden wir! 🙂

      1. A vida louca says:

        Irgendwie erzählen aber nur die wenigsten davon bzw. schreiben in ihrem Blog darüber. Wart ihr denn nur in Budapest oder auch in anderen ungarischen Städten oder vielleicht auch in kleineren Dörfern?

        1. 1 THING TO DO says:

          Wir waren leider nur in Budapest, sind uns aber sicher, dass es noch einiges in Ungarn zu entdecken gibt. Als Kind war ich (Marc) auch am Balaton, ebenfalls eine schöne Gegend.

          In Skopje trafen wir auf einen Bayer, der auch in einer Kleinstadt im Süden Ungarns unterwegs war und dort leider sehr starke Fremdenfeindlichkeit gespürt hat, seine Berichte waren ziemlich besorgniserregend. Das sollte man auf jeden Fall im Hinterkopf behalten derzeit, ohne natürlich an dieser Stelle pauschalisieren zu wollen…

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