Ausflugstipps Berlin: Vom Landwehrkanal zur Pfaueninsel

Berlin kann eigentlich alles: Von durchzechten Wochenenden bis zur Entspannung am Spreeufer, von Mainstream-Sightseeing bis zur Kiez- und Kneipentour am Abend. Im Rahmen von GO EAST! fragten wir fünf Reiseblogger_innen nach ihren Ausflugstipps für Berlin. Als Antwort bekamen wir fünf Ausflugstipps, die du so in wohl kaum in einem Reiseführer finden wirst. Zusammengestellt von John & Marc.

Ausflugstipps Berlin

Ausflugstipps Berlin: Reiseblogger verraten ihr 1 THING TO DO für die Hauptstadt.

Ausflugtipps Berlin: Fünf Reiseblogger berichten

Tempelhofer Feld: Freiheit genießen mitten in der Stadt

Ein Reisetipp von 22places. Bei Touristen steht der ehemalige Flughafen Tempelhof noch nicht ganz so hoch im Kurs, für die Berliner ist er eine Oase mitten in der Stadt. Nirgendwo sonst in Berlin kannst du so in die Ferne schauen, die Sterne sehen und die Weite genießen.

Am schönsten ist es dort vor und zum Sonnenuntergang, wenn die Neuköllner mit einer Picknickdecke und einem kühlem Bier vom Späti zum Feld pilgern, um den Abend ausklingen zu lassen. Unsere Wohnung liegt nur wenige Gehminuten von der Ostseite des Felds entfernt. Das Tempelhofer Feld ist sozusagen unser riesiger, persönlicher Vorgarten und definitiv unser Lieblingsort in Berlin. – Weiterlesen

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Berlin wie es tanzt und lacht

Ein Reisetipp von Finding Hummingbirds. Tanzen an der Spree, Pizza essen, Theater unter freien Himmel, Märchen für Erwachsene, kostenfreie Klassikkonzerte – im Monbijoupark ist richtig was los. Nach zehn Jahren in Berlin hat sich dieses wunderbare Fleckchen Erde zu meinem absoluten Lieblingsplatz gemausert. Der kleine, aber vielversprechende Park liegt an der Spree, direkt neben der weltweit einmaligen Museumsinsel. Am besten erreicht man ihn vom Hackeschen Markt aus (und schaut sich vorher noch in den tollen Hackeschen Höfen um).

Im Sommer locken Strandbar, Liegestühle, leckere Pizza, Amphitheater und ganz viel Musik. Tanzen mitten an der Spree. Zu Salsa, Tango oder ganz modern. Berlin von seiner schönsten Seite! Und immer sonntags werden kostenfreie Klassikkonzerte auf der Museumsinsel aufgeführt.

Berlin von seiner vielleicht lustigsten Seite erlebt man im Amphitheater. Gespielt werden Shakespeare, Molière oder auch Goethe. Interpretiert wird modern, frisch und spritzig. Im Winter wird es dann kuschelig. Das Theaterensemble zieht in seine „Hexenkessel“. Statt kalten Getränken werden Glühwein, warme Suppe und Schmalzstulle ausgeschenkt. Dazu laufen auf der Bühne Froschkönig, Dornröschen und Co. Aber nicht so wie aus dem Bilderbuch. Sondern nicht ganz jugendfrei und mit Ach und Krach! – Weiterlesen

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Neu-Venedig: Auf fünf Kanälen zur Entspannung

Ein Reisetipp von WowPlaces. Fünf Kanäle machen noch kein Venedig, aber für ein „Neu-Venedig“ reicht es locker. Man könnte denken, „Neu-Venedig“ sei ein Spitzname. Tatsächlich aber ist es der offizielle Name einer Siedlung im Berliner Ortsteil Rahnsdorf im Südosten der Hauptstadt.

Das Lagunen-Gebiet erweist sich als grüne Freizeitoase. Grüne Bäume und Büsche spiegeln sich im Wasser, das friedlich in der Sonne glitzert. Vereinzelt fahren Touristen in Booten und Kanus vorbei, genießen die Ruhe und die schöne Atmosphäre. Doch nicht nur die Kanäle sind sehenswert, sondern auch die Häuser am Ufer. Wobei der Begriff „Haus“ einigen Anwesen nur unzureichend gerecht wird: Es sind Villen, deren Besitzer sich mit Neu-Venedig eine der ganz besonderen Sonnenseiten Berlins ausgesucht haben.

Also, wer malerische Kanäle umgeben von einer bezaubernd schönen grüne Landschaft schätzt, sollte mal in Neu-Venedig vorbeischauen. – Weiterlesen

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Der Telefontanz

Ein Reisetipp von Meerblog. Einer meiner Lieblingskieze in Berlin ist Friedrichshain. Ehemaliges Arbeiterviertel, Gründerzeitcharme. Einfach samstags morgens durch noch leere Straßen Richtung Boxhagener Platz schlendern, immer dem Vintage-Charme dieser Ecke auf der Spur. Schriftzüge auf Fassaden, die von Sahnehäubchen und Polstermöbeln reden. Ordentlich gemischt mit Graffitti und Streetart, sonst wär’s ja nicht Berlin.

Auf dem Markt durftet es schon nach Köfte und Waffeln, doch ich suche mir eines der kleinen Cafés aus: Frühstück am Nierentisch im Mokofuk. Friedrichshain, das ist natürlich auch East-Side-Gallery, Osthafen, Volkspark und Oberbaumbrücke. Aber mein 1 THING TO DO liegt auf dem RAW-Gelände und misst nur einen Quadratmeter Grundfläche.

Auf begrenztem Raum geht es um etwas wirklich Essentielles: tanzen. Könnte man ja theoretisch überall, macht aber keiner. Also ab in die zur Disko umfunktionierten Telefonzelle. Egal wann, egal ob allein oder mit Freunden, so viele wie halt reinpassen. Jetzt nur noch auf ein Lied einigen. Was steht auf dem Bildschirm, nachdem ich die Münzen eingeworfen habe? „You can now open the door and dance like there is no tomorrow.“ – Weiterlesen

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Wachturm, Wochenmarkt und Wasserstraße: Ein Spaziergang am Landwehrkanal

Ein Reisetipp von Bezirzt. In Berlin tobt das Leben. Jeden Tag gibt es unzählige Dinge zu entdecken. Doch manchmal tut ein wenig Entschleunigung richtig gut. Mein 1 THING TO DO in Berlin ist daher eigentlich ganz simpel: Einfach einmal einen Gang herunterschalten, Berghain, Berghain sein lassen und beim Spaziergang am Landwehrkanal den Kopf freibekommen.

Früher durch den Mauerstreifen getrennt, führt einen heute der Spaziergang durch die Berliner Geschichte, vorbei an Subkultur und Sightseeing-Hotspots. Am Ufer kann man sich auf die Mauer setzen, Füße und Seele baumeln lassen und das Treiben beobachten.

Beginnen wir am Schlesischen Busch, wo noch einer der Wachtürme der Berliner Mauer steht. Von da geht es vorbei an der Lohmühle, eine der letzten Berliner Wagenburgen, wo öfter Flohmärkte oder Konzerte einladen. Am Maybachufer findet dienstags und freitags der sogenannte „Türkenmarkt“ statt, der in fast in jedem Reiseführer erwähnt wird. Hier gibt es nicht nur eine riesige Auswahl an Stoffen, Gemüse und Essensständen sondern auch Live-Konzerte mit internationalen Musikern.

tuerkenmarkt

Am Ende des Maybachufers kommt ihr zur Ankerklause, ein Berliner Urgestein, in dem angeblich schon Quentin Tarantino gerne mal sein Bierchen trank. Über den Kottbusser Damm am Planufer entlang geht es zur Admiralsbrücke, wo sich im Sommer unzählige Menschen auf der Brücke tummeln. Hier wird getrunken, gesungen, gechillt. Warum gerade da? Das weiß eigentlich keiner so genau, gemütlich ist es aber allemal.

Hier im Graefekiez gibt es aber auch eine ganze Reihe toller Cafés für ein Päuschen. Vor dem architektonischen Ungetüm Urban-Krankenhaus sitzt man mit dem Bier vom Späti auf der Wiese und beobachtet die Schwäne oder geht an Board des Restaurant-Schiffs „Van Loon“, wo man sich zumindest ein Gläschen Wein und maritimes Flair gönnen kann. Im Brachvogel, ein paar Schritte weiter, lässt man dann im Biergarten den Abend ausklingen und spielt eine Runde Minigolf. Und noch ein kleiner Geheimtipp am Maybachufer: Das Brammibal’s, der erste vegane Donutladen zumindest in Berlin. – Weiterlesen

planuferAls Hauptstädte haben natürlich auch wir beide ein paar Berlin Ausflugstipps für dich parat. So wagte Marc das Experiment, eine Reise vor der Haustür in Friedrichshain zu starten, während John sich in Schöneberg fragte, ob es eigentlich makaber ist, einen Friedhof als 1 THING TO DO zu empfehlen.

Reisen um zu reisen!
John & Marc

6 thoughts on “Ausflugstipps Berlin: Vom Landwehrkanal zur Pfaueninsel”

  1. Frances Dahlenburg says:

    Super schöne Tipps. Besonders gefreut hat mich, dass der Monbijou-Park dabei ist. Als Tango-Liebhaberin mein ganz persönliches Highlight, wenn ich den Sommer in meiner Heimatstadt genieße. Herzliche Grüße aus Buenos Aires.

    1. 1 THING TO DO says:

      Auch einer unserer liebsten Plätze für die Mittagspause… 🙂 Liebe Grüße zurück!

  2. Jens says:

    Hallo, schöne Seite mit vielen Tipps. z.B. Potsdam Pfingstberg ist ein Besuch wert. Dabei sein ist alles bei der: ,,Kulturelle Landpartie im Wendland,,.
    auf meine HP mehr dazu. http://www.existent.vision März 2017 geht es zu Besuch zu meiner Tochter in Palästina. mit einen etwas längern Zwischenstopp in Bulgarien. Mit der Bahn von Sofia nach Plovdiv. Meine reisen haben immer ein Geschichtlichen Hintergrund. Grüssle Jens aus dem Badner Land.

    1. 1 THING TO DO says:

      Danke dir! Wir wünschen viele spannende Erlebnisse in Palästina und Bulgarien. 🙂 Liebe Grüße!

  3. Julia says:

    Eine tolle Zusammenstellung für die großartigste Stadt der Welt!
    Und wenn ihr mit dem Schiff auf dem Landwehrkanal fahrt, dann winkt doch
    mal freundlich, wenn ihr an meinem Balkon vorbeischippert 🙂
    Alles Liebe, Julia

    1. 1 THING TO DO says:

      Das machen wir ganz bestimmt! 🙂

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