1 THING TO DO: Was bedeutet das eigentlich?

Ein halbes Jahr lang gibt es 1 THING TO DO nun schon. In den ersten sechs Monaten haben wir bereits elf jener besonderen Reisemomente vorgestellt, die ewig in Erinnerung bleiben. Doch was macht ein solches 1 THING TO DO eigentlich aus? Wir haben uns einmal selbst analysiert und fünf Dinge entdeckt, die für ein 1 THING TO DO charakteristisch sind. Geschrieben von John & Marc.

Heute als Pseudo-Reise-Wissenschaftler unterwegs: Marc und John.

Spontan und ungeplant

Auf Reisen lieben wir es, einfach einmal ohne Plan durch die Gegend zu laufen – ganz ohne To-Do-Liste und ohne uns von anderen irgendwelche Must-Dos vorschreiben zu lassen. Natürlich gibt es diese Dinge, die bereits im Vorfeld einer Reise unser Interesse wecken. Zu unserem 1 THING TO DO schaffen es dann aber meistens jene Momente, die völlig spontan über uns kommen.

Das beste Beispiel hierfür ist unser Abenteuer in der Wüste Juda in Israel, das unseren imaginären Reiseplan für zwei Tage völlig über den Haufen warf. Wohl gerade deshalb entwickelte es sich zu einer Geschichte, an die wie uns noch in Jahrzehnten erinnern werden.

Auch mal durch die Wüste spazieren: Auf dem Weg zu unserem 1 THING TO DO in Israel.

Fern der Touristenmasse

Wir schließen nicht aus, dass eines Tages einmal ein völlig ausgelutschtes Erlebnis zu unserem 1 THING TO DO wird. Vielleicht wird es die Freiheitsstatue in New York, vielleicht der schiefe Turm von Pisa, vielleicht der Besuch von Camden Town in London. Bisher jedoch fanden unsere liebsten Reisemomente abseits der Touristenströme statt.

Unser 1 THING TO DO in Prag etwa zeichnete sich nach einem Marsch über die Prager Burg dadurch aus, dass wir im Park Letenské sady endlich mal einen authentischen Teil der Stadt entdeckten. In unserem Krakau Reisebericht avancierte ein Bad im See Zakrzówek zum 1 THING TO DO, das mit dem touristischen Standard-Programm nichts zu tun hat.

Prag Letna-Park Shoefitis

Letná-Park in Prag: Unser 1 THING TO DO in der tschechischen Hauptstadt.

Rausch der Sinne

Kraftvolle Farben, orientalische Melodien oder ungewohnte Gaumenfreuden: Die meisten unserer Reisen wären nur halb so aufregend, wären da nicht jene Momente, die unsere Sinne betören.

So aßen wir in der Altstadt von Jerusalem ganz alleine auf der Dachterrasse eines Restaurants zu Abend. Als sich der Himmel über uns rosa färbte, setzte urplötzlich der Muezzin zum Abendgesang an – ein magischer Moment. Auch in unserem Athen Reisebericht sowie auf der griechischen Halbinsel Chalkidikí waren es unvergessliche Farbenspiele, die sich im Kopf festsetzen.

Reisebericht Jerusalem

Abendmahl mit dem Muezzin über den Dächern der heiligen Stadt: Unser 1 THING TO DO in Jerusalem.

Draußen in der Natur

Es mag daran liegen, dass wir in der Regel bei schönem Wetter auf Entdeckungstour gehen. Aber vielleicht sind wir auch einfach noch größere Naturliebhaber als wir denken! Fast jedes Reiseerlebnis, das wir mit dem Prädikat 1 THING TO DO auszeichneten, fand bisher unter freiem Himmel statt.

Unsere Wanderungen gehören übrigens auch zu den bisher meistgelesenen Artikeln auf dem Blog. Auf Spuren von Heinrich Heine kraxelten wir beim Wandern im Harz auf den Gipfel des Brocken, während wir beim Wandern in der Hohen Tatra den höchsten Berg Polens erklommen und dabei eines der Abenteuer unseres jungen Daseins erlebten.

Diesen Ausblick in der Hohen Tatra mussten wir uns hart erarbeiten, aber was tut man nicht alles für ein 1 THING TO DO. 😉

Unerwartet

Es ist ganz normal, dass man mit jedem Reiseziel im Vorfeld bestimmte Bilder und Assoziationen verbindet. Auch vor Ort manifestiert sich gerne mal ein vorschneller erster Eindruck, gegen den es oft schwer fällt, anzukämpfen.

Wir hätten es zum Beispiel kaum für möglich gehalten, dass mit der Matka-Schlucht direkt am Stadtrand von Skopje ein Naturparadies wartet, dass es aufgrund seiner sagenhaften Landschaft am Ende zu unserem 1 THING TO DO schafft. Unser Belgrad Reisebericht präsentiert anfangs eine laute und recht verworrene Stadt, in der wir kaum damit rechneten, einen der vielleicht entspannendsten Momente des Jahres zu erleben.

Matka-See Skopje

Bequem mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar: Die Matka-Schlucht am Stadtrand von Skopje.

1 THING TO DO: Die Idee

„Es sind Momente wie dieser, weshalb wir reisen. Es sind Momente wie dieser, die sich in unser Herz prägen. Es sind Momente wie diese, die Reisen unvergesslich machen. Es sind eben jene Momente, die wir für uns alleine genießen, aber doch gewillt sind, mit unseren Liebsten zu teilen.“ 

Mit diesen Worten beschrieben wir in unserem ersten Artikel grob das, was wir auf 1 THING TO DO mit euch teilen wollen. Inzwischen wissen wir etwas konkreter, wie diese Momente aussehen können. Aber eines ist sicher: Auch das nächste 1 THING TO DO wird uns überraschen. Ganz sicher sogar.

Reisen um zu reisen!
John & Marc

17 thoughts on “1 THING TO DO: Was bedeutet das eigentlich?”

  1. littlegreenraven says:

    Ich habe gerade euren Blog entdeckt und ich finde ihn super! ;D Eure Reisen klingen wahnsinnig aufregend und spannend!
    Vielleicht wollt ihr auch mal auf meinem Blog vorbei schauen?
    (littlegreenraven,wordpress.com) 😀

    1. 1 THING TO DO says:

      Tausend Dank! Sehr gerne. 🙂 Liebe Grüße!

  2. camillenbluetchen says:

    Hallo Ihr Weltenbummler! Ich finde Eure Posts einfach wunderbar inspirierend! Ich freue mich dann jedes Mal auf meine Reisen und all die wunderbaren Abenteuer, die mir noch bevorstehen!
    Ich habe Euch deshalb für den Liebster- Award nominiert und hoffe, Ihr freut Euch! Alles, was Ihr wissen müsst, findet Ihr auf meiner Seite: https://camillenbluetchen.wordpress.com/2015/12/07/liebster-award/

    1. 1 THING TO DO says:

      Danke dir! 🙂 Wir nehmen leider nicht mehr am Liebster Award teil, weil wir schon mehr als 300 Follower haben, aber bei Gelegenheit beantworten wir die Fragen trotzdem. 🙂

  3. Cate says:

    Fernab des Tourismus, mit offenen Augen und weitem Herzen reisen, Menschen und Geschichten kennen lernen, im Hier und Jetzt sein. Ihr fangt tolle Momente ein und erzhält eure Geschichten auf eine wunderbare, leichte, unaufdringliche und herzliche Art und Weise! Macht weiter so! <3

    1. 1 THING TO DO says:

      Danke dir. Und: Machen wir. 🙂 Liebe Grüße!

  4. esstmehrkuchen says:

    Sehr schön geschrieben! Danke fürs Teilen!

  5. suzy says:

    Die Idee mit dem 1 Thing…. finde ich klasse. bei Reisen überlege ich jetzt auch immer – was war mein 1 Thing auf dieser Reise? Danke für die Anregung und die herrlichen Fotos mit Berichten dazu 🙂

    1. 1 THING TO DO says:

      Das schmeichelt uns gerade ungemein. 🙂 Tausend Dank!

  6. ilona says:

    Das Rezept ist: Es gibt kein Rezept. Es kann immer und überall passieren und jegliche Zutat ist dazu möglich! 🙂

    Ich habe überlegt, ob es für mich Momente gab, die eigentlich ziemlich „ausgelutscht“ waren, aber dennoch unvergesslich blieben. Ja, die gab es 🙂 Ich habe einen Frühlingsnachmittag in Erinnerung, an dem ich am Piazzale Michelangelo in der Sonne auf den Stufen saß, vor mir das Panorama über Florenz, davor ein sehr begnadeter Straßenmusiker (wie sie so häufig sind dort) und um mich herum viele andere Touristen. Es war wie ein Konzert vor großartiger Kulisse und wir saßen auf den Rängen und lauschten und ließen unseren Blick schweifen *seufz*

    1. 1 THING TO DO says:

      Drum schrieben wir auch „Ein Rezept“ und nicht „Das Rezept“ – und am Ende war jedes Erlebnis ja auch irgendwie eine Mischung für sich. 🙂 Dein Florenzerlebnis klingt auch nach einer sehr genialen Mixtur. 😀

      1. ilona says:

        Ja, eben… jedes Erlebnis ist ein Unikat und in sich nicht planbar. Zum Glück. 🙂

  7. sylviawaldfrau says:

    Eure Idee ist wundervoll. Früher bin ich auch nur fernab von Touristenmassen gereist. Mit Kind hatte sich das etwas geändert. Heute würde ich wieder so reisen. Im Moment bin ich viel in der Natur und entdecke hier wunderbare Schätze.

    1. 1 THING TO DO says:

      Danke dir. 🙂 Ja, mit Kind braucht man sicherlich deutlich mehr Planung und kann nicht alles Zufall und Spontaneität überlassen. Umso schöner, wenn du die Zeit nun nutzt, es gibt so viel zu entdecken, überall, auch in der Heimat. 🙂 Liebe Grüße!

  8. ☼Sigrid☼ says:

    Schön, dass ihr eure magischen Momente noch mal zusammen gefasst habt. Und dieses „eine, ganz besondere Erlebnis“ ist ja meiner Meinung nach auch sehr subjektiv. Beispiel: Obwohl sich hundertausende Menschen im Petersdom tummeln jeden Tag habe ich dort Menschen gesehen, für die vielleicht gerade dieser Ort der war, den sie einmal im Leben sehen wollten. Für mich sind die „magischen, ganz besonderen Reiseerlebnisse“ oft mit Anstrengung verbunden. Z.B. stundenlang auf einen Berg wandern und dann die Landschaft von oben bestaunen und irgendwo sitzen und das mitgebrachte Vesper genießen an einem schönen Plätzchen. Ganz still, dankbar und demütig wird man da manchmal, wenn man die Schönheit der Natur auf sich wirken lassen kann. LG Sigrid

    1. 1 THING TO DO says:

      Alles subjektiv, und am Ende sind es eben nur unsere liebsten Reisemomente. Jemand anderes hätte bei gleicher Reise sehr wahrscheinlich komplett andere Städte kennen gelernt, aber das macht das Reisen ja auch aus. 🙂 Liebe Grüße!

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