Slow Travel: Wider den To-Do-Listen! [Blogparade]

Immer mehr Globetrotter streben nach einer Entschleunigung des Reisens. Sie wollen ihre Trips bewusster wahrnehmen, ohne unterwegs durchgeplante To-Do-Listen Punkt für Punkt abzuarbeiten. Der Begriff Slow Travel steht für diese langsamere, nachhaltigere Art des Weltenbummelns – und ist Kern der ersten Blogparade auf 1 THING TO DO. Geschrieben von John & Marc.

Israel Eilat Strand

Slow Travel: Was bedeutet das eigentlich?

„Dem Alltag zu entkommen, das erhoffen sich viele vom Reisen. Sie steigen in ein Flugzeug, um so schnell wie möglich irgendwo hinzukommen. Dort legen sie sich neben andere Touristen an den Strand oder haken ihre Listen von Sehenswürdigkeiten ab und wundern sich am Ende, wenn sie seltsam unbefriedigt zurückkehren.“

Gemessen am internationalen Medienecho scheint Dan Kieran mit „Slow Travel – Die Kunst des Reisens“ einen Nerv unserer Zeit getroffen zu haben. SPIEGEL ONLINE beschreibt sein Buch als „[…] Loblied auf die Langsamkeit. Wobei damit nicht nur die Geschwindigkeit beim Reisen gemeint ist, sondern vielmehr die Haltung, die dahinter steht: die Offenheit, Eindrücke nicht nur flüchtig vorüberhuschen zu lassen“. Ein Interview Kierans mit DIE ZEIT fordert gar „Verlauft euch!“ und zitiert den Autor wie folgt:

„Ehrlich gesagt sind Listen […] für mich das Gegenteil von Reisen. Wo immer man sich gerade aufhält: Das Reisen findet doch vor allem im Kopf statt. Ich möchte unterwegs Entdeckungen machen, die irgendetwas in mir in Schwingung versetzen. Das geht aber schlecht, wenn ich den Routen anderer folge und ihrer Definition dessen, was ich tun oder lassen soll.“

Slow Travel, das ist vor allem also auch ein Gefühl. Ein Gefühl, mit dem wir unsere Reisen bewusster wahrnehmen und uns vor Ort einfach treiben lassen, ohne uns auf die vermeintlichen Insider-Tipps von Reiseführern und Reiseblogs zu verlassen.

Altstadt Jerusalem

Die Altstadt von Jerusalem: Hier fanden wir auf unserem Weg zum 1 THING TO DO in Jerusalem perfekte Bedingungen vor, um uns mehrmals erfolgreich zu verlaufen.

Bist du ein Slow Traveller?

Vor diesem Hintergrund fragen wir dich in unserer Blogparade „Slow Travel – Wider den To-Do-Listen!“ nach den großen und kleinen Geschichten des (langsamen) Reisens, die sich rund um folgende Themenkomplexe drehen:

Zufällige Reiseerlebnisse

Wohl jeder kennt sie, diese besonderen Reisemomente, die ohne Vorausplanung einfach so über uns kommen. Ohne dass wir sie im Vorfeld auf einer To-Do-Liste notiert haben, geschehen sie völlig spontan. Nachdem wir einmal falsch abbiegen, einem Geheimtipp von Ortskundigen folgen oder einfach ohne Plan durch die Gegend laufen. Auf unserem Blog nennen wir diese Momente auch 1 THING TO DO, und wir sind sicher: Auch du kannst garantiert über einige dieser Reisemomente berichten.

Langsames Reisen

Slow Travel, das bedeutet auch eine Stadt, ein Dorf oder ein ganzes Land nicht in kürzester Zeit abzuklappern, sondern über längere Zeit kennen zu lernen und die Lebensweise der Bewohner vor Ort einzuatmen, vielleicht sogar selbst zu leben. Welches Reiseziel hast du auf diese Art und Weise schätzen gelernt? Welche Geschichte(n) hast du erleben dürfen, die dir während eines hastigen Wochenendtrips niemals wiederfahren wären?

Das Reisen selbst als Erlebnis

Im Kern richtet sich Slow Travel aus Nachhaltigkeitsgründen gegen das Reisen per Flugzeug oder Auto. So streng wollen wir den Begriff zwar nicht fassen. Dennoch interessieren wir uns für das Unterwegs-Sein als Erlebnis selbst: Eine Reise per Zug, Frachtschiff oder Überlandbus inklusive all jener deiner wahnwitzigen Geschichten und Abenteuer, die du damit verbindest.

Slow Travel Strategien

Was macht dich zum Slow Traveller? Wie schaffst du es, dich auf Reisen einfach treiben zu lassen? Verzichtest du im Urlaub gar auf dein Smartphone? Oder ist Slow Travel für dich am Ende eher eine Utopie, die du anstrebst, aber wohl niemals vollkommen umsetzen wirst? Beziehungsweise ganz anders: Bist du ein „Fast Traveller“ durch und durch und kannst gar nicht anders, als auf Reisen möglichst viel in kurzer Zeit zu sehen?

Sonnenuntergang Athen Likavitos

Momente, in denen sich die Welt ganz langsam dreht: Sonnenuntergang auf dem Likavitós in Athen.

Blogparade: Die Ergebnisse

 

Update: Inzwischen ist unsere Blogparade leider schon beendet. Insgesamt haben sich knapp 40 Blogger-Kolleginnen und -Kollegen die Ehre gegeben und ihre Slow-Travel-Erfahrungen mit uns geteilt. Aufgrund der Vielzahl an Artikeln haben wir die Auswertung der Blogparade auf vier Teile aufgesplittet, die sich jeweils einem anderen Themenschwerpunkt widmen:

Im Rahmen der Blogparade interviewten wir außerdem Reisebloggerin Elke, die ihren Meerblog dem langsamen Reisen verschrieben hat. Dabei verrät sie auch ein matschiges 1 THING TO DO für die Region, in der sie aktuell daheim ist – die Nordsee. An dieser Stelle noch einmal ein riesengroßes Dankeschön an alle, die sich an der Aktion beteiligt haben!

Reisen um zu reisen!
John & Marc

50 thoughts on “Slow Travel: Wider den To-Do-Listen! [Blogparade]”

  1. Ulrike says:

    Hallo,

    das ist ja genau das richtige Thema für mich! Da werde ich mal drüber nachdenken und was schreiben.

    LG
    Ulrike

    1. 1 THING TO DO says:

      Sehr schön! Wir sind schon gespannt, was hier so für Beiträge herausspringen… :)

  2. Andrea says:

    … tolle Inspiration, fällt mir bestimmt was zu ein :-)

    1. 1 THING TO DO says:

      Danke dir! Wir lassen uns einfach mal überraschen. :)

  3. Janett says:

    Das ist eine wirklich coole Idee. Ich schau mal das ich dazu noch was schreiben kann!

    1. 1 THING TO DO says:

      Das wäre fabelhaft! :)

Kommentar verfassen