Quick Wins: Social Media Tipps für Reiseblogs

Einen Reiseblog zu betreiben kostet Zeit – viel Zeit! Gerade dann, und so geht es den Allermeisten, wenn man sein Blogbaby nebenberuflich hegt und pflegt. Und dann auch noch diese sozialen Medien, die „on top“ betreut werden sollen! In Teil zwei unserer Reihe Social Media Tipps für Reiseblogs spendieren wir  ein paar schnelle Kniffe, wie du im Social Web mit wenig Zeitaufwand mehr erreichen kannst. Geschrieben von Marc.

1 THING TO DO_Instagram

Social Media Tipps: Grundsätzliches

Wie schon im ersten Teil unserer Social Media Tipps ein paar wesentliche Worte vorweg.

  • Bei aller Liebe fürs Social Web: Der Fokus sollte auf deinem Blog liegen. Hier bestimmst du die Regeln, nicht Mark Zuckerberg.
  • Tipps sind Tipps, keine Blaupausen: Zur Orientierung schön und gut, aber nicht jeder Kniff wird dir weiterhelfen – weil er möglicherweise einfach nicht zu dir passt.
  • Bleibe du selbst! Niemand will einen Reiseblog nach Schema F lesen, der nur den Empfehlungen Anderer folgt. Dasselbe gilt für deine Profile im Social Web.

Uns liegt viel daran, dass du unsere Tipps mit diesen Prämissen im Hintergrund betrachtest. Eines wollen wir nämlich ganz bestimmt nicht: Den langweiligen Einheitsbrei in der Blogosphäre vorantreiben.

Quick Wins für Facebook

Facebook gehört für die meisten Reiseblogs neben Google zu den wichtigsten Traffic-Quellen. Und doch läuft der Fanzuwachs häufig schleppend. Das liegt vor allem auch daran, dass Facebook kaum noch Möglichkeiten bietet, auf potenzielle Fans (ohne Werbung) direkt zuzugehen. Doch es gibt Hintertürchen.

    • Facebook-Seite teilen: Oben rechts auf deinem Facebook-Profil findest du mit einem Klick auf die drei Punkte die Funktion Teilen. Damit kannst du deine Facebook-Seite etwa auf deinem privaten Profil oder in relevanten Gruppen teilen. Doch Achtung: Werde nicht zum Spammer! Die Funktion sollte nur angewendet werden, wenn es inhaltlich wirklich passt.
    • Facebook-Gruppen: Es gibt auf Facebook zahlreiche mehr oder wenige lebendige Reisegruppen – von der allgemein gehaltenen Urlaubsgruppe bis zu Communities über einzelne Destinationen. Je nach Gruppenregeln (unbedingt lesen!) kannst du dort passende (!) Artikel teilen und so ein paar Leser mehr gewinnen.
    • Richtig teilen: Um nicht nur auf deine Webseite, sondern auch auf deinen Facebook-Kanal aufmerksam zu machen, solltest du Postings von deiner Profilseite aus teilen. Dann erscheint zum Beispiel in Facebook-Gruppen nicht nur der Link zu deinem Artikel, sondern auch ein Verweis auf deine Facebook-Seite.

Den folgenden Beitrag teilten wir so beispielsweise in der Gruppe „Verlassene & vergessene Orte in Deutschland“ und erzielten dadurch 20-mal mehr Reichweite für unsere Page als üblich – und zwar ganz ohne Facebook Ads.

1 THING TO DO – Wir waren gestern im Schwimmbad. Einfach… | Facebook

Wir waren gestern im Schwimmbad. Einfach mal die Seele baumeln lassen. 😀 Zum Artikel: http://t.co/TOWPV7PLyF

Quick Wins für Instagram

Auf Instagram fällt es als Blog deutlich leichter, auf andere User zuzugehen: Es genügt quasi ein Doppelklick auf das Bild eines anderen Nutzers. Dafür allerdings bringt Instagram so gut wie gar keinen Traffic für den eigenen Blog. Zumindest nicht direkt. Mit ein paar Tipps ist aber auch das nicht so schlimm.

  • Indirekter Traffic: Traurig, aber wahr – wir haben 2016 noch nicht einen Besucher direkt über Instagram gewonnen. Der einzige Direktlink, den Instagram ermöglicht, befindet sich nämlich versteckt auf der Profilseite. Ich bin mir aber sicher, dass man mit der richtigen Strategie zumindest indirekt Besucher für den Blog gewinnt. Wie das? Ganz einfach: Poste nicht nur eifrig Bilder, sondern teasere im Text deine frisch gebloggten Artikel an. Der eine oder andere Follower wird sich schon auf den Weg machen, wenn ihn der Inhalt interessiert.
  • Sei aktiv, aber nicht beliebig: Wir scrollen täglich ein- bis zweimal durch unseren Instagram-Feed. Für uns ist das Bilder-liken keine einseitige Sache, denn das sollten soziale (!) Netzwerke ohnehin nicht sein. Wir freuen uns nicht nur über rote Herzchen, sondern geben sie auch gerne Anderen. Banal, aber wichtig: Auch hier solltest du wirklich nur Inhalte liken, die dir gefallen. Alles Andere ist vor allem mal wieder eines: Spam!
  • Hashtags: Nutze die Suchfunktion, um Bilder zu finden, die mit bestimmten Hashtags versehen wurden. Du suchst andere Reiseblogger? Dann stöbere doch mal durch #reiseblog. Du planst einen Artikel über Tel Aviv? Dann schau dir mal #telaviv an. Auf diese Art und Weise kannst du auf Instagram schnell und ohne viel Aufwand auf fremde Nutzer zugehen. Viele von ihnen folgen dir liebend gerne zurück.
Gehe auf andere Instagram-User zu – mit Hilfe der Hashtag-Suche, hier am Beispiel #reisen.

Gehe auf andere Instagram-User zu – mit Hilfe der Hashtag-Suche, hier am Beispiel #reisen.

Quick Wins für Twitter

Für Twitter gilt Ähnliches wie für Instagram: Auch das Netzwerk mit dem blauen Vöglein eignet sich bestens, um auf andere Zwitscherer zuzugehen – vornehmlich wohl auf andere Reiseblogger. Allerdings: Twitter ist noch schneller als Instagram und deine Tweets versinken schnell im Nirvana. Doch das muss nicht sein.

  • Auch Twitter ist visuell: Ich halte es für ein Gerücht, dass Instagram vorwiegend bildlastig und Twitter überwiegend textlastig sei. Im Gegenteil! Bilder sind unerlässlich, um den wenigen zur Verfügung stehenden Zeichen mehr Gefühl und Aussage zu verleihen. Außerdem sind sie wahre Eye Catcher, die in der Masse der Tweets einfach auffallen.
  • Greife zum Retweet: Nicht immer ist man in der Laune, irgendeinen Gedanken auf 140 Zeichen zu kürzen und in die Welt zu posaunen. Muss auch nicht sein – findest du einen Tweet anderer Nutzer interessant, der darüber hinaus relevant für deine Follower sein könnte, dann greife zum Retweet! Das klingt banal, wird aber zu selten getan. Doch auch hier gilt: Maßvoll sein und nicht spammen.
  • Twittern zur richtigen Zeit? Man hört ja oft, dass Twitter gerne in der Mittagspause sowie auf dem Weg zur und von der Arbeit genutzt wird. Stimmt wohl auch, wie die Grafik unten zeigt. Zu dieser Zeit werden im Schnitt die meisten Tweets abgesendet. Damit verschwindet dein Content im Newsfeed allerdings auch noch schneller. Die perfekte „Twitter-Zeit“ gibt es also wohl kaum. Das Credo: Twittere regelmäßig.
Twitter Timing Infografik

Grafiken wie diese findet man im Internet zuhauf. Laut dieser Analyse zwitschert man idealerweise zur Mittagszeit oder am frühen Abend, um möglichst viele Klicks zu erhalten (CTR = Click Through Rate). Quelle: Twitter Tools & Tips

Weitere Quick Wins

  • Google+Manchmal fragen wir uns ja insgeheim, welche Gestalten dieser Erde sich eigentlich auf Google+ herumtreiben und in den Kreisen von tausenden anderen Menschen sind. Doch sei’s drum: Wenn du einen Artikel bei Facebook postest, dann poste ihn auch auf Google+. Denn mitunter ranken unsere Beiträge bei Google+ höher als unsere eigentlichen Artikel.
  • Snapchat ist nicht nur etwas für Kiddies. Auch wenn wir zum Beispiel auf Snapchat noch eine Profilleiche sind, dient Snapchat auf Reisen als absoluter Quick Win. Ohne viel Aufwand kannst du deiner Community (sobald vorhanden) auf Reisen ein Foto zukommen lassen, dass du nicht einmal bearbeiten musst. Wir persönlich wollen Snapchat auf unserem nächsten Trip im Sommer mehr einbinden, also wenn du magst, folge uns schon einmal in weiser Voraussicht: 1 THING TO DO auf Snapchat. 😉
Snapchat in Zahlen Infografik

Infografik: Snapchat in Zahlen (Klicke für eine bessere Ansicht). Quelle: BlackFin360

  • Last but not least: So kompakt und hilfreich Quick Wins auch sein mögen, am Ende zahlt sich nicht nur auf dem Blog, sondern auch im Social Web neben guten Inhalten vor allem auch folgende Tugenden aus – Ausdauer und Geduld!

Hast du noch weitere Anregungen oder schnelle Tipps fürs Social Web? Dann nichts wie raus damit in der Kommentarfunktion. Wir sind uns sicher: Da geht noch was! Auch wenn dir generelle Fragen zum Thema Social Media auf den Lippen brennen, bemühen wir uns gerne um eine kompetente Antwort. Einige Fragen und Antworten findest du bereits im ersten Teil unserer Social-Media-Reihe

4 thoughts on “Quick Wins: Social Media Tipps für Reiseblogs”

  1. 7 Kontinente says:

    Salut Jungs
    Gute Tipps! Was mir noch so spontan einfällt ist bei einer anstehenden Reise ein „Exklusiv“ zu machen. Ich plane bis jetzt bei meiner Südamerikareise Fototechnisch mich nur auf Insta und Facebook zu konzentrieren. Einfach weil die beiden Netzwerke verbunden sind.
    Wenn jedes Netzwerk den gleichen Inhalt bekommt, dann gibt es für Follower auch keinen Grund die anderen Netzwerke zu folgen.
    Auch allgemein sollte man nicht immer und zu 100% auf allen Netzwerken den gleichen Inhalt posten.
    Ebenfalls habe ich das Gefühl, dass es am Anfang am schwersten ist. Wir Menschen funktionieren doch alle so, dass wenn wir einen Channel mit vielen Followern sehen eher unser Interesse geweckt wird als bei Newbies. Dann klicken wir auch viel eher auf „Follow“.
    Die präsente Einbindung auf dem eigenen Blog sollte man ebenfalls nicht unterschätzen.
    Und dann noch vieeeel Geduld!
    Gruss, Igor

    1. 1 THING TO DO says:

      Vollkommene Zustimmung! Ob man „Exklusiv-Content“ für jedes Netzwerk macht, ist am Ende natürlich auch eine Frage des Aufwands… aber auch wir versuchen zumindest einigermaßen, die Kanäle individuell zu bespielen. Liebe Grüße!

  2. Isabelle says:

    vielen Dank für die tollen Tipps :). Mal schauen, was ich von den Dingen umsetzen kann.
    Wünsch euch noch ein schönes Wochenende,
    Isabelle

    1. 1 THING TO DO says:

      Danke gleichfalls und einen guten Start in die neue Woche! :)

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